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Work-Life-Balance: Daimler verabschiedet neue Richtlinien

Das Unternehmen hat Richtlinien verabschiedet, die das Thema Work-Life-Balance in der Führungskultur verankern sollen.

„Unsere Arbeitswelt sieht sich mit tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert: Immer mehr Beschäftigte – Frauen wie Männer – wollen sich beruflich verwirklichen und sich gleichzeitig um die Betreuung der Kinder oder Pflege der Angehörigen kümmern“, sagt Wilfried Porth, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Daimler AG. Das will der Konzern jetzt ermöglichen.

Bereits 2009 vereinbarte Daimler eine Kooperation mit der Universität Heidelberg. Gemeinsam wurde die Studie „Ausgeglichen! – Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben“ zu Erwartungen, Zielen und notwendigen Rahmenbedingungen zur Work-Life-Balance initiiert. Nachdem die Ergebnisse vorlagen, verabschiedeten Unternehmensleitung, Gesamtbetriebsrat und Sprecherausschuss der leitenden Angestellten Maßnahmen, die sich auf vier Bereiche konzentrieren:

  • Grenzen beachten: Priorisierung von Aufgaben und Planung von Kapazitäten
  • Abschalten können: Es besteht keine Erwartungshaltung, immer erreichbar zu sein
  • Erholung bewusst einsetzen: Bewussten Ausgleich zur täglichen Arbeit schaffen
  • Arbeit und Privates vereinbaren: Nutzung der Life-Balance-Angebote

Konkret sieht das zum Beispiel so aus, dass es den Mitarbeitern ab Anfang 2013 möglich ist, E-Mails während der Abwesenheit automatisch löschen zu lassen. Um sicherzustellen, dass jedes Anliegen trotzdem bearbeitet wird, weist eine Abwesenheitsnotiz den Absender der E-Mail auf den zuständigen Vertreter hin.

Eltern, die auch in der Kindererziehung aktiv sind, sollen außerdem gefördert und Führungskräfte bereits am Anfang ihrer Karriere für das Thema Life-Balance sensibilisiert werden.

Einerseits sollen die Leitlinien die Führungskräfte dabei unterstützen, die Verankerung der Work-Life-Balance in ihrem Verantwortungsbereich zu fördern. Aber auch die Mitarbeiter sind gefragt: Jeder Mitarbeiter ist angehalten, eigenverantwortlich auf seine Work-Life-Balance zu achten. Dazu kann das Mitarbeiterportal genutzt werden, in dem sich jeder Beschäftigte einen Überblick zu den angebotenen Maßnahmen, Informationen und Seminaren zur Work-Life-Balance verschaffen kann.

Quelle: produktion.de

Coworking auch für Ingenieure

Statt alleine im eigenen Arbeitszimmer oder am fast schon klassischen Platz im Lieblingscafé zu sitzen, den Laptop vor sich, begeistern sich immer mehr Freiberufler für Coworking.

Coworking Spaces ermöglichen es Freiberuflern, der Isolation des eigenen Schaffens zu entkommen – oder ganz einfach: Es ist immer jemand da, mit dem man sich austauschen oder Kaffee trinken kann. Weitere Vorteile sind Networking, Ideenaustausch und die meistens vorhandene technische Ausstattung.

Die Mehrheit der Coworker kommt nach wie vor aus der IT- und Kreativbranche, aber auch immer mehr freiberufliche Ingenieure entdecken Coworking für sich.

„Der Ingenieurberuf ist durch eine stärkere Notwendigkeit zur Kooperation mit anderen Disziplinen gekennzeichnet. Sei es durch die Abstimmung mit Juristen zu Fragen des Urheberschutzes, durch die Zusammenarbeit mit Kreativen bei der Entwicklung innovativer Produkte oder durch den Austausch mit Marketingexperten bei der Vermarktung guter Ideen“, sagte Ralph Bruder vom Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt den VDI Nachrichten.

Und genau dies bietet Coworking auch freiberuflichen Ingenieuren – eine Gruppe muss nicht homogen sein, damit ihre Mitglieder von ihrer Dynamik profitieren können, ganz im Gegenteil: „Vor Kurzem habe ich für ein Projekt Dokumente und Vorlagen angepasst. Es war praktisch, dass neben mir im Coworking Space ein Grafiker saß, der mir ein paar Tipps geben konnte“, berichtete Diplom-Ingenieur Tobias Meier den VDI Nachrichten.

Können Sie sich vorstellen, in einem Coworking Space zu arbeiten – oder tun Sie es vielleicht schon?

Hier finden Sie alle weiteren Infos zu Coworking.