wordpress für freelancer

Erfolgreicher Start als Freelancer – so erstellst du eine WordPress-Seite zur Kundengewinnung

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Um als Freelancer neue Kunden zu gewinnen, brauchst du eine Webseite. Aber am besten nicht irgendeine. Ich selbst bin seit mehr als 10 Jahren als Freelancer im Online Marketing erfolgreich und habe in dieser Zeit viel erlebt, natürlich auch Fehler gemacht aber dabei viel gelernt. In diesem Artikel verrate ich dir, wie du mit WordPress Schritt für Schritt eine Seite erstellst, die deine Zielgruppe anspricht, Leads generiert und dein Business erfolgreicher macht.

Klinken putzen war gestern. Heute gewinnen Freelancer neue Kunden online. WordPress ist dafür ideal, Schließlich gibt dir die kostenlose Open Source Software die Möglichkeit, mit wenig Aufwand eine professionelle Webseite zu erstellen.

Damit diese aber nicht einfach nur in den Weiten des Internets existiert, sondern Besucher anzieht und neue Aufträge bringt, solltest du einige Dinge beachten. Welche das sind und wie du bei der Erstellung deiner Webseite vorgehst, erfährst du hier:

1. Der Ausgangspunkt – eine klare Positionierung

Bevor du dich mit Themen wie Domainauswahl, Hosting oder Templates auseinandersetzt, ist es wichtig, eine Positionierung vorzunehmen.

Das heißt, du klärst für dich grundlegende Fragen zu dir, deinem Business und deinen Kunden:

  • Wer bin ich?

Als Freelancer bist du als Person deine eigene Marke. Darum brauchst du ein „Personal Branding“. Zu diesem gehört nicht nur, was du kannst, sondern auch, welche Werte du vertrittst und warum du tust, was du tust. Speziell das „Warum“ ist wichtiger, als viele denken. Es sollte auch auf deiner Webseite deutlich werden. Dazu musst du dir aber erst selbst darüber klar werden. Überlege dir auf Basis deiner Werte, welche Vorstellungen du bei künftigen Kunden wecken willst. Diese Werte und Vorstellungen musst Du fortan bei jeglicher Kommunikation miteinbeziehen. Ob es dein Logo, Fotos von dir, kleine Beitragsbilder im Blog oder dein E-Mail Footer betrifft, jegliche Begegnung eines Interessenten mit dir und deiner Marke wird einen Eindruck hinterlassen, ob du es willst oder nicht. Versuche daher einheitlich und durchgängig aufzutreten und deine Markenwerte zu transportieren.

  • Wen will ich ansprechen?

Unterschiedliche Zielgruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Damit deine Webseite die richtigen anspricht, ist es wichtig, deine Zielgruppe zu kennen beziehungsweise diese für dich erstmal festzulegen. Handelt es sich um Privatpersonen oder Unternehmen? Wem kannst du am besten helfen? Wem willst du am liebsten helfen? Was wollen sie erreichen und welche Probleme wollen sie lösen? Personas helfen dir, eine klare Vorstellung von deinen Kunden zu erhalten. Überlege dir am besten auch, welche Kunden du nicht willst und lehne Anfragen aus dieser Richtung konsequent ab.

  • Was will ich erreichen?

Neben der Kundengewinnung helfen Webseiten, Kunden zu binden und/oder dich als Experte in deinem Bereich zu etablieren. Vielleicht willst du gezielt bestimmte Aufträge an Land ziehen – und mit anderen gar nicht erst in Berührung kommen. Je mehr du dir über deine Ziele im Klaren bist, desto eher lassen sie sich verwirklichen.

  • Was biete ich an und was nicht?

Es ist ärgerlich für potenzielle Kunden, wenn sie erst nach einer Kontaktaufnahme merken, dass du das Gewünschte gar nicht anbietest – vor allem, wenn das nicht an ihnen, sondern an deiner Webseite liegt. Halte deshalb für dich fest, welche Leistungen du anbieten willst und welche nicht. An dieser Stelle bietet es sich an, eine erste Gewichtung vorzunehmen. Welche deiner Leistungen sind wichtiger als andere und sollten auf deiner Seite hervorgehoben werden?

  • Wie setze ich mich von Mitbewerbern ab?

Wahrscheinlich gibt es andere Freelancer, die ähnliche Leistungen anbieten wie du. Überlege dir, was dich von ihnen unterscheidet. Worin bestehen deine Stärken, was machst du anders als andere? Gibt es „Nischen“, auf die du dich spezialisieren kannst? Auch wenn es anfangs nach dem einfachsten Weg aussieht solltest du dich nicht über einen niedrigen Preis in den Markt kämpfen. Mit einem zu niedrigen Stundensatz ziehst du nur Kunden an, denen die Kosten wichtiger als die Qualität deiner Arbeit oder den Erfolg deiner Maßnahmen ist. Zudem ist es nahezu unmöglich Kunden an höhere Preise zu gewöhnen. Definiere für dich einen Mindeststundensatz, zu dem du langfristig gut und gerne arbeiten kannst und investiere nicht gebuchte Zeiten lieber in dein eigenes Marketing, deine Webseite, deine Marke, statt dich mit kleinen Kleckeraufträgen auszulasten.

Eine klare Positionierung ist das Fundament für eine erfolgreiche Tätigkeit als Freelancer. Nur so kannst du Kunden gute Gründe dafür geben, dass sie dich beauftragen und nicht deine Konkurrenz.

Voraussetzung dafür ist, dass du deine Positionierung in deiner Webseite umsetzt. Das fängt bei der Domainauswahl an und reicht über das Design bis zum Content.

2. Die Adressfindung – Tipps zur Domainauswahl

Als deine Adresse im Netz spielt die Domain deiner Webseite eine zentrale Rolle. Zum einen bestimmt sie mit darüber, ob potenzielle Kunden in Suchergebnissen auf deine Webseite klicken und nicht auf die des Konkurrenten. Zum anderen beeinflusst der Domainname das Ranking in Google.

Nicht zu vergessen: Gute Domainnamen hinterlassen auch offline, zum Beispiel auf einer Visitenkarte oder einem Banner einen guten Eindruck und sollte in jedem Falle zu deiner Positionierung passen.

Ob eine Domain verfügbar* ist, lässt sich zum Beispiel über die Webseiten von Hostinganbietern prüfen. Beachte bei der Auswahl die folgenden Tipps:

  • Die Endung:

Wenn die Wunschdomain mit .de oder .com nicht mehr verfügbar ist, greifen viele Freelancer zu .info, .org, .net oder gar einer der neuen TLDs. Im ersten Moment mag dies nach einer guten Wahl aussehen, allerdings hat diese Variante Nachteile: Die meisten Nutzer sind es gewohnt, dass Webseiten auf .de oder .com enden und tippen selbst bei einer .org-Domain schnell die falsche Adresse ein. Dazu kommt, dass Spam-Seiten gerne alternative Endungen verwenden und du damit bereits eine kleine Unsicherheit bei deinem potentiellen Kunden hervorrufen könntest.

Unser Tipp: Wenn du Kunden in Deutschland ansprechen willst, bevorzuge eine .de-Adresse. Alternativ kommt .com in Frage, vor allem für internationale Webseiten. Als Web-Entwickler mit der entsprechenden Zielgruppe kannst du auch etwas modernere Endungen wie .io nutzen. Von .biz, .org und Co. lass lieber die Finger.

Übrigens: ist eine Domain vergeben, besteht oft die Möglichkeit, sie zu kaufen. Wirf‘ einfach einen Blick auf den Marktplatz von Sedo*. Vielleicht hast du in der zweiten Runde Glück:

Domainpreise
Achtung: Die Preise für Domains fallen sehr unterschiedlich aus und sind zum Teil astronomisch und vollkommen unrealistisch. Manchmal hilft es einfach ein realistisches Gebot abzugeben, um die Domain trotzdem zu bekommen.
  • Der Domainname

Bei der Wahl des Domainnamens kannst du dich an ein paar Faustregeln orientieren:

  1. Der Name sollte möglichst kurz und einfach zu merken sein. Wenn er zusätzlich gut klingt, umso besser.
  2. Keywords im Domainnamen waren wegen ihrer Vorteile für das Ranking bei den Suchmaschinen sehr beliebt, sind aber heutzutage nicht mehr mit einem Bonus ausgestattet! Lange Keywordnamen wie „Onlinemarketing-Agentur-Berlin.de“ beispielsweise wirken sperrig und unseriös. Dann lieber kurz und ohne Keyword.
  3. Wenn sich ein Keyword anbietet, aber die Domain schon vergeben ist, versuche es mit einer Zahlenkombination. Bueromoebel24.de ist ein gutes Beispiel dafür. Allerdings ist auch das ein schmaler Grad. Webdesign0197 wirkt im Zweifelsfall weniger seriös als designexperten.de.
  4. Idealerweise weckt der Domainname Assoziationen an deine Leistungen. Das können auch Fantasienamen. Bei absolventa liegt es nahe, an Berufseinstieg zu denken. Auch seokratie lässt sofort die richtigen Bilder im Kopf entstehen. Ein bisschen Kreativität ist also erlaubt.
googel suche seo-beratung
Der Domainname entscheidet mit darüber, ob Personen auf ein Suchergebnis klicken oder nicht

Behalte bei der Domainauswahl im Kopf, dass dich deine Entscheidung lange Jahre begleiten wird. Deshalb ist es auch so wichtig, vorher eine Positionierung vorzunehmen. So weißt du, was deine Domain potenziellen Kunden vermitteln soll.

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3. Der Webspeicher – Das Hosting

Für deine Webseite brauchst du neben der Domain einen Webspace auf einem Server und damit einen Hosting-Anbieter. Hier profitierst du von viel Auswahl, denn die Mindestvoraussetzungen von WordPress an einen Webspace sind gering.

  • PHP-Version 7.3 oder höher.
  • MySQL-Version 5.6 oder höher bzw. MariaDB-Version 10.1 oder höher.
  • HTTPS-Unterstützung

Mehr ist es erstmal nicht. Du wirst schnell merken, diese Voraussetzungen bringt so ziemlich jeder Hostinganbieter mit. Allerdings solltest du dich bei der Auswahl deines Hosters weniger an der reißerischen Werbung orientieren, sondern daran denken, wieviel Arbeit und Ärger ein schlechtes Hosting für deine Selbstständigkeit bedeuten kann.

Du solltest daher lieber 20 Euro im Monat ausgeben und dich für einen zuverlässigen Managed WordPress Hoster entscheiden. Diese haben sich auf WordPress-Seiten spezialisiert und kennen sich mit ihren Tücken aus. Sie unterstützen dich auch durch automatische Backups und Updates oder Hilfe bei Plugins – alles Dinge, mit denen sich die meisten Freelancer ungern herumschlagen wollen.

Welche Hosting-Angebote für dich in Frage kommen, hängt natürlich vor allem davon ab, wie groß deine Seite ist, welche Anwendungen darauf laufen sollen und wie viele Besucher du erwartest. Für die meisten Freelancer-Seiten genügt jedoch das kleinste Paket im sogenannten Shared Hosting. Das heißt, du teilst dir Webspace auf einem Server mit mehreren anderen Kunden.

Ausführliche Informationen dazu, welche Anbieter für Managed WordPress Hosting empfehlenswert sind und welche Leistungen sie zu welchen Preisen anbieten erhältst du in diesem Vergleich von 19 Managed WP Hostern:

Hoster Empfehlungen
Eine Auswahl von empfehlenswerten Anbietern von Managed WordPress Hosting

4. Konzept erstellen– so gibst du deiner Webseite ein starkes Fundament

Hast du eine Domain und Webspace, geht es darum, ein Gerüst für deine Webseite zu erstellen.

Dabei steht zunächst die Frage im Raum, welche Unterseiten deine Webseite haben soll.

Das absolute Minimum für Freelancer sind die folgenden:

  • Startseite
  • Leistungen
  • Impressum (gesetzlich vorgeschrieben)
  • Datenschutz (gesetzlich vorgeschrieben)

Nicht verzichten solltest du außerdem auf eine „Über mich“-Seite und eine Seite mit Referenzen. Beides ist für potenzielle Neukunden wichtig, die wissen wollen, wer du bist und was du schon gemacht hast. Je nach deiner Arbeit bietet es sich an, unter „Referenzen“ neben Namen von Kunden Arbeitsproben zu präsentieren. Auch eine eigene Kontaktseite mit einem Kontaktformular ist empfehlenswert. Darauf kommen wir später noch zurück.

Tipp: Kunden vertrauen Empfehlungen anderer Kunden mehr als jedem Werbetext. Hast du die Möglichkeit, binde Testimonials zufriedener Kunden in deine Webseite an. Du wirst sehen, der sogenannte Social Proof ist eine Geheimwaffe für die Kundengewinnung!

Denke bei jedem Auftrag daran, den Kunden nach der Erlaubnis zu fragen, mit dem Projekt auf deiner Webseite deine Expertise zu zeigen. Nach erfolgreichem Abschluss solltest du das Feedback deines Kunden einholen, die Kundenzufriedenheit abfragen und ihn dabei um eine Stimme für deine Webseite bitten.

Die Punkte „Impressum“ und „Datenschutz“ lassen sich gut unten auf der Webseite in einem separaten Menü unterbringen. Dort sind sie auffindbar, stören aber nicht.

Das Hauptmenü oben beinhaltet für Kunden wesentliche Seiten. Am besten beschränkst du dich auf drei bis sieben. Alles, was darüber hinausgeht, wird schnell unübersichtlich. Allerdings kannst du weitere Navigationsebenen einführen und zum Beispiel unter „Leistungen“ je eine Unterseite pro Leistung anschließen.

Wichtig bei alldem: Weniger ist mehr!

  • Eine Faustregel besagt, dass Nutzer von jeder Unterseite deiner Webseite mit maximal drei Klicks auf jede beliebige andere Unterseite gelangen sollten. Auf einer kleinen Webseite am besten mit einem bis zwei Klicks.
  • Beschränke dich auf maximal zwei Navigationsebenen.
  • Lege Seiten zusammen, wenn es sich anbietet. Eine Anfahrtskizze braucht keine eigene Unterseite, sondern lässt sich hervorragend auf der Kontaktseite unterbringen.
  • Gib deinen Seiten kurze Namen, bei denen jeder sofort weiß, was er dort findet. Auch wenn es langweilig ist, ist „Über mich“ besser als „Mein Werdegang“ oder „Warum meine Mutter dafür verantwortlich ist, dass ich heute Suchmaschinenoptimierung betreibe“.
Menü papomedia
Hier wissen Besucher sofort, was Sie unter welchem Menüpunkt erwartet.

Fertige eine Skizze deiner Seitenarchitektur an, entweder auf Papier oder mit einer einschlägigen Software. Versuche dich in Besucher hineinzuversetzen. Wie schnell finden Sie, was Sie suchen und wie gut kommen Sie von einem „Ort“ auf deiner Seite zu einem anderen? Gibt es Sackgassen? Funktioniert die interne Verlinkung?

Apropos interne Verlinkung: Schlüssige interne Verlinkungen helfen Nutzern, schnell von einer Seite auf eine andere zu kommen, und Suchmaschinen, deine Seite richtig einzuordnen. Der Kontext des Links und der Linktext sollten dem Besucher bereits sagen, was sich auf der verlinkten Seite befindet.

Eines lohnt sich für den gesamten Prozess deiner Webseitenerstellung zu verinnerlichen: Es geht immer darum, deine Zielgruppe zu begeistern. Das klappt am besten, wenn du deine Webseite mit ihren und nicht mit deinen Augen siehst. Bist du dir unsicher, wie etwas wirkt, teste es an Freunden, Bekannten und/oder schon bestehenden Kunden.

Tipp: Für Impressum- und Datenschutzseiten stellen Anwälte im Netz Vorlagen und Generatoren zur Verfügung, die du für deine Seite anpassen kannst.

5. Themeauswahl – das Layout deiner Seite

Eines der besten Dinge an WordPress ist, dass du ganz ohne Programmierkenntnisse eine gutaussehende Seite auf die Beine stellen kannst und diese immer weiter mit neuen Funktionen erweitern kannst. Was du dazu brauchst, ist das richtige Theme.

Dabei handelt es sich um ein vorgefertigtes Layout, das du mit deinen Inhalten füllst und an deine Anforderungen anpasst. Letzteres funktioniert über einen PageBuilder, eine Art Baukastensystem. Das bedeutet, du schiebst „Blöcke“ zum Beispiel Text- oder Bildblöcke dahin, wo du sie haben willst, passt Farben, Schriftarten und Schriftgröße an. Das klappt nach minimaler Eingewöhnungszeit ganz intuitiv und macht noch dazu Spaß. Gute Themes geben dir viele Anpassungsmöglichkeiten.

WordPress Pagebuilder
Mit Pagebuildern bauen aus Anfänger professionelle WordPress-Webseiten

Eine Riesenauswahl findest du zum Beispiel im envato market bei Themeforest* oder auf Templatemonster*.

Du hast die Wahl zwischen

  • kostenlosen und
  • kostenpflichtigen Themes.

Wenn du als Freelancer am Anfang seiner Tätigkeit steht und knapp bei Kasse bist, hört sich „kostenlos“ gut an. Wir raten dir aber dazu, die paar Euro (zwischen etwa 40 und 70) in die Hand zu nehmen und in ein kostenpflichtiges Theme zu investieren.

Auswahl von Themes bei themeforest
Bei envato (themeforest) findest du eine Riesenauswahl an WordPress-Themes.

Denn bei kostenlosen Themes handelt es sich in aller Regel um abgespeckte Versionen kostenpflichtiger Premium-Themes. Das heißt, du hast weniger Anpassungsmöglichkeiten und musst oft schmerzhafte Einschnitte in Kauf nehmen. Die Gefahr ist groß, dass du während der Erstellung deiner Seite an einen Punkt gelangst, an dem du einfach nicht mehr weiterkommt. Dann bleibt dir nur, zähneknirschend zu einem anderen Theme zu greifen, und die ganze Arbeit war umsonst.

Kostenpflichtige Themes bringen oft verschiedene vorgefertigte Layouts für unterschiedliche Branchen und Zielsetzungen mit, die du flexibel verändern kannst. Außerdem bieten sie dir einen Support, der dir bei Fragen weiterhilft. Das ist gerade für Einsteiger in WordPress wichtig.

In jedem Fall gilt: Lass dir Zeit für die Auswahl. Nutze die Möglichkeit, dir Demos anzusehen. Gleiche Themes mit deinem Webseitenkonzept und deinen Vorstellungen ab. Frage andere, probiere und studiere.

Weitere Tipps findest du in diesem Artikel über die besten & schnellsten WordPress Themes

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6. Die Inhalte – Content is King

Ein schönes Layout reicht nicht, um Kunden zu gewinnen. Zusätzlich brauchst du gute Inhalte (Content).

Wichtig: Guter Content überzeugt Mensch und Maschine! Schreibe deine Texte niemals für die Suchmaschine sondern immer für den Leser und überprüfe anschließend, ob auch die Suchmaschine versteht, um was es auf deiner Seite geht.

Das bedeutet, dass er die Besucher deiner Webseite abholt, sie überzeugt, auf deiner Seite zu bleiben und dich für einen Auftrag zu kontaktieren. Zusätzlich solltest du nicht vergessen, deine Inhalte für Suchmaschinen zu optimieren. Beispielsweise durch die Verwendung von Synonymen oder Proof-Keywords. Dadurch verbessert sich dein Ranking für relevante Suchanfragen. Schließlich bringen die besten Inhalte nur etwas, wenn sie jemand findet.

Oft geht beides Hand in Hand. Denn Google achtet bei der Bewertung von Seiten sehr genau darauf, auf welchen Webseiten der Nutzer die gewünschte Information oder Aktion findet. Gelingt es dir also, Nutzer zum Klicken und Bleiben zu animieren, wirkt sich das langfristig auch auf die Position deiner Seite in den Suchergebnissen aus.

Über Contenterstellung und Suchmaschinenoptimierung lassen sich Bücher schreiben. Für den Anfang helfen dir die folgenden Tipps:

  • Sprich die Sprache deiner Zielgruppe: Die perfekte „Tonalität“ fällt anders aus, wenn du Marketingentscheider in großen Konzernen adressierst, als wenn dein Zielpublikum aus lokalen Handwerksbetrieben besteht. Hier gilt einmal mehr: Versetze dich in deine Kunden. Bevorzuge immer (!) eine klare und gut verständliche Sprache mit wenig Schnörkeln.
  • Komme schnell zum Punkt: Die Aufmerksamkeitsspanne im Internet ist kurz. Für deinen Content bedeutet das: Stelle wichtige Punkte nach vorne und verzichte auf alles Überflüssige. Auf Startseiten beispielsweise bietet es sich an, zentrale Stärken und Vorteile (für den Kunden) weit oben zu platzieren, sodass sie sofort ins Auge stechen. Für eine klarere Sprache bietet sich die Verwendung der Textanalyse der WORTLIGA an.
  • Verwende (gute) Bilder: Texte sind wichtig, aber niemand will Textwüsten im Internet lesen. Lockere deinen Content unbedingt mit Bildern, Icons, Grafiken und – wenn möglich – Videos auf. Aber Vorsicht mit Stockfotos. Diese sind in aller Regel sofort als solche zu erkennen und machen Webseiten austauschbar. Dann sieht deine Seite aus wie „irgendeine andere“ und genau das willst du sicher nicht. Investiere lieber in einen Fotografen oder lass dir von einem Menschen mit gutem Auge bei einem kleinen Shooting mit einer guten Handykamera helfen.
  • Strukturiere Content: Verwende Zwischenüberschriften, Absätze, Infokästen und Aufzählungen. Dadurch machst du Content leichter les- und scanbar. Für Suchmaschinen sind Haupt- und Zwischenüberschriften (h1-h6) besonders wichtig.
  • Setze Keywords gezielt ein: Keywords zu recherchieren und gezielt auf Webseiten einzusetzen, ist die Grundlage für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung. Allerdings sind die Zeiten des „Keyword Spamming“ vorbei. Bestehen deine Texte in erster Linie aus aneinandergereihten Keywords, wertet Google deine Seite ab. Besser ist es, Suchbegriffe sparsam an zentralen Stellen (Überschriften, Alt-Text, Body-Texte) einzusetzen, zusammen mit thematisch verwandten Begriffen.
  • Verwende ein W-Fragen-Tool: W-Fragen-Tools verraten dir mehr darüber, was deine Zielgruppe interessiert. Diese Tools finden Fragestellungen die Nutzer zu deinem Keyword bei Google suchen. Das ist eine wertvolle Hilfe bei der Contenterstellung.
Texthappen
Weniger ist mehr und gute Lesbarkeit zahlt sich aus.

Guten, suchmaschinenoptimierten Content zu erstellen, ist nicht einfach. Oft lohnt es sich, dafür professionelle Unterstützung zu holen und einen Texter zu engagieren, der sich mit Suchmaschinenoptimierung auskennt. Zumindest probelesen lassen solltest du deine Texte. Manchmal reicht es aber auch aus, sich seinen eigenen Text laut vorzulesen. Verwende in jedem Fall ein Lektorat oder zumindest eine gute Rechtschreibprüfung, denn: Webseiten mit Rechtschreibfehlern wirken unprofessionell, selbst wenn die Inhalte überzeugend sind.

7. Für neue Kontakte – Anfrageformular einbinden

Gerne werden sie vergessen. Dabei sind Kontaktformulare ein wertvoller Bestandteil von Webseiten. Sie geben Interessenten eine Möglichkeit, dich schnell und bequem zu kontaktieren, ohne Umweg über Telefon oder E-Mail. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie es tatsächlich tun und nicht aufschieben, vergessen oder erst einmal einen Konkurrenten googlen und dann diesen kontaktieren, weil er ein Kontaktformular hat.

Ein solches Formular in deine WordPress-Webseite einzubinden, ist einfach. Alles, was du dafür brauchst ist ein PlugIn.

Eine sehr gute Wahl für WordPress-Einsteiger und Freelancer ist WP Forms*. Das PlugIn gibt es in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen, allerdings sehr günstigen Variante.

Die Vorteile:

  • Du kannst dir dein eigenes Kontaktformular über Drag und Drop „zusammenbauen“.
  • Das PlugIn bringt Templates für verschiedene Arten von Formularen mit.
  • Es lässt sich leicht mit einem Newsletter-Service verbinden.
  • Alle Formulare sind responsiv, sehen also auch auf Mobilgeräten gut aus.
  • DSGVO-Features helfen dir beim Datenschutz.
  • Spam sortiert das PlugIn automatisch aus.  
  • Dank Geolokalisierung erfährst du mehr über die Menschen, die dich über das Formular kontaktieren.

Natürlich gibt es eine Reihe anderer PlugIns für Anfrageformulare, die mächtiger sind. Für normale Freelancer-Webseiten allerdings ist der Funktionsumfang von WPForms genau richtig.

8. Kunden binden mit Newslettern

Du willst deine Kunden mit einem Newsletter auf dem Laufenden halten? Eine gute Idee. Vor allem, wenn Newsletter nicht zu werblich sind und wertvollen Content enthalten, können sie erheblich zur Kundenbindung beitragen. Sogar neue Kunden lassen sich damit generieren.

Für den Newsletterversand mit einer WordPress-Seite stehen dir drei Varianten zur Verfügung:

  • Über die WordPress-interne Mailfunktion
  • Über den internen Mail-Server, zum Beispiel mit einem PlugIn wie WP Mail SMTP
  • Mit einem Zustelldienst, zum Beispiel einer externen Newsletter-Software.

Die ersten beiden Varianten bringen leider gravierende Nachteile mit. So ist das Versenden über die WordPress-interne Mailfunktion anfällig für Hacker und Spammer. Im zweiten Fall passiert es schnell, dass deine sorgfältig erstellten Newsletter im Spamordner des Empfängers landen.

Wir raten deshalb zu Variante 3. Damit hast du mehr Möglichkeiten, was Zahl und Design deiner Newsletter sowie Zusatzfunktionen betrifft. Außerdem kannst du davon ausgehen, dass deine Newsletter wirklich bei den Empfängern ankommen.

Mailpoet
MailPoet ist ein gutes Newsletter-PlugIn für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Gute Lösungen für Freelancer, die nicht Tausende von Adressen mit Newslettern versorgen wollen, sind die folgenden:

  • MailPoet*: Bis zu 1.000 Abonnenten ist das Newsletter PlugIn vollkommen kostenfrei. Du kannst dich entweder aus einem Vorrat an schön gestalteten Vorlagen bedienen oder deine eigenen Vorlagen erstellen. Automatisierte E-Mails, Statistiken, Double-Opt-In, hier ist alles an Bord, was ein gutes Newsletter PlugIn braucht. Vor allem lässt sich MailPoet super bequem und intuitiv bedienen.
  • The Newsletter PlugIn: Auch diese Lösung lässt sich einfach installieren und bedienen und bietet dir viele Möglichkeiten, individuelle Vorlagen zu gestalten. Du kannst damit leicht einen E-Mail-Versanddienst eines Drittanbieters nutzen, profitierst von Statistiken, Pop-ups und vielem mehr. Allerdings ist die kostenlose Nutzung eingeschränkt.
  • Rapidmail*: Rapidmail ist ein externes Newsletter Tool ohne Schnickschnack, dafür mit einer einfachen Bedienung, mehr als 250 Vorlagen, fairen Preisen und einem hilfreichen Support. Dass der Anbieter die Daten in Deutschland speichert, sorgt in Sachen Datenschutz für ein gutes Gefühl.
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9. Blog einbinden und mehr Reichweite erzielen

Was jetzt noch fehlt? Ein Blog. Diesen zu pflegen und zu erweitern, kostet zwar Arbeit. Das aber zahlt sich aus.

  • Du erzielst mehr Reichweite.
  • Gute Inhalte fördern das Vertrauen in Marken und Unternehmen.
  • Sie helfen dir, ein besseres Google Ranking zu erzielen.
  • Mit der Hilfe von Blogartikeln kannst du gezielt deine Wunschkunden ansprechen.
  • Du stellst deine Expertise unter Beweis und sammelst Verlinkungen ein.

Entscheidend dafür ist, dass du auf die richtigen Themen setzt. Themen, die deine Zielgruppe interessieren und die – im Idealfall – noch nicht so oft in anderen Blogs behandelt wurden. Sonst wird es schwer, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

Ein einfaches und kostenloses „Tool“ bei der Themenfindung ist Google Suggest. Gib einen Suchbegriff bei Google ein und die Suchmaschine zeigt dir unterhalb des Suchschlitzes häufig gesuchte verwandte Anfragen an. Ebenfalls hilfreich sind der KWFinder*, Google Trends oder Exploding Topics.

Zumindest kurz angesprochen werden sollte hier auch das Thema Linkbuilding. Google legt bei der Bewertung von Webseiten großen Wert auf eingehende Links, also Links, die andere Webseiten auf die eigene setzen. Hierbei kannst du jeden Link auf deine Webseite als eine Art von Empfehlung betrachten. Entscheidend ist neben der Quantität die Qualität von Links. Vertrauenswürdigere Webseite geben verlässlichere Empfehlungen ab. Verkürzt gesagt handelt es sich im besten Fall um Links von vertrauenswürdigen, bekannten und trafficstarken Seiten.

Ein Blog eignet sich hervorragend, um Backlinks, also Links von anderen Seiten zu generieren. Hier darauf einzugehen, wie du dabei vorgehst, würde den Rahmen sprengen. Wertvolle Infos erhältst du aber hier sowie im 30-seitigen gratis Whitepaper „Modernes Linkmarketing für Deinen SEO-Erfolg“.

Tipp zum Schluss: Soziale Medien wie Facebook oder Twitterhelfen dir dabei, deine neue Webseite und deinen Blog zu promoten. Hier gilt dasselbe wie für das Bloggen: Neue Kunden gewinnst du am besten, wenn du regelmäßig etwas veröffentlichst.

Webseiten brauchen Pflege

Keine Angst. Du musst dir nicht alle zwei Monate ein neues Layout überlegen. Aber um deine Webseite frisch und spannend zu halten, ist es gut, mindestens zwei Mal im Monat neue Blogartikel und/oder News zu veröffentlichen, vielleicht ab und an eine Leistung zu ergänzen oder aktuelle Fotos zu veröffentlichen. Ganz wichtig für Freelancer ist, dass die Referenzen auf dem aktuellen Stand sind. Überprüfe außerdem mindestens einmal im Monat Plugins und Co. auf notwendige Updates.

Auf diese Art sorgst du dafür, dass deine Webseite mit deiner Karriere als Freelancer mitwächst. Weder dir noch deinen Kunden oder Google wird es langweilig, alles funktioniert, wie es sollte, und es entstehen keine Sicherheitslücken. Optimale Voraussetzungen für langfristigen Erfolg.

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Dieser Beitrag wurde am von unter Freelancer-News veröffentlicht.
Kai Spriestersbach

Über Kai Spriestersbach

Kai Spriestersbach ist studierter Bachelor of Science in E-Commerce (FHWS) und Inhaber und Chefredakteur von SEARCH ONE. Er ist aktuell berufsbegleitend als Masterstudent an der TH Köln im Fachbereich Web Science und berät Unternehmen in Web-Technologie- und Online-Marketing-Themen. Außerdem ist er als Affiliate Publisher tätig und arbeitet als freier Mitarbeiter für die Online Marketing Agentur eology GmbH. Für die eology hält er regelmäßig Vorträge auf Konferenzen und führt Seminare zu Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter durch. Insgesamt verfügt er über mehr als 16 Jahre Erfahrung im Bereich Online-Marketing und der Webentwicklung und beschäftigt sich bereits seit 2004 mit WordPress.

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