Freelancer Preisverhandlung Preisgestaltung

Wie Du als Freelancer einen Preis durchsetzt

Tipps, wie du dein Honorar aushandeln und deine Preise als Freiberufler durchsetzen kannst, findest du in diesem Beitrag. Der Erfolg deiner Selbstständigkeit hängt maßgeblich davon ab, welchen Preis du für deine Leistung als Freelancer verlangst.

Stundensatz und Honorar sind ein großes Thema für Freelancer: Wie sieht der Marktpreis momentan aus? Was darf ich für meine Erfahrung verlangen? Umfragen, Marktstudien und Analysen gelten aber nur zur Orientierung – als Freiberufler musst du selbst bei deinen Kunden den Preis durchsetzen.

Welche Preise du als Freelancer verlangen kannst

Für Neulinge, aber auch für alte Hasen ist es oft nicht so einfach, als Freelancer Preise für Leistungen  festzulegen. Einige Personen arbeiten auf Stundenbasis, andere erstellen Rechnungen anhand von Projekten, bei Autoren gilt oft sogar ein Wortpreis. Manche Freelancer greifen je nach Auftrag und Kunde zu ganz unterschiedlichen Preismodellen.

Klare Daten zu Preisen, die man als Freiberufler fordern kann, gibt es nicht – und das aus einem simplen Grund: Das Honorar hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, unter anderem:

  • Branche
  • Einsatz-Region
  • Erfahrung des Freelancers
  • Expertise
  • Qualität der erbrachten Leistung

Doch auch die geforderte Leistung beeinflusst den Preis: Einige Arbeiten sind aufwendiger als andere, weil sie unterschiedliche Materialien, Ressourcen und Produkte erfordern. Folgende Ansätze können dir wertvolle Anhaltspunkte für deine Preisfindung geben:

  1. Erforsche den Preis deiner Konkurrenten

Um dir einen groben Überblick über deine Branche zu verschaffen, solltest du zunächst einige Nachforschungen anstellen, bevor du unmittelbar Preisverhandlungen als Freelancer beginnst. Frage in deinem Bekanntenkreis nach, sammle Daten in sozialen Netzwerken, auf Projektplattformen und in Mediadaten.

Weitere gute Quellen sind Stundensatzkalkulatoren, die branchenübliche Stundensatzforderungen von Freiberuflern enthalten. Sie können übrigens auch als Basis dienen, damit du dein Honorar aushandeln kannst.

  1. Vermeide Preis-Extreme

Sobald du dich für einen Stundensatz entschieden hast, kannst du mit der eigentlichen Arbeit beginnen: Kunden finden und deinen Preis durchsetzen. Ein recht häufig zu beobachtender Fehler unter Freelancern ist ein zu niedrig ausgehandelter bzw. angesetzter Stundensatz.

Das Problem: Wer sich zu günstig verkauft, kann später nur schwer Kunden davon überzeugen, mehr zu zahlen. Deine Aufgabe liegt also darin, das Honorar auszuhandeln, indem du deine Kunden davon überzeugt, dass der von dir geforderte Preis gerechtfertigt ist.

  1. Fertige transparente Kostenvoranschläge an

Die Preisverhandlungen als Freelancer müssen dabei immer unter Anbetracht der Verschwiegenheitspflicht laufen. Du kannst zukünftigen Kunden nicht mitteilen, dass andere Klienten mit deinem Preis einverstanden sind, schließlich kannst du es kaum beweisen, ohne deine Verschwiegenheit zu verletzen.

Biete stattdessen transparente Kostenvoranschläge und Angebote an, in denen du den Zeitaufwand nennst und wie viel du dafür verlangst. Begründe jede Entscheidung konkret und sei dabei ehrlich und realistisch.

  1. Nenne einen Preis erst, wenn du alle Details kennst

Du kannst einen Preis nur dann nennen, wenn du die Umstände für das Projekt kennst. Daher solltest du im Kundengespräch offen, interessiert und gezielt nachfragen. Lass dir folgende Daten nennen:

  • Laufzeit
  • Kostenfaktoren
  • besonderer Aufwand

Du musst immer gewinnbringend arbeiten, alles andere lohnt sich nicht – und das musst du einem Kunden auch klarmachen. Er will ja schließlich genau das Gleiche und erwartet daher nichts anderes von dir!

Preise & Stundensätze mit der Zeit anpassen

Gerade bei langfristigen Kunden zögern Freiberufler, wenn sie ihre Preise anpassen. Das ist jedoch häufig eine Notwendigkeit, um die niemand herumkommt. Folgeaufträge sichern natürlich die Existenz, jedoch steigt mit dem Laufe der Zeit auch die Erfahrung des Freelancers – und parallel dazu sein Honorar.

Scheue dich also nicht davor, mit zunehmender Erfahrung mehr Geld zu verlangen. Mach deinem Kunden klar, dass und warum dein Preis allgemein gestiegen ist – nicht nur bei ihm. Und komme ihm zur Not doch z.B. mit einer kleinen aber feinen Sonderleistung entgegen.

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