Junger Mann arbeitet konzentriert im Büro

Was tun, wenn’s finanziell eng wird!? Diese Tipps helfen

Die geliebte Freiheit des Freelancer-Daseins müssen all jene, die sich für diese Beschäftigungsform entschieden haben, vor allem mit einem bezahlen:

Mit einer gehörigen Portion Unsicherheit, denn Freelancer zu sein, bedeutet zwar einerseits „frei“ (=“free“) zu arbeiten, andererseits gibt es gerade deswegen aber auch kein festes Einkommen, das jeden Monat das Auskommen sichert.

Grundsätzlich ist ein umsichtiger Umgang mit den Einnahmen ratsam, um präventiv für die Zeit vorsorgen, in der die Auftragslage knapper ist oder ein Urlaub Verdienstausfall bedeutet.

Neben Informationen zu weiteren Präventivmaßnahmen hält dieser Beitrag aber auch einige Last-Minute-Tipps bereit, wenn es ad hoc knapp in der Kasse des Freelancers wird.

Diese Tipps sorgen kurzfristig für Geld auf dem Freelancer-Konto

Nicht immer ist es möglich, pro-aktiv vorzusorgen für den Fall, dass die Auftragslage einmal dünner wird. Passiert dies unvorhergesehen, helfen diese Tipps dabei, kurzfristig Geld in die Kasse zu spülen.

1.      Rechnungen schreiben.

In einigen Fällen kann es bereits hilfreich sein, bereits erbrachte Leistungen abzurechnen.

Auch wenn es sich nur um Teilleistungen eines größeren Gesamtauftrags handelt, ist dies rechtens, solange nicht explizit eine Endabrechnung vertraglich festgelegt wurde.

Das Argument, das hierbei angebracht werden kann, lautet in Deutschland „Zug-um-Zug“, was so viel bedeutet wie: Wenn die Leistung erbracht wurde, ist die Bezahlung fällig.

Wurde nicht etwa via Werksvertrag ein gemeinsames Zahlungsziel vereinbart, kann der Freelancer als Leistungserbringer ein einseitiges Zahlungsziel auf der Rechnung ausweisen.

Ist das verhältnismäßig kurz oder macht der Freelancer seinem Kunden eine schnelle Rechnungsbegleichung beispielsweise mit Skonto schmackhaft, ist die Chance groß, schnell Geld auf dem Konto zu haben. Unter gesetze-im-internet.de ist der Auszug aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch zu finden, der sich im Paragraf 286 mit dem Zahlungsverzug des Schuldners beschäftigt.

2.      Kredit aufnehmen.

Ist absehbar, dass sich die Auftragslage nicht bereits im nächsten Monat wieder entspannt, ist es sinnvoll, einen Kredit aufzunehmen anstatt den Dispo über die Maßen zu überziehen, was unterm Strich deutlich teurer wird.

Im Online-Vergleich den günstigsten Kredit zu finden, ist bei Kreditheld.de einfach möglich.

Tipp: Es ist durchaus sinnvoll, einen größeren Kredit aufzunehmen, der längere Zeit für ein Aufatmen in puncto Finanzen sorgt. Wer nur ein Monatsgehalt als Kredit aufnimmt, steht im schlechtesten Fall nach 30 Tagen wieder vor einem leeren Bankkonto und muss sich erneut um Kapital bemühen.

Ein höherer Kredit ist zwar finanziell belastender, schafft allerdings auch Freiräume, um sich um neue Aufträge oder Geschäftsideen zu kümmern.

3.      Zahlungsaufschub aushandeln.

Büromaterialien und Computerzubehör auf einem Schreibtisch
Abbildung 2: Kurze Zahlungsziele für Rechnungen, die ein Freelancer an seine Kunden stellt, und lange Zahlungsziele mit den Dienstleistern, die zu bezahlen sind, sind ein guter Mix, um die Zahlungsfähigkeit zu optimieren.

Wer gerade knapp bei Kasse ist und sich nicht mit einem Kredit behelfen kann oder will, muss bei den zu leistenden Zahlungen Prioritäten setzen.

Das heißt: Finanzamt und Versicherungen sowie etwaige Mietkosten und Fixverträge müssen zuallererst bedient werden.

Weitere Rechnungen, die beispielsweise für Produkte oder Dienstleistungen zu bezahlen sind, können entweder nach einer mündlichen oder schriftlichen Einzelabsprache auf den nächsten Monat „geschoben“ werden. Oder es wird bereits im Vorfeld ein Zahlungsaufschub von drei oder gar sechs Monaten vereinbart, was vor allem im Versandhandel immer häufiger praktiziert wird.

Denkbar ist dieser Weg nur dann, wenn absehbar ist, dass die Auftragslage – beispielsweise saisonal bedingt – für einen, zwei oder nur drei Monate mau ist, anschließend aber wieder auf ein vernünftiges Niveau ansteigt.

Prävention ist besser als eine kurzfristige Reaktion auf die finanzielle Schieflage

Wie bereits eingangs erwähnt sieht der Optimalfall eher so aus, dass nicht etwa kurzfristig auf eine finanzielle Schieflage reagiert wird, sondern die Präventivmaßnahmen deutlich stärker greifen und erst gar keine Schieflage auslösen. Diese Tipps können „vorbeugend“ wirken:

Solides Gehalt bezahlen.

Natürlich kann ein Großauftrag dazu verleiten, sich als Freelancer etwas zu „gönnen“. Allerdings macht genau dieses Verhalten notwendige Rücklagen zunichte, die immer dann nötig werden, wenn die Finanzlage nicht so rosig ist.

Sich selbst ein solides Gehalt zu bezahlen, ist der beste Weg, um Rücklagen zu schaffen.

Sollte ein Großauftrag für übermäßige Einnahmen sorgen, kann eine kleine Prämie als Belohnung fungieren – ohne dabei Einnahmen auf den Kopf zu hauen, die als Rücklagen dienen sollten.

Noch sinnvoller ist es, die Prämie erst nach einem Geschäftsjahr auszubezahlen oder dann, wenn das Finanzamt die Steuerschuld erhoben hat.

Leasingmodelle verbessern die Liquidität.

Wer als Freelancer arbeitet, sollte sich ganz grundsätzlich überlegen, wie mit größeren Investitionen umgegangen werden soll.

Eine Anschaffung mithilfe von Eigenkapital ermöglicht die steuerliche Abschreibung – in der Praxis meist über mehrere Jahre hinaus.

Leasing-Modelle verhindern hingegen große Investitionen, was die Liquidität schützt. Immer beliebter wird das Leasen übrigens nicht nur beim Firmenwagen, sondern auch bei der Büroausstattung.

Das Leasen von Druckern oder Kopierern geht in der Regel mit einem praktischen Nebeneffekt einher: Meist gehört ein Rundum-Sorglos-Wartungsvertrag zum Leasingpaket.

Auch wer im Coworking-Space arbeitet, muss sich um diese Anschaffungen in der Regel nicht kümmern. Beim Firmenwagen-Leasing können diejenigen profitieren, die auf Elektro-Autos setzen.

Fahrer von Elektrofahrzeugen müssen im Falle einer Privatnutzung weniger als ein Prozent des Kaufpreises in der Steuererklärung eintragen, heißt es unter handelsblatt.com