Steuer-Tipps für Freelancer: Einkommenssteuererklärung

Die wenigsten Freelancer haben sich auf das Schreiben von Steuererklärungen spezialisiert. Da diese Tätigkeit dennoch zum geschäftlichen Alltag dazu gehört, gibt es an dieser Stelle einige hilfreiche Tipps für die Steuererklärung.

Jeder, der in Deutschland arbeitet und Einkünfte erzielt, ist steuerpflichtig. Die zwei wichtigsten Steuerarten für Freelancer sind die Einkommenssteuer und die Umsatzsteuer. In einigen Fällen kommen die Gewerbesteuer und die Lohnsteuer (wenn Angestellte vorhanden sind) hinzu.

Bestandteile der Einkommenssteuererklärung
Abgabefristen für die Einkommenssteuererklärung
Abgabeform der Einkommensteuererklärung
Unterstützung bei der Erstellung der Einkommenssteuerklärung

Bestandteile der Einkommenssteuererklärung

Ein wichtiger Bestandteil der Einkommenssteuererklärung ist die Einnahmenüberschussrechnung (für Freiberufler) bzw. die Bilanz (bei gewerblich Tätige). Diese Einnahmenüberschussrechnung/Bilanz muss in elektronischer Form an das Finanzamt übermittelt werden. Liegen die Einnahmen unter € 17.500 reicht eine plausible Übersicht der Einnahmen und Ausgaben.

Hinzu kommen diverse Formulare, die direkt vom Finanzamt über die Plattform ELSTER zur Verfügung gestellt werden.

Abgabefristen für die Einkommenssteuererklärung

Freelancer, Freiberufler und Selbständige haben regulär bis zum 31.Juli des Folgejahres Zeit Ihre Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Das heißt, dass für das Geschäftsjahr 2016 dem Finanzamt die Steuererklärung am 31.Juli 2017 vollständig vorliegen muss.

Wer mit einem Steuerberater zusammen arbeitet, kann eine Fristverlängerung von bis zu 14 Monaten beantragen. Jedoch behalten sich die Finanz-Behörden sich vor, alle gesetzten Fristtermin zu kürzen und eine frühere Abgabe der Steuererklärung zu verlangen. Wen eine solche Kürzung trifft, hängt vom Zufall ab, kann aber auch damit im Zusammenhang bestehen, dass Fristen in den Vorjahren nicht eingehalten wurden. Wer zur Vorabgabe aufgefordert wird, muss innerhalb von vier Monaten seine Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt einreichen.

Abgabeform der Einkommensteuererklärung

Ab 2017 dürfen Gewerbetreibende und Freiberufler Ihre Steuererklärung ausschließlich online über die Plattform ELSTER beim Finanzamt einreichen. Ist man nicht in der Lage das Online-Portal zu nutzen, kann beim Finanzamt eine Ausnahmeregelung beantragt werden. Diesem Antrag wird jedoch nur dann zugestimmt, wenn es dem Steuerpflichtigen nicht möglich ist, ohne erheblichen/zumutbarem Aufwand, die Grundlage zur Bedienung der Plattform zu schaffen.

Unterstützung bei der Erstellung der Einkommenssteuerklärung

Die wohl bekannteste Möglichkeit der Unterstützung besteht darin einen Steuerberater mit der Durchführung der Steuererklärung zu beauftragen. Die Arbeit mit einer Steuererklärungs-Software stellt ebenfalle eine sehr gute Möglichkeit dar. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Systeme: Einerseits kann die Software direkt auf den PC aufgespielt und offline bearbeitet werden. Andererseits gibt es Anbieter, die komplett online tätig sind und so die volle örtliche Flexibilität zur Bearbeitung der Unterlagen bieten.

Ein sehr gutes System wird unter dem Namen SmartSteuer zur Verfügung gestellt. Hier kann man sich registrieren und in aller Ruhe alle Formulare ausfüllen. Die Online-Software erkennt aufgrund des eingegebenen Profils automatisch, welche Formulare ausgefüllt werden müssen und gibt zusätzliche Steuereinsparungstipps. Hinzu kommt ein telefonischer Kundenservice. Erst, wenn alles fertig ist, werden die Unterlagen auf elektronischem Wege an das Finanzamt übermittelt. Die Kosten liegen pro Steuererklärung zwischen € 14,95 und € 34,95. Sie sind abhängig vom Umfang der Einkommenssteuererklärung.

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