Mitarbeiterbindung in Zeiten des Fachkräftemangels

Deutschland leidet unter einem Fachkräftemangel. Diese Botschaft transportieren die Medien Tag für Tag und die betroffenen Firmen spüren diese Einschränkungen stündlich. Manche Personal-Lücke lässt sich nur schwer schließen, was im schlimmsten Fall zu verlorenen Aufträgen, weniger Kunden und Umsatzeinbußen führen kann. Gleichzeitig schläft die Konkurrenz bekanntermaßen niemals, der Wettbewerbsdruck ist hoch. Heutzutage müssen die meisten Firmen daher Zugeständnisse machen, um qualifizierte Bewerber anzuwerben und auch halten zu können.

Extrinsische Motivation

So lassen sich große wie kleine Unternehmen einiges einfallen, damit gute Mitarbeiter möglichst dauerhaft angestellt bleiben. Oftmals locken äußere Anreize das betreffende Fachpersonal in ein Unternehmen. Dies ist jedoch nur der erste Schritt, denn der Wunsch, dauerhaft zu bleiben entwickelt sich meist nur wenn eine persönliche Bindung aufgrund von innerer Motivatoren aufgebaut wird. Sicher stellt eine regelmäßige Gehaltserhöhung, ein Firmenwagen oder das bezahlte ÖPNV-Ticket einen tollen Anreiz dar. Auch der eigene Parkplatz, bezahlte Überstunden und das Tablet für unterwegs sind schicke Ideen. Am Ende wird jedoch nur noch gearbeitet, um die eigenen Finanzen auf diese Weise zu verbessern und noch mehr Belohnungen zu kassieren. Interessanterweise führt eine solche Arbeitsmotivation, die nur von außen kommt, zu nachlassenden Qualitäten; sei es bei den Ergebnissen der Arbeit, bei Themen wie Pünktlichkeit und Pausenlänge oder allgemein beim Engagement.

Die innere Motivation

Dieser extrinsische Anreiz steht der intrinsischen Motivation gegenüber: Die Arbeit wird um ihrer selbst Willen erledigt. Der Mitarbeiter ist innerlich und damit emotional stark an seinen Aufgaben beteiligt. Er möchte gute Ergebnisse erzielen, weil es ihm Freude macht, nicht, weil eine Belohnung vonseiten des Chefs winkt. Diese ist willkommen, dennoch wäre der Einsatz kaum geringer, wenn es sie nicht gäbe. Ein Lob zur rechten Zeit wird gern gehört, dennoch wurde der Job angetreten, weil die Arbeit eine hohe Zufriedenheit verspricht. Ein solcher Mitarbeiter geht selten in die innere Kündigung und ist leicht für Neues und für anspruchsvolle Tätigkeiten zu begeistern.
Doch auch diese Mitarbeiter lassen sich natürlich gern verwöhnen, um es etwas überspitzt auszudrücken. Schließlich ist ein Jobverhältnis zunächst geprägt durch den Austausch von Leistung und Geld. Doch wo Abwanderung droht, muss sich jeder Arbeitgeber etwas einfallen lassen, um den Anreiz zum Bleiben zu erhöhen.

Begeisterung wecken

Betriebskindergärten auf der einen Seite, höhenverstellbare Schreibtische auf der anderen Seite sind gute Investitionen in die Zukunft. Eltern mit kleinen Kindern sind froh um eine qualifizierte Unterbringung, die ihren Arbeitszeiten entspricht. Gute Büromöbel dienen dem Schutz der Körper- und Mentalkraft. Bekanntermaßen sind höhenverstellbare Schreibtische und rückenfreundliche Stühle der Gesundheit und damit Leistungskraft förderlich. Kann ein kleines Unternehmen diesen Service nicht leisten, lässt sich Motivation beispielsweise durch das persönliche Engagement des Chefs stärken. Er kann selbst eine wöchentliche Rückenschule in der Firma leiten. Nicht zuletzt sind aktives Zuhören, ein respektvoller, offener Umgang mit den Mitarbeitern und die Vorstellung der Ziele und Visionen des Hauses gute Vorbedingungen, sie auch bei kleinerer Kasse lange zu halten.

Textquellen:
http://www.lernpsychologie.net/motivation/intrinsische-motivation
http://karrierebibel.de/mitarbeiter-motivieren-beispiele/
http://arbeitgeber.monster.de/hr/personal-tipps/personalmanagement/personalfuhrung-entwicklung/mitarbeiterbindung-so-funktionierts-035920.aspx

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