Bei der Praxisabgabe gibt es attraktivere Lösungen für Ärzte, die Wert auf freiberufliches Arbeiten legen, als das MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum).
Bei einer bevorstehenden Praxisabgabe sei das Integrieren der eigenen Praxis in eine Kooperation eine interessante Option für jeden sechsten Arzt, so das Ergebnis einer Leserumfrage der „Ärzte Zeitung“ und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank apoBank.
Aber welche Möglichkeiten gibt es?
"Wer eine Kooperation eingehen will, hat seit Inkrafttreten des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes eine große Auswahl", so Carsten Burchartz, Abteilungsdirektor Gesundheitsmärkte und -politik der apoBank, in der „Ärzte Zeitung“.
Gemeinschaftspraxen seien besonders für diejenigen eine gute Alternative, denen freiberufliches Arbeiten und die dadurch entstehende Selbstbestimmung wichtig ist.
Weitere erfolgreiche Modelle seien Teilgemeinschaftspraxen, die Beschäftigung von Ärzten oder das Gründen eines Gesundheitszentrums.
Letzteres ermögliche es den Ärzten, die sich hier als Mieter oder Teilhaber zusammenschließen, die eigene Praxis freiberuflich weiterzuführen. Besonders die Teilhaberschaft böte den Ärzten viele Vorteile. So seien sie in der Lage, ihre Mitgestaltungsrechte zu wahren und an der Wertschöpfung des Gesundheitszentrums teilzuhaben. Außerdem sei hier die Möglichkeit vorhanden, dass die Ärzte bei nicht-medizinischen Tätigkeiten unterstützt werden könnten - in dem Umfang, in dem sie es wünschten. Ein weiterer Vorteil, so Burchartz, sei, dass dieses Modell das Zentrum für umliegende Kliniken als Kooperationspartner interessant mache.
Finanzielle Risiken und Belastungen könnten durch erprobte Finanzierungsmodelle minimiert werden.
Laut Burchartz sähen immer mehr Ärzte die Vorteile dieses Kooperations-Modells, da die Struktur ihnen ermögliche, ihre unternehmerische Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.
Quelle: www.aerztezeitung.de
