Ein möglicher Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist auch für die Bundesärztekammer nichts Neues. Bereits in einer Sitzung im Jahr 2008 wurde beschlossen, sich beim der darauf folgenden näher mit Maßnahmen zu beschäftigen, die dem drohenden Mangel an medizinischen Fachkräften entgegenwirken.
Entsprechend wurde 2010 festgehalten, dass mittelfristig die Gefahr besteht, das Aufgaben in der ambulanten Versorgung nicht mehr ausreichend bewerkstelligt werden können, da bis 2030 mit einem Rückgang den Beschäftigten auszugehen sei; aufgrund steigender Lebenserwartung und längerer Berufstätigkeit werden bis dahin ca. 700.000 Arbeitskräfte mehr im Gesundheitswesen gebraucht.
Quelle: Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., München 2008
Es wurden zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und Qualität der Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten angestoßen. Über Möglichkeiten, wie man Berufe im Gesundheitswesen für Freibrufler interessanter machen kann, wurde allerdings nicht debattiert. Dabei können gerade freie Mitarbeiter sowohl in Krankenhäusern als auch in Praxen Personalschwankungen flexibel abfedern.
Sicherlich ist es extrem wichtig, dass es gut ausgebildeten Nachwuchs gibt. Damit der Nachwuchs aber auch anschließend der Gesundheitsbranche treu bleibt und / oder nicht ins Ausland abwandert, weil die Bedingungen dort den eigenen Vorstellungen viel besser entsprechen, sollten auch in Deutschland flexible Arbeitsmodelle angeboten werden, so dass es beispielsweise auch problemlos möglich ist, als Freiberufler an unterschiedlichen Einsatzorten tätig zu sein.

