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IT

2012
15
Mai

Studie: IT in Krankenhäusern

Beitrag von Maike / Kategorie: Allgemein

Die Studie „Effectiv-IT: Wertschöpfung von IT – Hemmnisse und ökonomische Bewertung von health-IT in Krankenhäusern“ von Prof. Dr. Britta Böckmann von der Fachhochschule Dortmund beleuchtet den Stellenwert von IT in Krankenhäusern in Bezug auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Die Studie untersucht in besonderem Maße, welche Faktoren hemmend oder förderlich sind.

Die Aufgaben

Die Aufgaben der IT-Abteilung sind der Studie zufolge in erster Linie Betreuung und Wartung der Technik (99,04%), telefonischer Support (96,15%) sowie die Betreuung von IT-Projekten (94,23%) und Anwendern (91,35%). Das Training der Mitarbeiter hingegen spielt nur selten eine Rolle in Krankenhäusern.

Der Nutzen

Die Frage „Wie unterstützen IT-Systeme Ihre tägliche Arbeit?“ gaben 66 Prozent der Befragten an, die IT unterstütze sie gut bis sehr gut in der täglichen Arbeit, lediglich 10 Prozent antworteten, sie fühlten sich nur ausreichend bis mangelhaft unterstützt.

Rund 60 Prozent der Befragten bewertete den Einsatz des IT-Krankenhausinformationssystems in Bezug auf den Beitrag zur Wirtschaftlichkeit mit gut bis sehr gut. Für die optimale Unterstützung der täglichen Arbeit wurden folgende Faktoren als wichtig genannt: Die Benutzerfreundlichkeit der Systeme (80,32%) und die Verfügbarkeit (52, 13%).

Auch in den administrativen Prozessen ist die IT unverzichtbar, zum Beispiel bei der Dokumentation von Diagnosen und Prozeduren (71,28%), der Patientenverwaltung (69,15%) und dem Schreiben des Arztbriefes (67,55%).

Beim Patientenkontakt wurde der Einsatz von IT aber eher als Hürde denn als Vorteil betrachtet – nach Angaben der Befragten verhindere verstärkter Einsatz von IT eine gute Arzt-Patienten-Beziehung.

Die Studie

Die Studie wurde 2011 unter 2030 deutschen Kliniken durchgeführt, insgesamt 3500 Personen wurden kontaktiert.

Hier finden Sie die komplette Studie als PDF.

2011
13
Okt

Global E-Health Forum in Hamburg

Beitrag von Christiane / Kategorie: Allgemein, Events

3 Tage, internationale Beteiligung, es geht um "Designing Personalized Healthcare". Ich bekomme ein bisschen Einblick in die Themen, die die Branche interessieren. Es geht viel um das Spannungsfeld Patientendaten und Datenschutz, aber auch darum, wie man über Telemedizin zB dünn besiedelte Regionen besser versorgen kann.

Mein Eindruck ist auch, dass das Gesundheitswesen ohne IT-Systeme überhaupt nicht mehr klarkommt - eine mäßig interessante Erkenntnis, geht es damit der Branche doch so wie allen anderen auch. Aber irgendwie hat die Branche Besonderheiten: Die Anforderungen an Ethik und Sicherheit sind höher als anderswo, was auch folgerichtig scheint. Schließlich geht es durchaus öfter mal um Leben und Tod.

Was ich nicht verstehe: Wo sind die Vertreter der Gesundheitsbehörden? Das Thema hat hohe Relevanz, die Konferenz hat gute Speaker.

Interessant: Der Vortrag von Asklepios eHealth über das Thema eHealth und was man von Social Media lernen kann. Simplify... Bei den komplexen Themenstellungen in dem Bereich sicher nicht einfach. Trotzdem interessante Ansätze, auf jeden Fall gibt es jede Menge Entwicklungsbedarf an der Schnittstelle IT und Healthcare. Aber auch Software Assisted Medicine (CompuGroup Medical) hat offensichtlich viel Potenzial.

Abschluß war ein Rundgang durch das UKE (wahlweise auch andere Krankenhäuser), ihre IT haben sie gut im Griff, trotzdem fühle ich mich in so einer Umgebung immer unwohl und bin dankbar, dass ich gesund bin.

Fazit: Viel gelernt, interessante Gespräche geführt, neue Ideen generiert. Well done, Handelskammer Hamburg, IBM und ICC.