Die Studie „Effectiv-IT: Wertschöpfung von IT – Hemmnisse und ökonomische Bewertung von health-IT in Krankenhäusern“ von Prof. Dr. Britta Böckmann von der Fachhochschule Dortmund beleuchtet den Stellenwert von IT in Krankenhäusern in Bezug auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Die Studie untersucht in besonderem Maße, welche Faktoren hemmend oder förderlich sind.
Die Aufgaben
Die Aufgaben der IT-Abteilung sind der Studie zufolge in erster Linie Betreuung und Wartung der Technik (99,04%), telefonischer Support (96,15%) sowie die Betreuung von IT-Projekten (94,23%) und Anwendern (91,35%). Das Training der Mitarbeiter hingegen spielt nur selten eine Rolle in Krankenhäusern.
Der Nutzen
Die Frage „Wie unterstützen IT-Systeme Ihre tägliche Arbeit?“ gaben 66 Prozent der Befragten an, die IT unterstütze sie gut bis sehr gut in der täglichen Arbeit, lediglich 10 Prozent antworteten, sie fühlten sich nur ausreichend bis mangelhaft unterstützt.
Rund 60 Prozent der Befragten bewertete den Einsatz des IT-Krankenhausinformationssystems in Bezug auf den Beitrag zur Wirtschaftlichkeit mit gut bis sehr gut. Für die optimale Unterstützung der täglichen Arbeit wurden folgende Faktoren als wichtig genannt: Die Benutzerfreundlichkeit der Systeme (80,32%) und die Verfügbarkeit (52, 13%).
Auch in den administrativen Prozessen ist die IT unverzichtbar, zum Beispiel bei der Dokumentation von Diagnosen und Prozeduren (71,28%), der Patientenverwaltung (69,15%) und dem Schreiben des Arztbriefes (67,55%).
Beim Patientenkontakt wurde der Einsatz von IT aber eher als Hürde denn als Vorteil betrachtet – nach Angaben der Befragten verhindere verstärkter Einsatz von IT eine gute Arzt-Patienten-Beziehung.
Die Studie
Die Studie wurde 2011 unter 2030 deutschen Kliniken durchgeführt, insgesamt 3500 Personen wurden kontaktiert.
