Vergangenes Jahr ist die Zahl der Freiberufler in Heilberufen erneut gestiegen. Laut einer Statistik des Bundesverbandes Freie Berufe (BFB) stieg die Zahl der Freiberufler im Allgemeinen um 2,24 Prozent, das ist mehr als noch 2009. Der Zuwachs der Freiberufler in Heilberufen beträgt 1,5 Prozent.
Anzahl der Freiberufler im Allgemeinen 2009: 1,114 Mio.
Anzahl der Freiberufler im Allgemeinen 2011: 1,139 Mio.
Freiberufler in Heilberufen 2009: 335.000
Freiberufler in Heilberufen 2011: 340.000
Freiberufler essentiell für deutsche Wirtschaft
Obwohl der Zuwachs laut BFB nicht so massiv ausfiel, wie in den letzen sieben Jahren, seien die freien Berufe ein Wachstumssektor. Die Wichtigkeit der Freiberufler für die deutsche Wirtschaft hob der BFB Geschäftsführer Arno Metzler auch in einer Pressemitteilung hervor: „Sie untermauern ihre Position als wirtschaftliches, gesellschaftliches und damit politisches Schwergewicht, erwirtschaften sie doch jeden zehnten Euro.“ Hinzu kommt auch, dass es immer mehr Freiberufler gibt, die als Arbeitgeber in Erscheinung treten.
Die vier Säulen der freien Berufe
Die freien Heilberufe zogen zwar mit 1,5 Prozent am wenigsten an, doch die freien Berufe, die in Kammern organisiert sind, konnten nur ein Plus von 0,2 Prozent verzeichnen. Um 2,9 Prozent stiegen die Freien Kulturberufe, von 277.000 auf 285.000 und sind damit am stärksten gewachsen. Die freien technisch-naturwissenschaftlichen Berufe folgen mit einem Zuwachs von 2,5 Prozent. 2,3 Prozent mehr Freiberufler sind in den freien rechts-, wirtschafts- und Steuerberaterberufen tätig.
Metzler betonte trotz allem gegenüber der FAZ, dass ihm die Stagnation der Zahlen von Freiberuflern in Kammern sorgen bereite. Vie empfänden die Selbstständigkeit in der heutigen Zeit als risikoreich und wären lieber in einem Angestelltenverhältnis tätig. Doch die oben genannten Zahlen zeigen offenbar das Gegenteil. Deshalb müsse laut Metzler diskutiert werden, ob es nicht sinnvoll wäre, dass der Staat Freiberuflern weitere Aufgaben übertragen sollte, nämlich solche, die er bislang selbst übernimmt.
Quelle: http://www.up-aktuell.de/

