Immer mehr niedergelassene Ärzte in Deutschland schließen sich zu einer eingetragenen Genossenschaft (eG) zusammen – laut Financial Times Deutschland sind es bereits mehr als 6500 Mediziner, die sich dem Bundesverband der Ärztegenossenschaften (BVÄG) angeschlossen haben. Sie sind nicht die einzigen: So haben sich mehrere tausend Mediziner zu eigenständigen Netzwerken zusammen getan.
Während die Mehrheit der Ärzte den Zusammenschluss zu Genossenschaften scheut, um ihre Unabhängigkeit zu bewahren, ist die eG eher als ein Mittel zum Zweck zu betrachten.  Die Vorteile der eG lägen auf der Hand, findet Gunnar Herberger, der Vorsitzende der BVÄG: „Sie erlaubt - anders als ein Verein - den Abschluss wirtschaftlicher Verträge und bietet damit Rechtssicherheit.“
Auch sei es von großer Wichtigkeit, sich zu organisieren, um eigene Interessen durchzusetzen – fernab zum Beispiel von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV).
Lobbyarbeit und Rechtssicherheit statt freiberuflicher Unabhängigkeit – die Entscheidung dürfte vielen niedergelassenen Ärzten nicht leicht fallen und bleibt letztendlich, wie so vieles im Leben, eine Frage der eigenen Persönlichkeit...
Quelle: Financial Times Deutschland
