SUCHE   
  

IT Freelancer

2012
29
Mrz

Unternehmen profitieren gleich mehrfach vom Einsatz von IT-Freelancern. Das belegt eine Studie der Universität der Bundeswehr München im Rahmen des interdisziplinären BMBF-Forschungsprojektes „Freelancer im Spannungsfeld von Flexibilisierung und Stabilisierung (FlinK)“ am Lehrstuhl von Prof. Stephan Kaiser in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Fernuniversität Hagen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

81 Prozent der Befragten auf der Unternehmensseite gaben an, dass IT-Freelancer als Experten ihres Fachs und als Vermittler dieser Expertise gelten – durch Zusammenarbeit und schriftliche Dokumentation.

Folgerichtig werden Freelancer auch als Coach für die Mitarbeiter eingesetzt. Hier ist die Kombination aus Fachwissen und so genannten Soft Skills ein Plus für Unternehmen wie für Freelancer.

Weiterhin gaben 88 Prozent der Unternehmensvertreter an, dass gemischte Projektteams produktiver seien als rein interne Teams. Die Gründe hierfür seien, so die Studie, der Faktor „frischer Wind“ durch innovatives Denken und unvoreingenommenes Herangehen der Freelancer sowie der bereits genannte Wissenstransfer.

Ziel des Forschungsprojektes, für das sowohl Freelancer als auch Entscheidungsträger und Projektverantwortliche auf Unternehmensseite befragt wurden, ist es, anwendungsorientierte Konzepte und Handlungsempfehlungen für den erfolgreichen Einsatz von Freelancern zu entwickeln.

Die Studie "IT-Freelancer als Phänomen einer Arbeitswelt im Wandel – Einsatz im Unternehmen, Führung im Team und Wissensmanagement" können Sie hier kostenfrei downloaden.

(Quelle: Universität der Bundeswehr München)

2010
26
Okt

Welche freie Tätigkeit als freier Beruf anerkannt wurde, darüber herrschte lange Uneinigkeit. Nun wurden neue Urteile durch den Bundesfinanzhof (BFH) gefällt, die z.B. auch Systemadministratoren oder freie IT-Projektleiter, die keine klassischen Studiengänge nachweisen konnten, aber als Autodidakten erfolgreich waren, den Status der Freiberuflichkeit zugestehen.

Das hat den Vorteil, dass keine Gewerbesteuer bezahlt werden muss. Aber Vorsicht ist geboten, wenn es um die Einkommenssteuer geht, die entrichtet werden muss und empfindliche Nachzahlungsforderungen auslösen kann.

Der Bundesfinanzhof hatte Urteile zu fällen, in denen es um die steuerliche Einordnung von selbständigen IT-Spezialisten ging.

So stellte der BFH fest, dass ein staatlich geprüfter Betriebswirt-EDV auch die Aufgaben eines Diplom-Informatikers für diverse Firmen ausgeführt hatte. Dieser hatte autodidaktisch die Wartung und Einrichtung von Systemsoftware für diese Firmen übernommen und damit einen ingenieurähnlichen und somit freien Beruf ausgeübt.
BFH, Az: VIII R 63/06

Für mehrere Unternehmen war auch ein Diplom-Ingenieur für technische Informatik als selbständiger Systemadministrator zuständig und benutzte für seine Arbeit eigens erstellte Dienstprogramme. Der BFH ging davon aus, dass er klassische Ingenieursleistung anböte und stufte ihn somit als Freiberufler ein.

Wenn Sie sich in den Präzedenzurteilen wieder erkennen, dann teilen Sie am besten Ihrem Finanzamt schnellstmöglich mit (in Form von Auflistungen der ausgeübten Tätigkeiten bis hin zu Belegen/Rechnungen), dass Sie als Freiberufler eingestuft werden möchten. Sollte das Finanzamt Ihrer Darlegung nachgehen, so ändern sich alle noch nicht bestandskräftigen Steuerbescheide und die Gewerbesteuerbescheide werden aufgehoben.

(Quelle: http://www.gruenderlexikon.de)

2010
15
Okt

Der „IT Freelancer des Jahres 2010“ wird noch immer gesucht. Dazu veranstaltet das IT Freelancer Magazin einen Wettbewerb mit Unterstützung der Gesellschaft für Informatik (GI) und hat nun die Frist auf den 15.12.10 verlängert.

IT-Freiberufler und ihre Bedeutung sind mit der Informationstechnik als Schlüsselindustrie längst etabliert. Mittlerweile gibt es in Deutschland weit über 50.000 externe IT-Spezialisten. Ihr Umsatz beträgt jährlich rund fünf Milliarden Euro. Ob für Banken, Versicherungen oder öffentliche Verwaltung - ohne sie würden viele IT-Projekte nicht gestemmt. Dennoch gehört der freiberufliche IT-Experte zu den eher unbekannten Wesen in der modernen Wirtschaft. Zwar ist die Spanne dessen, was er an Know-how anbietet, enorm. Das persönliche Marketing hinkt jedoch hinterher.

Daher will diese Aktion Bewusstsein für ganzheitliche, persönliche Bestleistungen schaffen und stärken. Zugleich wird der IT-Freiberufler als wichtiger Wirtschaftsfaktor herausgehoben. Gefragt beim Wettbewerb sind: marktfähige Qualifikation, aussagekräftige Präsentation, Referenzen von Kunden und Stärken der Persönlichkeit. Welche Unterlagen die Teilnehmer dafür auswählen, liegt bei diesen selbst. Sie schicken die Unterlagen per E-Mail an itfreelancer2010@itfreehref. info oder per Post an den Verlag. Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2010.

2010
12
Okt

Oktober 2010. Gründercoaching Deutschland und aktuelle BFH-Urteile eröffnen Informatikern neue Chancen – Beitrag von Peter Brenner

Der Start in die Selbständigkeit ist für Informatiker ein mutiger Schritt, der durch neue Aspekte erleichtert wird, weiß Peter Brenner, Existenzgründungsberater, Coach und Sachverständiger im Bereich der Informatik. Eine erfolgversprechende Existenzgründung könnte nach folgendem Szenario verlaufen:

1. Schritt: Ausgangsposition
Bedingt durch Studienabschluss, Arbeitslosigkeit, Outsourcing oder auch als freiwilligen Schritt in die Selbständigkeit wird eine erste Geschäftsidee entwickelt.
Fragen: Was sind meine Kernkompetenzen und wie stelle ich sie dar? Gibt es potentielle Klienten dafür? Wie mache ich auf mich aufmerksam? Verfüge ich über genügend Kontakte? Bin ich bereit Marketing und Akquisition vorzunehmen?

2. Schritt: Persönliche Rahmenbedingungen ermitteln
Wichtig für die Umsetzung einer Geschäftsidee ist deren Bewertung, die Feststellung der eigenen fachlichen
Eignung und die Selbsteinschätzung des Gründers.

Hier einige Anregungen:
Klärungsbedarf: Ist die Dienstleistung neu auf dem Markt oder mit einem besonderen Service verbunden? Ist die Leistung preislich richtig eingeordnet? Reicht die Qualität der Dienstleistung aus? Wurde die Zielgruppe sorgfältig ermittelt? Kann die Dienstleistung nur schwer von anderen angeboten werden? Wird die Dienstleistung vom persönlichen Können und Engagement bestimmt? Verfügen Sie über eine Berufsausbildung, die zu Ihrer Geschäftsidee passt oder haben Sie entsprechende Erfahrungen? Waren Sie dabei auch eigenständig und verantwortlich tätig? Sind Ihre Kenntnisse auf dem neuesten Stand? Konnten Sie sich regelmäßig weiterbilden? Beurteilen Sie Ihre Fähigkeiten als überdurchschnittlich gut? Sind Sie körperlich und geistig stark belastbar? Sind Sie in der Lage, sich für ein Thema hundertprozentig zu engagieren? Können Sie sich selbst Ziele setzen und diese konsequent verfolgen? Kennt Ihre Familie Ihre Planungen zur Existenzgründung? Steht Ihr Partner dem Vorhaben positiv gegenüber? Können Ihnen andere bei den fachlichen oder kaufmännischen Aufgaben helfen? Verfügen Sie mindestens über grundlegendes kaufmännisches Wissen? Verfügen Sie über Erfahrung im Umgang mit Menschen? Macht Ihnen dieser Umgang Spaß?

3. Schritt: Business-Plan erstellen
Ein solcher Plan gibt dem Gründungsvorhaben ein Fundament. Gleichzeitig ergeben sich bei der Erarbeitung Fragen, die es zu beantworten gilt und es kommt zu notwendigen Festlegungen. Fürs Erste genügt eine Einnahmen-/ Ausgabenrechnung, um die Wirtschaftlichkeit der geplanten Unternehmung zu ermitteln. Inhalte: Geplanter Jahresumsatz (Welchen Stunden- / Tagessatz kalkuliere ich bei wie viel Beratungstagen im Jahr?) Wie hoch sind meine Personal- und Geschäftsraumkosten? Wie viel setze ich für Reisekosten, Telekommunikation, Steuerberater, Abschreibungen, Marketing und Akquisition, Versicherungen, Fortbildung an? Welche Umsatzrentabilität ergibt sich daraus?

4. Schritt: Fördermittel ausloten read-more

 
 

eon Karriere Banner