Die IT-Branche bietet heute viele Möglichkeiten, sich beruflich zu entfalten – sowohl im Rahmen einer Beschäftigung wie auch als Freelancer. Speziell das Internet hat diesem Trend erheblichen Auftrieb verliehen. Wer sich im IT-Bereich für die Selbständigkeit entscheidet, steht allerdings nicht nur vor der beruflichen Herausforderung, sich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu müssen, auch der Vorsorgeaspekt gewinnt an Bedeutung.
Vorsorge für IT-Freelancer
Dabei muss zwischen verschiedenen Bereichen unterschieden werden. Auf der einen Seite steht hier der allgemeine, alltägliche Vorsorgeaspekt, dessen wesentliche Instrumentarien die Kranken- oder Gewerbeversicherung sind. Darüber hinaus sollte man als Freelancer aber immer auch ein Stück weiter denken und abstrakte Risiken im Auge behalten.
Die Altersvorsorge ist diesbezüglich bei den meisten Freiberuflern/Selbständigen präsent. Was passiert aber in der Zeit zwischen Berufseinstieg und Altersrente, wenn plötzlich – egal, aus welchem Grund – die eigene Arbeitskraft ausfällt? Leider unterschätzen nicht nur Beschäftigte dieses Risiko, auch IT-Freelancer vernachlässigen das Risiko der eigenen Arbeitsunfähigkeit.
Berufsunfähigkeit: Randerscheinung oder Alltagsphänomen
Dabei ist die Berufsunfähigkeit heute schon lange keine Randerscheinung im Arbeitsleben mehr, welche nur Einzelfälle betrifft. Im Gegenteil: Betracht man die Statistiken, kann jeder vierte Erwerbstätige bis zur Rente berufsunfähig werden. Und es sind schon längst nicht mehr klassische Berufe aus Baubranche oder Handwerker, die betroffen sind.
In den vergangenen Jahren haben sich auch die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit verändert. Unfälle werden in den Statistiken nur noch rund zehn Prozent der Arbeitsunfähigkeit zugeordnet. Überdurchschnittlich oft sind dagegen psychische Leiden, Krebs sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden vertreten. Alles Diagnosebilder, die auch für IT-Freelancer zum Risiko Berufsunfähigkeit führen.
BU-Versicherung: Das private Instrument zur Vorsorge
Was bleibt, ist die Frage nach Sicherheit. Verbraucherexperten und Versicherungsfachleute sind sich in diesem Zusammenhang einig, dass nur die private Vorsorge für ein ausreichend dicht geknüpftes Sicherheitsnetz in Frage kommt. Denn seit vor einigen Jahren die Berufsunfähigkeit aus dem Kontext der gesetzlichen Rentenversicherung gestrichen wurde, ist die staatliche Unterstützung nicht mehr ausreichen.
Darüber hinaus ist das Potenzial der Rücklagen in den seltensten Fällen ausreichend, um einen über Jahre andauernden Ausfall der Arbeitskraft zu bewältigen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist damit gerade für IT-Freelancer eine der wenigen Möglichkeiten, um den Folgen der Arbeitsunfähigkeit wirksam entgegenzutreten.
Ein Gastbeitrag von:
Rene Petzold
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