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BVSI

2011
06
Okt

BVSI-Pressemeldung 27. September 2011

Die Lage auf dem IT-Projektmarkt ist momentan außerordentlich gut. Das Beratergeschäft boomt und der Projektmarkt scheint von einer Krise weit entfernt. Trotzdem sollten sich IT-Berater die Frage stellen, wie es weiter geht. Denn die aktuellen Aktienmärkte, die immer ein Seismograf für wirtschaftliche Veränderungen sind, unterliegen extremen Schwankungen. In welche Richtung sich die Wirtschaft im nächsten Jahr entwickelt, ist deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorauszusehen.

Die Lage auf dem Aktienmarkt biete erfahrungsgemäß Hinweise darauf, wie die Wirtschaftslage und damit auch die Situation der IT-Freiberufler in einem halben Jahr aussehe, sagt BVSI-Vorstand Dr. Dirk Bisping. “Zurzeit kann noch niemand eine verlässliche Voraussage treffen, wie sich der IT-Projektmarkt weiter entwickelt, aber die Warnsignale mehren sich.“

Zur Erinnerung: Als in den Jahren 2001 und 2008 die Aktienmärkte einbrachen, wurde etwa ein halbes Jahr später der IT-Markt von der wirtschaftlichen Talfahrt erfasst. - Gegenwärtig häufen sich wieder die Vorzeichen einer globalen Wirtschaftskrise: Mehrere EU-Staaten sind vom Kollaps bedroht und es besteht definitiv eine Bedrohungslage für die Weltwirtschaft.

Von einer Abkühlung des IT-Marktes ist hingegen nichts zu spüren. Die IT-Geschäfte laufen ausgezeichnet. „Was Berater vor zwei Jahren noch an Anfragen in einem Monat erhielten, bekommen sie jetzt pro Woche“, weiß Dr. Bisping. Neue Statistiken belegen zudem, was viele BVSI-IT-Freiberufler bestätigen: Die Honorare sind je nach Themengebiet im Vergleich zum Vorjahr um 5 bis 15 Euro gestiegen. Die Nachfrage nach freiberuflichen IT-Spezialisten ist enorm, es herrscht ein echter Fachkräftemangel.

IT-Freiberufler sind jetzt mit der Frage konfrontiert, wie sie in dieser „durchwachsenen“ Lage agieren. Bleiben sie in einem gesicherten Engagement oder geben sie die Position auf, um mehr Geld zu verdienen? Manche Experten sind schon jahrelang für einen Kunden tätig und erhalten ein gutes, aber nicht exorbitantes Honorar. Diese denken vielleicht über einen Wechsel zu einem Kunden nach, der höhere Honorare zahlt. Andere entscheiden sich, bei dem Unternehmen zu bleiben, in dem sie sich eine sichere Position erarbeitet haben. Dabei nehmen sie in Kauf, dass sie nicht zum Spitzensatz arbeiten.

„In Anbetracht der sich mehrenden Warnsignale empfiehlt der BVSI den IT-Beratern, eher auf Sicherheit setzen, sich ein vertrautes Arbeitsumfeld zu erhalten und finanzielle Reserven anzulegen, um eine möglicherweise längere Durststrecke zu überstehen“, so Dr. Bisping. Denn es sei leider zu befürchten, dass es zu einem Wirtschaftsabschwung komme, der noch über das Jahr 2012 hinaus gehen könne.

2011
01
Sep

Interview mit dem BVSI-Vorstand und Sachverständigen/ Existenzgründungscoach Peter Brenner zu Gründung und Marketing für IT-Freiberufler

Wer kann IT-Freiberufler? Gibt es bestimmte Eigenschaften, über die selbständige ITFachleute
verfügen sollten?

Risikobereitschaft, Unternehmerqualitäten und Belastbarkeit fallen mir als erstes ein. Es gehört Mut dazu, aus einem relativ sicheren Angestelltenverhältnis in eine freie Mitarbeit zu wechseln, mit allen ihren Chancen, aber auch Risiken. Außerdem ist bei einem Einzelunternehmer natürlich unternehmerisches Denken und Handeln erforderlich. Der IT-Freiberufler muss ja nicht nur Woche für Woche optimale Beratungsleistungen, sondern auch die administrativen Aufgaben für das eigene Unternehmen erbringen. Hinzu kommen Marketing- und Akquisitionsaufgaben, die selbständige IT-Berater nicht unbedingt gern erledigen.

Sie betonen den unternehmerischen Aspekt bei der Tätigkeit von IT-Freiberuflern. Ist Selbstmarketing ein Thema für IT-Freiberufler?

Selbstverständlich. Woher sollen sonst zukünftige Aufträge generiert werden? Ein IT-Freiberufler sollte heutzutage nicht nur Networking betreiben, sondern auch die Möglichkeiten der Social Media nutzen. Das bedeutet Xing - Twitter - Facebook einzubeziehen, Kontakte aus der Angestelltenzeit zu pflegen und auszubauen, die Homepage ansprechend gestalten sowie die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie dem BVSI erwägen. Der BVSI bietet zusätzlich Patenschaften an. Die Existenzgründer werden dabei von den sehr erfahrenen IT-Beratern intensiv unterstützt.

Was sollten Existenzgründer in der IT beachten?

Sie sollten von Anfang auf eine strategisch ausgerichtete Positionierung im Beratermarkt achten:
Welche Themen kann und will der IT-Freiberufler beraten? Wie kann sich der Selbständige den Freiberuflerstatus sichern und die Scheinselbständigkeit bzw. Rentenversicherungspflicht verhindern? Wichtig ist auch das Thema der Vertragsgestaltung hinsichtlich Haftung und Kundenschutz.

Welche Gefahren lauern, wenn IT-Berater lange Jahre im Einsatz sind?

Das Szenario verläuft meist so: IT-Berater haben erwartungsgemäß eine hohe Auslastung und es fehlt ihnen vielleicht die Zeit, den Markt fortlaufend zu beobachten. So verpassen die Berater eventuell neue Trends. Sie schaffen es nicht mehr wie in jüngeren Jahren, sich kontinuierlich weiterzubilden und verlassen sich darauf, dass ihr Spezialgebiet weiterhin gefragt ist.
Wenn die eigene Fortbildung auf der Strecke bleibt, kann es irgendwann für den Senior ITFreiberufler sehr schwierig werden, neue Aufträge zu generieren. Denn der Projektmarkt hat sich im Laufe der Jahre natürlich verändert und der Freiberufler bemerkt dann zu spät, dass das eigene Wissen weniger gefragt ist als früher. Dies gilt es von Anfang an zu verhindern. Neue Technologien und Fortbildungsmöglichkeiten können die Erfüllung dieser Herausforderung trotz hoher zeitlicher Belastung erleichtern.

Zum Schluß eine persönliche Frage: Sie sind seit 24 Jahren freiberuflich tätig. Welches sind Ihre gravierenden Erfahrungen aus der eigenen Selbständigkeit?

Meine eigene Existenzgründung wäre seinerzeit effektiver verlaufen, wenn es die heutigen Fördermöglichkeiten gegeben hätte. Zu nennen ist z. B. der Gründungszuschuss der Arbeitsagentur und das Gründercoaching der KfW. Damit hat der IT-Berater von Anfang an die Möglichkeit sein Existenzvorhaben erfolgreich und fehlerfrei zu gestalten. Die KfW unterstützt das Coaching mit einem Zuschuss von 50 % bzw. 90 % aus der Arbeitslosigkeit heraus.
Zum anderen ist es wichtig fachlich breiter aufgestellt zu sein. Es ist zwar nach wie vor Spezialistenwissen gefragt, aber ein IT-Berater sollte nicht nur ein Spezialthema abdecken, von dessen Nachfrage er oder sie dann auf Gedeih und Verderb abhängig ist. Das setzt aber einen Willen zur ständigen Weiterbildung voraus.

Berufsverband Selbständige in der Informatik www.bvsi.de
© 2011 Sachverständiger Peter Brenner Köln www.svkanzlei.de

2011
06
Apr

Das Arbeitsumfeld von IT-Experten ist komplexer und größer geworden, die Informationstechnologie mit Netzwerken, Betriebssystemen und Infrastruktur hat sich innerhalb kurzer Zeit stark erweitert. In Folge dieses Schubs sind IT-Spezialisten gefordert, ihr Wissen kontinuierlich zu erweitern, um mit den technischen Entwicklungen Schritt halten zu können.

Die zunehmende Komplexität erfordert eine höhere Spezialisierung der IT-Beschäftigten. Ein Großteil der IT-Freiberufler ist mittlerweile in eng umrissenen Arbeitsgebieten tätig und beschäftigt sich ausschließlich mit bestimmten Tools und Systemumgebungen.

Zwischen fest angestellten und freiberuflichen IT-Fachkräften etablieren sich neue Arbeitsteilungen. Zunehmend setzen Unternehmen ihre eigene Mannschaft für die IT-Planung und Steuerung von Projekten ein. Viele der als Allrounder ausgebildeten angestellten Informatiker übernehmen auch Aufgaben in der Administration von Systemen. „Die Durchführung von Neuerungen oder Anpassungen der Systeme hingegen wird an externe hoch spezialisierte Experten von außen delegiert, die deshalb so gut in ihrem Fachbereich sind, weil sie ausschließlich diese Arbeiten durchführen“, so Dr. Dirk Bisping, BVSI-Vorstand.

Der Trend zum Spezialistentum nimmt aufgrund der zunehmenden Komplexität der Systeme zu. Laut neuer Prognosen wird der Anteil der freiberuflichen IT-Experten in den kommenden Jahren wachsen. Für Unternehmen wird es in der Folge schwieriger, hoch qualifizierte Mitarbeiter einzustellen.

Die Honorare der freiberuflichen IT-Berater steigen derzeit und der Projektmarkt entwickelt sich positiv. „Trotzdem sind die Rahmenbedingungen für IT-Freiberufler in Deutschland verbesserungswürdig“, sagt Dr. Dirk Bisping. So sei es verwunderlich, dass ein Land wie Deutschland, in dem es für sämtliche Lebensbereiche gesetzliche Bestimmungen gebe, „gesetzesfreie Zonen“ auf dem Projektmarkt dulde. read-more

2011
02
Mrz

BVSI-Jahresbeitrag zum halben Preis

Am Samstag, den 5. März haben interessierte IT-Freiberufler Gelegenheit, sich über den BVSI zu informieren. Sie haben zudem die Möglichkeit, mit den  BVSI-Vorständen Peter Brenner  (Sachverständiger für Informatik) und Rechtsanwalt Dr. Benno Grunewald (Experte für IT-Recht und Fachanwalt für Steuerrecht)  zu sprechen. Die BVSI-Aktiven kommen auf dem CeBIT-Ausstellungsgelände zwischen 12.00 und 15.00 Uhr zum Austausch zusammen. Bei diesem Netzwerk-Treffen zahlen IT-Freiberufler den halben Jahresbeitrag (150 Euro), wenn sie dem BVSI beitreten.

SAP-Arbeitskreis im BVSI am 5.3.11 auf der CeBIT

Am Samstag, den 5. März treffen sich auch die SAP-Berater im BVSI zu einem Netzwerktreffen. In der Visitors' Lounge können interessierte SAP-Freiberufler mit Aktiven im DSAK sprechen und Arbeitskreisatmosphäre schnuppern. APO®, BI®, XI®, Portaltechnik und der SAP Netweaver® stehen im Focus des Arbeitskreises. Doch auch klassische SAP-Themen (R/3®, die Enterprise Core Components, etc.) sind weiterhin aktuell. Der DSAK verfügt über verschiedene SAP-Trainingsumgebungen. Infos zum DSAK finden Sie unter www.dsak.info/cms/.

2011
06
Jan

bvsi: SAP-Trends 2011

Beitrag von Maike / Kategorie: Markt

Was kaufen die Kunden wirklich und welche Dienste fragen sie nach?
SAP-Experte Dieter Brencher, BVSI-SAP Arbeitskreis-Leiter, listet heiße Themen für 2011 auf

In der SAP-Welt ist es immer gefährlich, sich zu stark auf die postulierten Trends zu verlassen und sich zu weit von den tatsächlichen Gegebenheiten im Markt zu entfernen. Das ist der Grund, warum wir uns als Freiberufler im Deutschen SAP Arbeitskreis des BVSI e.V. eher mit Kollegen austauschen, als uns auf SAP Roadmaps und Marketingaussagen von Anbietern zu verlassen.

Was kaufen die Kunden wirklich und welche Dienste fragen sie nach - das sind meist verlässlichere Indikatoren als Trendprognosen. Sicherlich haben auch Umfragen ihre Berechtigung, doch der Kanal der Spezialisten vor Ort beim Kunden hat diese eben auch.
Wir haben uns die Frage nach den Trends im kommenden Jahr gestellt und sind auf sechs Themen gestoßen, die den SAP Markt für Freiberufler bestimmen können. Natürlich werden auch die klassischen Module in einem wieder mehr Nachfrage orientierten Markt erneut erstarken, doch die Jagd in den wirklich heißen Bereichen wird unserer Meinung nach in den folgenden Bereichen stattfinden:

1.    Upgrades und Erweiterungspakete (Enhancement Packs)

2.    Solution Manager

3.    Mobilität

4.     Sicherheit

5.     Business Information Warehouse sowie Customer Relationship Management

6.     Entwicklung vor allem an Technologien für Benutzerschnittstellen

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2010
24
Nov

Dr. Benno Grunewald spricht über die Einstufung als Scheinselbstständige und darüber, wie Freiberufler diese vermeiden können.

Immer häufiger verlangen Unternehmen von Freiberuflern die Unterzeichnung von Statusfeststellungsanträgen. Kann das Freiberufler vor einer drohenden Einstufung als Scheinselbständige schützen?

Die freiwillige Einleitung eines Statusfeststellungsverfahrens halte ich grundsätzlich für falsch. Dem einzig positiven Aspekt, damit Sicherheit über das Mitarbeiterverhältnis zu erlangen, stehen eine Vielzahl möglicher negativer Folgen gegenüber: So ist die Verfahrensdauer ist häufig sehr lang. In einigen von mir geführten Verfahren ist das betroffene Projekt längst abgeschlossen, ohne dass eine Entscheidung der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRB) vorliegt. Kommt es zum Verfahren vor dem Sozialgericht, dauert es nochmal länger. So lagen in einem Fall zwischen der Antragstellung und der Entscheidung des Sozialgerichts 4 Jahre! Unternehmen erhoffen sich fälschlicherweise von Statusfeststellungsanträgen einen „Persilschein“. Diesen werden sie aber in 99 Prozent der Fälle nicht bekommen. In fast allen Projekten, zu denen ein Statusfeststellungsantrag eingereicht wird, nimmt die DRB ein scheinselbständiges Arbeitsverhältnis an. Für ein Statusfeststellungsverfahren bleibt somit kaum ein gutes Argument.

Wie können Unternehmen und Freiberufler den Status einer scheinselbständigen Beschäftigung vermeiden?
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2010
12
Okt

Oktober 2010. Gründercoaching Deutschland und aktuelle BFH-Urteile eröffnen Informatikern neue Chancen – Beitrag von Peter Brenner

Der Start in die Selbständigkeit ist für Informatiker ein mutiger Schritt, der durch neue Aspekte erleichtert wird, weiß Peter Brenner, Existenzgründungsberater, Coach und Sachverständiger im Bereich der Informatik. Eine erfolgversprechende Existenzgründung könnte nach folgendem Szenario verlaufen:

1. Schritt: Ausgangsposition
Bedingt durch Studienabschluss, Arbeitslosigkeit, Outsourcing oder auch als freiwilligen Schritt in die Selbständigkeit wird eine erste Geschäftsidee entwickelt.
Fragen: Was sind meine Kernkompetenzen und wie stelle ich sie dar? Gibt es potentielle Klienten dafür? Wie mache ich auf mich aufmerksam? Verfüge ich über genügend Kontakte? Bin ich bereit Marketing und Akquisition vorzunehmen?

2. Schritt: Persönliche Rahmenbedingungen ermitteln
Wichtig für die Umsetzung einer Geschäftsidee ist deren Bewertung, die Feststellung der eigenen fachlichen
Eignung und die Selbsteinschätzung des Gründers.

Hier einige Anregungen:
Klärungsbedarf: Ist die Dienstleistung neu auf dem Markt oder mit einem besonderen Service verbunden? Ist die Leistung preislich richtig eingeordnet? Reicht die Qualität der Dienstleistung aus? Wurde die Zielgruppe sorgfältig ermittelt? Kann die Dienstleistung nur schwer von anderen angeboten werden? Wird die Dienstleistung vom persönlichen Können und Engagement bestimmt? Verfügen Sie über eine Berufsausbildung, die zu Ihrer Geschäftsidee passt oder haben Sie entsprechende Erfahrungen? Waren Sie dabei auch eigenständig und verantwortlich tätig? Sind Ihre Kenntnisse auf dem neuesten Stand? Konnten Sie sich regelmäßig weiterbilden? Beurteilen Sie Ihre Fähigkeiten als überdurchschnittlich gut? Sind Sie körperlich und geistig stark belastbar? Sind Sie in der Lage, sich für ein Thema hundertprozentig zu engagieren? Können Sie sich selbst Ziele setzen und diese konsequent verfolgen? Kennt Ihre Familie Ihre Planungen zur Existenzgründung? Steht Ihr Partner dem Vorhaben positiv gegenüber? Können Ihnen andere bei den fachlichen oder kaufmännischen Aufgaben helfen? Verfügen Sie mindestens über grundlegendes kaufmännisches Wissen? Verfügen Sie über Erfahrung im Umgang mit Menschen? Macht Ihnen dieser Umgang Spaß?

3. Schritt: Business-Plan erstellen
Ein solcher Plan gibt dem Gründungsvorhaben ein Fundament. Gleichzeitig ergeben sich bei der Erarbeitung Fragen, die es zu beantworten gilt und es kommt zu notwendigen Festlegungen. Fürs Erste genügt eine Einnahmen-/ Ausgabenrechnung, um die Wirtschaftlichkeit der geplanten Unternehmung zu ermitteln. Inhalte: Geplanter Jahresumsatz (Welchen Stunden- / Tagessatz kalkuliere ich bei wie viel Beratungstagen im Jahr?) Wie hoch sind meine Personal- und Geschäftsraumkosten? Wie viel setze ich für Reisekosten, Telekommunikation, Steuerberater, Abschreibungen, Marketing und Akquisition, Versicherungen, Fortbildung an? Welche Umsatzrentabilität ergibt sich daraus?

4. Schritt: Fördermittel ausloten read-more

2010
07
Okt

Interessierte IT-Spezialisten sind zur nächsten Tagung des BVSI-Arbeitskreises „Integration in Geschäftsprozesse“ eingeladen. Im Fokus der Tagung am 16. Oktober steht das Thema BPMN 2.0. Referent ist Herr Wolfgang Taag.  Die Veranstaltung ist kostenfrei.

BPMN 2.0
BPMN stellt Symbole zur Verfügung, mit denen Fach- und Informatikspezialisten Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe (Workflows) modellieren können. Prozessmodellierung wird seit einiger Zeit als ein wesentlicher Baustein für die Analyse von betrieblichen Abläufen angesehen. Mit der Business Process Modeling Notation (BPMN) wird die Standardisierung einer einheitlichen Modellierungssprache voran getrieben.

Der Arbeitskreis ist fachübergreifend und befindet sich im Aufbau. Die Arbeitskreisleiter Rinaldo Heck, Manuela Reiss und Wolfgang Taag freuen sich deshalb über weitere Kollegen, die dieses Netzwerk kennen lernen und sich ggf. auch engagieren möchten.

Termin:
16. Oktober 2010
10.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Anmeldung:
Wir bitten um Anmeldung bis zum 10.10.10 unter office@bvsi.de in der BVSI-Geschäftsstelle.

2010
22
Sep

Rechtsanwalt Dr. Benno Grunewald. Bremen September 2010

Vorbemerkung

Die Problematik der Scheinselbständigkeit ist für IT-Freiberufler und deren Auftraggeber seit längerem wieder hoch aktuell. Hierbei geht es um die Frage, ob zwischen dem Freiberufler und seinem Auftraggeber ein freies Mitarbeiterverhältnis oder eine abhängige Beschäftigung besteht. Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRB) versucht hier seit langem - mit teilweise abstrusen Argumenten - aus freien Mitarbeitern Arbeitnehmer und aus Auftraggebern Arbeitgeber zu machen. Damit ist die DRB nunmehr in einem von mir geführten Verfahren vor dem Sozialgericht Wiesbaden gescheitert.

Der Fall

Sachverhalt
Der Freiberufler war Anfang 2006 als freier Mitarbeiter über eine Unternehmensberatung für einen Endkunden im Bereich Konfigurations- und Releasemanagement tätig. Er hatte auf Wunsch des Auftraggebers gleich zu Beginn seiner Tätigkeit ein Statusfeststellungsverfahren bei der DRB beantragt. In diesem Zusammenhang gab der Freiberufler korrekt an, dass er für mehrere Auftraggeber tätig sei, aber mindestens 5/6 seiner Einkünfte aus der Tätigkeit für den aktuellen Auftraggeber beziehe und keine Arbeitnehmer beschäftige. Er wies weiter darauf hin, dass er nicht am Betriebssitz des Auftraggebers arbeite und keine regelmäßigen Arbeits- und Anwesenheitszeiten einzuhalten habe. Ihm würden keine Weisungen hinsichtlich der Art und der Ausführung seiner Tätigkeit erteilt und der Auftraggeber könne sein Einsatzgebiet nicht ohne seine Zustimmung ändern. Die
Einstellung von Hilfskräften sei nicht von der Zustimmung des Auftraggebers abhängig. Seine unternehmerische Tätigkeit beschrieb er dahingehend, dass er ein selbständige Akquisition von Kunden betreibe, eine eigene Webseite unterhalte, eine eigene Entwicklungsumgebung aufgebaut habe, eigenes Kapital einsetze und eigene Fortbildungsmaßnahmen betreibe. Als Anlage zum Statusfeststellungsantrag war der zwischen dem Freiberufler und seinem Auftraggeber geschlossene Dienstleistungsvertrag beigefügt. Dieser sah u.a. vor, dass der Freiberufler zwar eigene Mitarbeiter einsetzen darf, dies jedoch der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftraggebers bedarf und dass diese Zustimmung nicht unbillig verweigert werden darf. Außerdem heißt es in dem Vertrag, dass die Leistungserbringung durch den Freiberufler in enger und ständiger Abstimmung mit den Projektleitern des Auftraggebers und dem restlichen Projektteam erfolge, der Freiberufler dabei jedoch nicht in den Betriebsablauf des Auftraggebers eingebunden würde und der Auftraggeber gegenüber dem Freiberufler bzw. dessen Mitarbeitern keine unmittelbaren arbeitsrechtlichen Weisungsrechte hätten. Der genaue Zeiteinsatz des Freiberuflers werde jeweils rechtzeitig im Voraus mit der Projektleitung abgestimmt. Der Freiberufler bemüht sich, die vereinbarten Leistungen zu erbringen, jedoch sei kein Erfolg im Sinne eines Werkvertrages geschuldet; Vertragsbeginn war der 01.01.2006, als Vertragsende war der 01.06.2006 vorgesehen.

Rechtsauffassung der DRB im Bescheid … read-more

2010
06
Jul

BVSI unterstützt IT-Gründer

Wer aus einer Angestelltentätigkeit in eine freiberufliche Tätigkeit wechselt oder nach dem Studium in die IT-Selbständigkeit geht, sieht sich mit vielen Herausforderungen konfrontiert: sei es bei der Selbstvermarktung und der Positionierung im Markt oder bei Rechts- und Steuerfragen.

Um junge Gründer beim Aufbau der Selbständigkeit zu unterstützen, führt der Berufsverband Selbständige in der Informatik deshalb ein Patenschaftsmodell für IT-Gründer ein. Mit diesem neuartigen Konzept erhalten IT-Existenzgründer einen Gesamt Check-up in puncto Selbständigkeit, wenn sie dem BVSI beitreten.

Expertenberatung Steuern / Recht / Marketing
Zum Starterpaket für IT-Gründer gehört eine Beratung zu den Themen Recht und Steuern, Existenzgründung und Marketing. Die Beratung wird vom Sachverständigen für Fragen der Existenzgründung Peter Brenner und von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht Dr. Benno Grunewald durchgeführt. Die beiden ausgewiesenen Experten in Rechts- und Steuerangelegenheiten beraten IT-Gründer zu folgenden Punkten:

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