Laut einer Studie des Hightech-Verbandes BITKOM setzt fast die Hälfte der deutschen Unternehmen inzwischen Social Media ein. „Soziale Medien sind in vielen Unternehmen fester Bestandteil der internen und externen Kommunikation geworden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Dafür würden feste Strukturen mit eigenen Budgets geschaffen und spezialisierte Mitarbeiter eingesetzt.
Die Beweggründe für die befragten Unternehmen seien in erster Linie die Steigerung der Bekanntheit (82 Prozent) sowie Kundengewinnung (72 Prozent).
Dabei werden soziale Netzwerke mit 86 Prozent favorisiert, gefolgt von Blogs (36 Prozent). Rund ein Viertel der Befragten setzt Twitter o.ä. zur externen Kommunikation ein.
Mittelstand mit Aufholbedarf
Die Größe des Unternehmens spielt hier eine große Rolle: 86 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten setzen eigene Mitarbeiter ein, die für die Social-Media-Aktivitäten verantwortlich sind, während es bei den mittelständischen Unternehmen nur 41 Prozent sind. Auch beim Monitoring der Social Media-Aktivitäten liegen die großen Unternehmen mit 48 Prozent deutlich vor den mittelständischen Unternehmen mit lediglich 10 Prozent.
Aufgrund der zunehmenden Relevanz von Social Media auch im professionellen Umfeld ist der Mittelstand gut beraten, beim Monitoring nachzuziehen, um den Anschluss nicht zu verpassen.
Die Gründe gegen die Nutzung von Social Media seien laut Umfrage vor allem die Annahme, die Zielgruppe könne nicht erreicht werden (62 Prozent) und Social Media passe nicht zur Unternehmenskultur. Nur für 14 Prozent sei der finanzielle Aspekt ein Hinderungsgrund.
Die Zahlen belegen, dass etwa die Hälfte der deutschen Unternehmen bereits Schritte in die richtige Richtung unternommen habe, aber: „Jedes Unternehmen hat die Aufgabe, den Social-Media-Einsatz gewissenhaft zu prüfen, um seine Wettbewerbsposition nicht zu gefährden“, so Prof. Dieter Kempf.







