Der Schritt in die Selbständigkeit ist häufig ein Sprung ins kalte Wasser. Von zentraler Bedeutung für den Erfolg Ihrer Geschäftsidee ist deshalb eine sehr gute Planung und Vorbereitung. Neben der Frage, welches Produkt/ Dienstleistung Sie in welchem Markt, für welche Kunden, zu welchem Preis bei welcher Konkurrenz anbieten, stellt sich die Frage nach der menschlichen Seite: sind Sie eine Gründerpersönlichkeit?
Testen Sie, ob Sie wichtige Merkmale einer Gründerpersönlichkeit erfüllen:
- Fundierte Fachkenntnisse zum Produkt/ Dienstleistung:
Kennen Sie Ihr Produkt/ Dienstleistung in allen fachlichen Facetten? Wissen Sie, welchen Kundennutzen es hat und was es von Ihrer Konkurrenz unterscheidet? Haben Sie alle notwendigen Fachkenntnisse, um Ihr Produkt /Dienstleistung kompetent zu verkaufen?
- Selbstbewusstsein:
Sind Sie sich Ihrer Kompetenzen und Stärken bewusst und können sich optimal – auch in schwierigen Gesprächen - vor Kunden, Auftraggebern, Lieferanten und Behörden erfolgreich präsentieren?
- Durchhaltevermögen:
Sind Sie in der Lage, die Nerven zu behalten, wenn alles anders läuft als geplant? Wenn Aufträge und Umsätze auf sich warten lassen, storniert oder verschoben werden oder Kunden zögerlich auf Ihr Angebot reagieren?
- Flexibilität:
Wie sieht es mit Ihrer Fähigkeit aus, auf Planabweichungen und ungeplante Situationen souverän und schnell zu reagieren? Flexible und überzeugende Lösungen aus dem Stegreif für Ihre Kunden und Auftraggeber zu finden? Ihre Produkte/ Dienstleistungen immer wieder auf die Wünsche Ihrer Kunden anzupassen?
- Disziplin & Motivation:
Als Arbeitnehmer haben Sie „Anwesenheitspflicht“ und eine konkrete Aufgabe für den Tag. Als Selbständiger sind Sie selbst verantwortlich für Ihren Tagesablauf, Ihre Aufgaben und Ziele. Haben Sie die Fähigkeit, täglich aufs Neue beharrlich an Ihren Aufgaben und Zielen zu arbeiten, ohne dass Ihnen das jemand aufträgt? Können Sie sich bei immer wieder auftretenden Misserfolgen selbst zum „Weitermachen“ motivieren?
Jede Geschäftsidee benötigt neben den oben genannten auch spezifische Kompetenzen, die zum Berufsbild passen: Gründer in pflegenden/beratenden/heilenden Berufen benötigen mehr soziale Kompetenzen, als Gründer in technischen oder kaufmännischen Berufen, die hohe Analyse- und Strukturkompetenzen benötigen oder Gründer in künstlerischen Berufen, für die Kreativität und Einfallsreichtum wichtig sind. Ausschlaggebend ist, dass jeder Gründer über die für sein Vorhaben richtige „Mischung“ aus Kompetenzen verfügt.
Karriere²-Coach Andrea Strebl aus München betont: „Person und Geschäftsidee müssen zueinander passen. Jeder Existenzgründer sollte genau wissen, welche Kenntnisse, Kompetenzen und Fähigkeiten er für sein Vorhaben benötigt und wie diese bei ihm ausgeprägt sind.“
Coaches können Sie optimal dabei unterstützen, sich in diesen Merkmalen richtig einzuschätzen und zu beurteilen, ob Sie die passende Persönlichkeit für die Umsetzung Ihrer individuellen Geschäftsidee haben. Hier finden Sie Gründer-Coaching für Unternehmer/innen, Existenzgründer und Selbstständige – staatlich gefördert! Sie haben sich selbständig gemacht und es stehen nächste Entwicklungsschritte an. Mit Gründer-Coaching begleitet man Sie hier in der Startphase.













2 Antworten zu "Bin ich eine Gründerpersönlichkeit?"
Klaus Schaumberger
12. November 2010 - 00:42
Aus der Berater- und Coachingpraxis schätzte ich den Faktor Motivation und Wille als entscheidende Faktoren ein. Derjenige der motiviert ist (also Ziele hat) sucht Situationen um der Erfolg herbeizuführen, er ist Wissensbegierig und hat ein mittlers Risikoverhalten (sogenannte Hochleistunsgmotivierte).
Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind wichtig werden aber regelmäßig masslos überschätzt. Natürlich sollte ein Existenzgründer unterm Strich wissen was dabei rauskommt, aber eine Abweichung von 3-5 % die einem Banker graue Haare bereitet ist in der Realität nicht schlimm. Diese Abweichung lässt sich beheben – fehlende Motivation jedoch nicht.
Motivation ist lernbar, zumindest in Teilen. Existenzgründer tun also gut daran sich z.B. einer Potenzialanalyse zu unterziehen um herauszufinden welche Felder entwicklunsgfähig sind und welche schon sehr stark sind.
Ein weiterer Punkt der hierbei interessant ist, ist die Entwicklunsgfähigkeit des Gründers – je schneller jemand lernt aus negativen und positiven Erfahrungen desto flexibler kann er auf sich verändernde Bedingungen einstellen.
Zusammengefasst stelle ich fest, der Existenzgründer stellt aus Sicht der Betriebswirte und Psychologen noch immer die sogenannte “Eierlegende Wollmilchsau” dar.
Eine Existenzgründung stellt ein Herausforderung dar mit vielen spannenden und interessanten Erfahrungen. Allen die diesen Weg gehen wünsche ich viel Erfolg.
Gruss Klaus Schaumberger
Simone
12. November 2010 - 09:29
Hallo Herr Schaumberger,
vielen Dank für Ihre Meinung!
Beste Grüsse