Zurzeit wird allerorts über das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) diskutiert.
Demnach gäbe es keine staatlichen Sozialleistungen mehr, stattdessen aber ein bedarfsunabhängiges Grundeinkommen für jeden Bürger. Die Auswirkungen auf Arbeitswelt und Gesellschaft sind so umstritten, wie das BGE an sich.
Ein interessanter Artikel auf der Seite Erfolg.Beruf.Karriere bringt über die üblichen Argumente zu diesem Thema hinaus die Entwicklungen in Richtung einer flexibilisierten Arbeitswelt auf. Die generelle Entwicklung zeigt, dass die Arbeitswelt heutzutage längst nicht mehr die Vorbestimmung und Konstanz vorangegangener Jahre beinhaltet: Es scheint „normal“ seinen Job, aber auch seine fachliche Ausrichtung zu wechseln, die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, nicht nur aufgrund von vermehrter Erreichbarkeit. Der Freiberufler ist zum Sinnbild dieser Entwicklung geworden.
Dem Artikel nach würde das BGE solchen ökonomischen und sozialen Veränderungen entgegenkommen und in besonderem Maße den Schritt in die Selbstständigkeit unterstützen. In diesem Zusammenhang wird gar eine „Gesellschaft von Freiberuflern“ betitelt. Zudem würde der Fokus der Arbeit sich weg vom bloßen Geld verdienen, hin zu neuer Kreativität und Wertigkeit der getanen Arbeit richten. Der Einzelne würde vermehrt eher in Projekten, denn in festen Jobs tätig sein.
Natürlich scheint das Bild einer Gesellschaft, in der grundlegend für jeden gesorgt ist und die Arbeit lediglich einen Zusatzverdienst bzw. eine Bereicherung darstellt, eher utopisch. Zudem sind tatsächliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt nicht vorhersehbar. Dennoch käme dieses Szenario den sowieso von statten gehenden Entwicklungen geradezu entgegen.
Das Thema bleibt nach wie vor ein äußerst konträres, doch was ist Ihr Standpunkt als Freiberufler hierzu? Verlockende Zukunftsmusik? Oder doch eher keine wünschenswerte Vision?


