Der Freelancer-Blog Freelanceswitch hat die häufigsten Fehler, die auf Webseiten von Freiberuflern erscheinen können, aufgelistet. Obwohl vieles davon recht offensichtlich ist, ist es doch immer wieder eine gute Idee, sich vor Augen zu führen, welche Fehler sich einschleichen können. Daher hier eine kurze Zusammenfassung:
Vergessen Sie nie, dass Ihre Webseite oft der erste Eindruck ist. Fast jeder kennt die alte Werberweisheit “You never get a second chance to make a first impression”. Schon hier entscheidet sich, ob aus einem potentiellen Kunden ein tatsächlicher wird.
1. Sie im Mittelpunkt
Potentielle Kunden interessieren sich für Ihre Leistung bzw. Ihr Produkt. Textlich können Sie den Fokus leicht von sich auf Ihr Produkt verlagern. Formulieren Sie „ich“ in „Sie“ um – nicht, was Sie können, sondern das, was Sie für den Kunden tun können, ist relevant.
2. Typos
Rechtschreibfehler oder Vertipper machen keinen seriösen Eindruck und können potentielle Kunden blitzschnell abschrecken. Dabei sind sie so leicht zu vermeiden: Nutzen Sie die Rechtschreibhilfe, kontrollieren Sie nach, und lesen Sie sich den Text abschließend laut vor, um auch die Syntax zu kontrollieren.
3. (Fach-)Jargon
Egal, wer Ihre Zielgruppe ist – CEOs, Hochschulprofessoren oder der Tante Emma Laden um die Ecke – klare, charmante und direkte Formulierungen sprechen jeden an. Zu viel Fachjargon oder eine erschlagende Menge Fremdwörter hat zwei Nachteile: Entweder weiß der Leser (und potentielle Kunde) nicht, wovon Sie sprechen. Oder er bekommt den Eindruck, Sie würden ihn beeindrucken wollen. Beide Fälle tragen nicht dazu bei, einen potentiellen Kunden zu überzeugen.
4. Kenntnisse statt Vorteile
Jeder, der schon mal werbliche Texte geschrieben hat, kennt das Problem: Was stelle ich in den Vordergrund – das, was ich kann, oder wie der Kunde von diesen Kenntnissen profitiert?
Auch wenn die Unterscheidung haarspalterisch wirken mag – sie ist wichtig. Dass Sie 12 Jahre Erfahrung als Webdesigner haben, ist sicher eine relevante Information. Dem Kunden ist aber wichtiger zu erfahren, wie er von dieser Erfahrung profitieren kann. Ist das nicht ein rhetorisches Stilmittel? Vielleicht – aber es funktioniert.
5. Unklarheit
Stellen Sie sich vor, Sie lesen folgende Sätze auf unterschiedlichen Webseiten:
“Ich bin der beste Grafikdesigner der Welt”
“Sind Sie bereit, Ihre Conversion Rate um 50% zu verbessern?”
Mal abgesehen davon, dass die erste Aussage vermutlich eine schamlose Übertreibung ist und die meisten Menschen eher abstößt – selbst, wenn sie der Wahrheit entspräche, wäre sie zu vage. Einen deutlich formulierten Vorteil für den Kunden in den Vordergrund zu stellen, ist immer die bessere Alternative. Natürlich muss auch die zweite Aussage belegbar sein.
6. Die falsche Zielgruppe ansprechen
Finden Sie heraus, wer Ihre Zielgruppe ist. Und dann formulieren Sie die Texte auf Ihrer Webseite so, dass sie eben diese Zielgruppe anspricht. Und bedenken Sie, dass eine direkte Ansprache persönlicher und daher vorzuziehen ist.
7. Distanz zum Leser
Phrasen, Fachjargon, viele Fremdwörter – solche Texte liest man immer wieder. Und nie fühlt man sich von ihnen angesprochen. Bleiben Sie natürlich, konkret und verständlich, statt sich in vornehmen Formulierungen zu verlieren.