Wer nicht sagt, was er will, bekommt nicht, was er möchte
Angesichts des investierten Kapitals und der strategischen Bedeutung vieler Projekte täten viele Unternehmen gut daran, mehr Wert auf eine präzise Definition der Projektziele zu legen – vage Vorgaben führen nicht zum Erfolg
von Hauke Thun
Können Sie sich vorstellen, dass ein Skipper, der gänzlich ohne Vorbereitung von heute auf morgen zu einer Weltumsegelung aufbricht, jemals wieder seinen Heimathafen erreichen wird? Wohl kaum. Dass nur im Vagen dümpelt, wer nicht genügend Vorarbeit leistet – diese Einsicht lässt sich 1:1 auch auf die Wirtschaftswelt im Allgemeinen und das Projektmanagement im Besonderen übertragen. Unternehmen, die sich nicht die Mühe machen, die Ziele ihrer Projekte mit aller Sorgfalt zu formulieren, können trotz noch so großer Investitionen und Anstrengungen nicht mit dem gewünschten Erfolg rechnen.
Eigentlich selbstverständlich – doch wie die Praxis zeigt, wird dem zu wenig Beachtung geschenkt. Ein Grund hierfür ist der Druck, schnell mit dem Projekt zu beginnen, um möglichst rasch zu vorzeigbaren Ergebnissen zu kommen. Hier müssen Geschäftsführer und Projektsponsoren lernen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden: Da in Projekten oft reichlich Kapital auf dem Spiel steht und mit ihnen nicht selten wichtige Wettbewerbsvorteile verbunden werden, können sich Versäumnisse in der Startphase am Ende als außerordentlich kostspielig und folgenschwer erweisen.
Eine professionelle Projektvorbereitung definiert und fixiert daher die Ziele in allen relevanten inhaltlichen Dimensionen und auf allen Projektebenen. Unterschieden werden dabei: 



