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Investoren

2011
20
Sep

Hallo Herr Sauer, erklären Sie uns kurz worum es bei Seedmatch geht.

Seedmatch ist eine Online-Plattform, auf der jeder bereits ab 250 Euro in zukunftsweisende, junge Unternehmen investieren und somit langfristig von deren Wachstum profitieren kann. Startups erhalten neben dem benötigten Kapital eine Vielzahl an Unterstützer – Menschen, die von der Geschäftsidee überzeugt sind und zu Multiplikatoren werden, wenn sie in ihrem sozialen Umfeld darüber berichten.

Wie ist die Idee hinter Seedmatch entstanden?

Innovationen sind der Grundbaustein einer erfolgreichen Wirtschaft. Als Gründungberater musste ich aber viel zu oft miterleben, wie engagierte Gründer mit guten Geschäftsideen keine passenden Kapitalgeber finden und somit ihr Innovationspotential nicht ausnutzen konnten. Leider gab es zu dieser Zeit auch keine Möglichkeit mich selbst mit einem kleinen Betrag an den aufstrebenden Unternehmen zu beteiligen.

Auf dieses Finanzierungs-Problem stieß ich immer häufiger und lernte im Gegenzug viele Menschen kennen, die guten Ideen gern durch ein kleines Investment ihrerseits unterstützt hätten. So entstand schließlich die Idee zu Seedmatch: Vielen Personen die Möglichkeit geben, in zukunftsweisende Idee zu investieren und von deren Wachstum zu profitieren. Und alles schon ab kleinen Beträgen. Startups wollte ich eine größere Bühne bieten und die Möglichkeit, ihre Ideen einer Masse zu präsentieren und durch viele kleinere Investments finanzieren zu lassen.

Warum sollte man in Startups investieren?

Dafür gibt es viele Gründe: Für den einen ist es spannend, ein Gründerteam bei der Entwicklung eines Produkts zu unterstützen, was man selbst gern in Zukunft nutzen möchte, weil es ein eigenes Bedürfnis löst. Andere wollen mehr mit ihrem Geld bewirken und sehen sich in der gesellschaftlichen Verantwortung, Entrepreneurship hierzulande zu fördern, damit auch in Zukunft eine bunte Vielfalt an jungen Unternehmen in Deutschland prosperieren kann. Und wieder andere schätzen die Möglichkeit selektiv in einzelne Projekte zu investieren und individuell auswählen zu können, um genau zu sehen, was mit ihrem Geld beim Startup passiert. Darüber ist man als Startup-Investor an möglichen Gewinnausschüttungen und langfristig am Wachstum des Unternehmenswertes beteiligt. Somit profitiert man in doppelter Hinsicht. Letztlich kommen aber alle Investoren auf einen Nenner: Alle teilen die Begeisterung für gute Ideen und haben Spaß daran, engagierte Gründer zu unterstützen.

Was waren die größten Hürden bei der Umsetzung der Idee von Seedmatch?

Das Modell für die Finanzierung der Startups war relativ schnell entworfen, da wir an keiner Stelle das Rad neu erfanden. Die konkrete rechtliche Ausgestaltung war dann schon aufwändiger. Schließlich wollten wir eine Regelung finden, die sowohl für die Investoren als auch für die Gründer bestmögliche Konditionen enthält und gleichzeitig allen gesetzlichen Anforderungen in Deutschland entspricht. Das war die zeitaufwendigste Hürde.

Welche Anforderungen müssen Startups für ein Crowdfunding bei Seedmatch mitbringen?

Die Startups sollten vor allem eine Geschäftsidee im Gepäck haben, die es schafft, eine Vielzahl von Menschen zu begeistern. Die Idee sollte eine Lösung kleinerer und größerer Alltagsprobleme beinhalten, so dass ein hoher Kundennutzen erkennbar ist. Das Produkt oder die Dienstleistung muss darüber hinaus neuartig sein und sollte idealerweise bereits am Markt erhältlich sein bzw. kurz vor der Einführung stehen.

Die Gründer sollten ihr Konzept einfach erklären können und eine dialogorientierte, offene Kommunikation mit vielen interessierten Investoren anstreben. Zudem ist es von Vorteil, wenn sich die Gründungsmitglieder im Know-how ergänzen und kompetent in allen Kanälen auftreten.

Gibt es Startups, die Sie trotz Erfüllung aller Anforderungen ausschließen würden?

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2009
02
Jun

Einer nach dem Anderen fällt um: Die Finanzkrise erreicht nun auch erfolgreiche Gründungen und zwingt sie in die Knie.

Nach dem unrühmlichen Aus des – zumindest bei Wettbewerben – sehr erfolgreichen Unternehmens Dacapo (Oliver Enderlein) trifft es nun weitere Gründungen.

So steht der (noch junge) Fotoservice Picabee vor einem Insolvenzverfahren, wie deutsche-startups.de berichtet. Grund: Ein Investor sei abgesprungen und jetzt fehle dem Start-up schlichtweg das Geld.

Ganz vorbei sei es aber noch nicht: Die Suche nach einem strategischen Investor laufe weiter. Momentan ruhe Picabee aber.

Nicht bedeutet besser geht es weblin mit seinen virtuellen Charakteren. weblin wurde Ende 2006 gegründet und gewann unter anderem bei CyberOne und dem Gründerwettbewerb des BMWi. Der weblin-Betreiber Zweitgeist hat nach deutsche-startups.de ebenfalls Insolvenz angemeldet.

Grund hier: eine geplatzte Finanzierungsrunde. Darauf sei zunächst mit Einsparungen reagiert worden, unter anderem mit Entlassungen. Das reiche aber nicht.

Ebenfalls sehr erfolgreich bei Business-Wettbewerben war die Schnäppchen-Community Luupo. Auch sie hat aber längerfristig daraus keinen Erfolg schlagen können und musste Insolvenz anmelden. Inzwischen steht das Unternehmen zum Verkauf. Auch hier ist der Grund eine gescheiterte Finanzierungsrunde.

Fazit: Der Gewinn bei einem Gründer-Wettbewerb ist keine Garantie für ein dauerhaftes, erfolgreiches Fortbestehen der eigenen Firma. Ohne gesicherte Finanzierung werden es auch in Zukunft viele Start-ups schwer haben, zu bestehen.

Veröffentlicht in Zusammenarbeit mit biz-AWARDS.

2009
09
Feb

Das zweite BarCamp in Hannover

Beitrag von Simone / Kategorie: Kooperationen

Barcamp Hannover

Das konferenzartige Event für die Technologie- und Web-2.0-Szene mit Ursprung im Silicon Valley kommt in die heiße Phase der Vorbereitung.

Hannover: Das zweite BarCamp Hannover findet Ende Mai / Anfang Juni statt.

Was ist ein BarCamp?

Ein BarCamp ist eine kostenfreie sogenannte Unkonferenz mit Ursprung im Silicon Valley, die —inzwischen verteilt auf dem ganzen Globus — in Städten wie San Francisco, Shanghai, Paris, London, Berlin, München, Köln, Hamburg und Frankfurt stattgefunden hat. Ihr Ziel ist es, interessante Leute aus dem Technologiesektor zusammenzubringen und gemeinsam Ideen frei auszutauschen und zu entwickeln. Alle Teilnehmer sind zum Partizipieren angehalten. Spontane Vorträge — Sessions genannt — ersetzen vorgefertigte Präsentationen wie man es von traditionellen Konferenzen kennt. read-more

 
 

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