Ein Blog ist ein dialogisches Medium.
Ohne Persönlichkeit springt der Funke zwischen Autor und Leser nicht über. Das heißt auch, dass kein Leser wirklich bleibt, wenn es lediglich um reine Informationen geht. Zumindest geht es mir so. Mich müssen die Themen fesseln und der Text muss professionell aufbereitet sein.
Auch sollte das geschriebene Wort und die darin enthaltenen Informationen immer aktuell sein, da der Leser mit veralteten „Neuigkeiten“ nichts anfangen kann.
Ein Blog sollte immer den Dialog zum Kunden herstellen. Das bedeutet auch, dass man kritische Anmerkungen oder Diskussionen zulassen sollte, solange sie sich auf einem professionellen Niveau befinden.
Vermeiden Sie daher geschlossene Texte und schreiben Sie nicht durchgehend immer über die Hauptthemenfelder des Unternehmens. Wenn man ständig über den Firmennamen stolpert, kann der Text schnell holprig wirken. Im Zweifelsfall einmal mehr darauf verzichten, um nicht auch noch die treusten Leser zu vergraulen.
Wichtig ist hier das Stichwort „Authentizität“.
Ein weiterer Punkt ist, dass viele Blogger den Fehler machen, sich selbst, bzw. ihre Arbeit zu ernst zu nehmen und dieses über ihre Beiträge kommunizieren. So macht es dem Leser auf Dauer keinen Spaß weiter am Ball zu bleiben.
Auch ist es schwierig, wenn nur Nebensächlichkeiten im Blog angehandelt werden können, da die Blogbetreiber harte Kommunikationsrichtlinien haben und die großen Themen durch die Pressemitteilungen kommunizieren.
Wie wird das bei Ihnen gehandhabt und wie gehen Sie mit diesen Schwierigkeiten um?
Haben Sie selbst solche Erfahrungen gemacht und können Sie gute Corporate Blogs empfehlen?














5 Antworten zu "Was kann man in Corporate Blogs nicht alles falsch machen…"
Barbara
14. Januar 2010 - 17:29
Ein sehr interessanter Beitrag, dem ich absolut zustimme. Bloggen ist für Selbständige ein sehr wirksames Marketing-Instrument. Aber nur, wenn man das Wort «Marketing» nicht falsch versteht. Wenn man auf dem eigenen Blog zu offensichtlich und zu aggressiv Werbung fürs Unternehmen macht, werden sich nie viele Leser dafür interessieren.
Auch für mich ist mein Blog ein wichtiges Marketing-Tool. Ich schreibe jedoch so gut wie nie über meine Firma, sondern veröffentliche fast ausschliesslich Fachartikel zu Themen, die mit meiner Tätigkeit etwas zu tun haben. Meine Leser sollen nie das Gefühl haben, dass ich ihnen etwas verkaufen will. Und ich will auch nicht nur potentielle Kunden ansprechen, denn auch der Austausch mit Gleichgesinnten ist sehr wertvoll.
Als Marketing-Instrument bewährt sich der Blog vor allem langfristig. SEO ist sicher eines der wichtigsten Stichworte. Denn je mehr Artikel man geschrieben hat, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass man via Suchmaschinen gefunden wird. Ausserdem gibt es für Blogs viele Vermarktungsmöglichkeiten, die man mit einer normalen Website nur begrenzt nutzen kann. Und und und …
Anna Zelenskaya
15. Januar 2010 - 08:07
Ich stimme ganz zu! Ich glaube, dass die Blog-Artikel zum Nachdenken bewegen müssen. Mit dem Dialog geht es mir noch nicht so einfach. Ich möchte gerne, dass die Artikel auf meinem Blog öfter kommentiert wurden. Eine meiner Artikel hat eine ziemlich lebendige Diskussion auf Xing Gruppe verursacht, aber in meinem Blog gibt es noch keine Kommentare. Soll man vielleicht mehrere Fragen im Text einsetzen? Oder soll man sehr provokante Themen auswahlen?
Meike
15. Januar 2010 - 13:11
@Anna: Ich denke, dass es nicht um provokante Themen gehen sollte, sondern um Authentizität. Wenn man provozieren möchte, wäre man möglicherweise thematisch wieder eingeschränkt. Und eine Garantie, dass es klappt, gibt es auch nicht.
Fragen in die Texte zu plazieren ist vielleicht eine gute Idee. Das regt zum Dialog an. Vorher sollte man sich aber im Klaren darüber sein, wen man mit den Artikeln erreichen möchte, damit thematisch die Ansprache gelingt.
Dennis
15. Januar 2010 - 13:14
Ich finde die Entwicklung von kleinerer Unternehmensblogs interessant…. hier lese ich nicht nur das neuste das der Businesswelt, sondern baue mit der Zeit eine Art Beziehung zum Team auf, weil z.B. jedes Teammitglied einen Beitrag über den Urlaub schreibt. Oder weil die Firma gemeinsam an einem Wochenende etwas unternimmt usw. Hier geht es für mich auch darum eine Private Note in den Blog zu bringen. Schließlich sind die meisten Xing Profil ja auch mit einigen Privaten Infos gespickt (Hobbsy etc.) Grüße, Dennis
Barbara
15. Januar 2010 - 13:52
@Anna: Es hilft auf jeden Fall, die Leser gezielt dazu aufzufordern, einen Kommentar zu schreiben. Mir der Themenwahl kann man die Anzahl der Kommentare sicher auch etwas beeinflussen. Einige Themen regen mehr zum Diskutieren an als andere. Nicht zuletzt braucht es auch etwas Geduld, bis die Leute regelmässig Kommentare schreiben. Je mehr Besucher die Beiträge lesen, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand einen Kommentar schreibt. Viele schreiben leider grundsätzlich keine Kommentare.
Wenn jemand einen Kommentar schreibt, sollte man grundsätzlich immer darauf antworten. So motiviert man Stammleser dazu, regelmässig mitzudiskutieren.