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2009
24
Mrz

Viele große Unternehmen setzen zur betrieblichen Weiterbildung auf E-Learning. Im Mittelstand besteht dagegen Nachholbedarf. Dabei gibt es genügend Anreize. Denn das Lernen mit Computer und Internet spart Zeit und Kosten.

Das belegt eine Studie des Hightech-Verbands BITKOM unter den Top-500 Unternehmen. Demnach nutzt bereits mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Unternehmen mit mindestens 1.000 Beschäftigten das elektronische Lernen – aber nur jeder vierte Mittelständler.

Weniger Kosten, weniger Zeit, weniger Abhängigkeit

"In der Wirtschaftskrise kann E-Learning die Personalbudgets ohne Qualitätsverlust bei der Fortbildung spürbar entlasten", so BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. So sei die Kosten- und Zeitersparnis für zwei von drei Unternehmen ein Hauptmotiv für die Einführung von E-Learning.

86 Prozent der befragten Firmen schätzten zudem die räumliche und zeitliche Flexibilität beim Lernen im Netz. Scheer: "Mit E-Learning übernehmen die Mitarbeiter eine größere Eigenverantwortung für ihren Lernerfolg. Sie können frei entscheiden, wann und in welchem Tempo sie lernen."

Web-2.0-Tools brechen das Eis
Die meisten Unternehmen vertrauen laut BITKOM nach wie vor auf die klassischen Formen des E-Learning: Drei von vier Unternehmen verwendeten Web Based Training (WBT), internetgestütztes Lernen. Dabei würden den Nutzern Schulungen im Internet zur Verfügung gestellt.

61 Prozent der Befragten setzten Computer Based Training (CBT) ein, bei dem Anwendungen auf CD-Rom oder DVD geliefert würden. 41 Prozent nutzten Video-Konferenzen und virtuelle Klassenräume, um die Lernenden per Internet oder Telefon direkt miteinander zu verbinden.

Dem BITKOM zufolge werden beim E-Learning auch Web-2.0-Tools wichtiger: Gut ein Drittel der Unternehmen nutze Wikis und Weblogs, 27 Prozent Podcasts oder Videocasts. Jedes fünfte Unternehmen setze soziale Netzwerke ein, in denen sich Teilnehmer über jobrelevante Themen austauschen.

Der Vorteil: Unternehmen könnten Web-2.0-Tools einfach und preiswert einführen, so Scheer. "Sie sind damit eine Art Eisbrecher für komplexere E-Learning-Anwendungen."

IT-Lernziele hoch im Kurs
Bei den Lern-Inhalten stehen laut BITKOM IT-Anwendungen an der Spitze: Drei Viertel der Unternehmen vermittelten durch computergestütztes Lernen den Umgang mit Textverarbeitung, Tabellen-Kalkulation oder E-Mail-Systemen.

Weitere beliebte Lernziele seien Produktschulungen (57 Prozent), kaufmännische Fachkompetenzen (55 Prozent) und Fremdsprachen (53 Prozent ). 43 Prozent der Anwendungen würden zur Vermittlung von Softskills genutzt, wie Verhandlungsführung, Zeitmanagement oder Rhetorik.

Nach BITKOM-Schätzung hat der deutsche E-Learning-Markt derzeit ein Volumen von rund 200 Millionen Euro. Darunter fielen insbesondere Lernsoftware, digitale Lerninhalte von professionellen Anbietern und spezielle Hardware. Hinzu kämen Beträge, die die Unternehmen für die Entwicklung individueller Lösungen aufwenden.

Für die Umfrage befragte das Institut für Medien und Kompetenzforschung (MMB) im Auftrag des BITKOM Personalverantwortliche in Großunternehmen.

Zur Originalmeldung auf www.bitkom.org.

Veröffentlicht in Zusammenarbeit mit biz-AWARDS.

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