Viele Gründerwettbewerbe und Innovationspreise legen vor allem auf eines Wert: auf neue Ideen. Doch die sind nicht immer einfach zu finden. Eine Möglichkeit, gute Ideen zu generieren: der Perspektiven-Wechsel.
Ein guter Perspektivwechsel sei der Schlüssel zu einer effektiven Ideengenerierung, schreibt das Blog "Impulse für neue Ideen". Autor Graham beschreibt in zwei Beiträgen, worauf es dabei ankommt. Hier das Beste davon kurz und kompakt.
Ein anderer Blick(winkel)
Im klassischen Brainstorming und anderen Kreativitäts-Techniken (6-3-5, Brainwriting-Pool etc.) wird der direkte Weg zur Lösung gesucht: Ein Moderator nennt zum Beispiel die Aufgabe und wartet dann auf die Eingebunden der Gruppe. Das Problem: Häufig werden nur banale Ideen genannt – weil jeder im eigenen Kopf zuerst Ideen findet, die vorher schon da waren.
Was fehlt ist ein Perspektivwechsel, der den Blick auf das Problem ändert. Oder anders gesagt: Der Perspektivwechsel befreit von der Betriebsblindheit und stellt Anregungen her.
Wie das prinzipiell aussehen kann, zeigt ein Diagramm: In einem ersten Schritt wird die neue Perspektive hergestellt. In einem zweiten werden dann Lösungsideen entwickelt.

Wirksam, wirksamer, am wirksamsten
Neue Perspektiven lassen sich durch verschiedene Methoden erreichen. Einfach, aber meist nicht effektiv: ein zufälliges Wort oder Bild – etwa Papagei, Astronaut, Tomatensuppe.
Wirksamer seien Perspektivwechsel in Satzform (siehe auch "Neues von Mr. X):
• Wie würde IBM mein Problem lösen?
• Was würde ein Vier-Sterne-General mir empfehlen?
• Was wurde ein Nobelpreisträger an meiner Stelle tun?
Noch wirksamer: die Analogietechnik. Hier wird eine Aufgabe aus der Perspektive einer ähnlichen Person oder Organisation betrachtet. Das ist deshalb hilfreich, weil die Perspektive passend zum Auftraggeber und zur Aufgabenstellung ausgesucht werden kann.
Neues mit Mr. X
Eine leicht umzusetzende Methode für unterschiedliche Perspektivwechsel: die "Mr. X-Technik". Diese besteht aus Fragen der Form:
• Was würde Mr. X tun?
• Wie würde Mr. X das Problem lösen?
• Was würde uns Mr. X empfehlen?
An die Stelle von Mr. X setzt man eine Person oder Organisation ein, die aus einer vorgefertigten Liste stammt oder von den Mitarbeitern selbst gewählt wird. Beispiele:
• Fantasiefiguren (Superman, Pipi Langstrumpf, Dagobert Duck, usw.)
• Erfolgreiche Unternehmen (Google, Nike, Deutsche Bank, usw.)
• Helden und Vorbilder (Winston Churchill, Mutter Theresa, Darth Vader, usw.)
• Führungspersönlichkeiten (Margaret Thatcher, Richard Branson, Alexander der Große, usw.)
Auch eine vereinfachte Analogietechnik lässt sich mit Mr. X umsetzen – beispielsweise:
• Was würde ein Kosmetiker an meiner Stelle tun? (Auch ein Kosmetiker kümmert sich um das Aussehen seiner Kunden.)
• Was würde Ihnen ein Künstler empfehlen? (Auch ein Künstler will etwas Schönes herstellen.)
• Wie würde ein Café-Besitzer Ihr Problem lösen? (Auch im Caféhaus verbringen die Kunden einige Zeit im Sitzen.)
Zum Originalartikel 1
Zum Originalartikel 2
Veröffentlicht in Zusammenarbeit mit biz-AWARDS.













