Zahlreiche junge Unternehmen gehen heutzutage schon in der Anfangsphase wieder pleite. Allein in Berlin waren es im vergangenen Jahr 30.000 Firmen, die sich nicht halten konnten. Darunter waren zahlreiche junge, aber auch lange bestehende Unternehmen. Was hinter einer Existenzgründung steckt, wie Gründer typische Fehler vermeiden können und was die Selbstständigkeit trotzdem attraktiv macht:
Oft liegt der Fehler im Anfang. „Meistens stellt sich schon bei der Gründung heraus, dass die Idee eines Geschäftsmodells nicht funktioniert“, sagt der Unternehmensberater, Hans-Jürgen Buschmann.
- Gründer prüfen oft nicht sorgfältig genug, ob es für ein Produkt einen tatsächlichen Bedarf gibt
- wichtig ist deshalb sich die Frage zu stellen, ob genügend Kunden für die angebotenen Produkte Geld ausgeben würden
- gibt es bereits viele Wettbewerber in der Branche oder trifft das Angebot eine Marktlücke?
- kaufmännische und fachliche, aber auch die persönlichen Anforderungen werden häufig unterschätzt
- ausschaggebend ist ebenfalls, dass genug Eigenkapital vorhanden ist und Liquiditätsengpässe überbrückt werden können
- Mindestens einmal im Jahr sollten Unternehmer ihre Situation begutachten und beurteilen, sich dazu mit ihren Mitarbeitern zusammensetzen
- dabei sollten Fragen wie "Wo steht die Firma?", "Ist sie nach wie vor attraktiv?", "Hat das Angebot eine starke Position im Wettbewerb?" im Mittelpunkt stehen
- Es bietet sich immer an Experten von außen einzuladen um den Marktwert und die Rentabilität eines Unternehmens klar zu definieren
Gerade Gründerteams, die einen ganz guten Start hatten, seien häufig überfordert, wenn es daran geht, das Unternehmen zu festigen und zu erweitern, sich untereinander zu organisieren, Aufgaben aufzuteilen und Arbeitsprozesse zu präzisieren, weiß Unternehmensberater Buschmann. „Jede Krise hat einen langen Vorlauf“, sagt er.
Ein Gutes zeichen ist trotz aller Widrigkeiten, dass es im vergangenen Jahr in Berlin mehr als 40 000 Existenzgründungen gab. Die Quote der Selbstständigen liegt hier mit 14 Prozent drei Prozent über dem Bundesschnitt. Das ist die andere, positive Seite der Medaille.
Was sind Ihrer Meinung nach typische Gründerfehler? Haben sie positive Erfahrungen gemacht oder wurden Ihnen Steine in den Weg gelegt? Teilen Sie Ihre Meinung mit uns und fühlen Sie sich eingeladen einen Kommentar zum Thema zu schreiben!
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2 Antworten zu "Selbstständigkeit: typische Gründerfehler vermeiden"
Alexei
5. Januar 2011 - 18:30
Guter Post. Sicher kein Fehler, sich mit dem Thema näher zu befassen. Ich werde sicher auch die nächsten Artikel verfolgen.
Viki
6. Januar 2011 - 11:58
Hallo,
die typischen Gründungsfehler, wie sie hier beschrieben werden, sind in der Tat tückisch für unerfahrene Gründer. Besonders mangelndes Eigenkapital als Rücklage wurde von Statistiken der KfW-Bank als Hauptursache für frühes Scheitern einer Existenzgründung ermittelt. Franchising kann für Existenzgründer ein sicherer Weg in die Selbstständigkeit sein – vorausgesetzt es handelt sich um ein etabliertes System. Der Franchise-Geber vermittelt dem Franchise-Nehmer gegen Gebühr das nötige Know-how, um selbst erfolgreicher Unternehmer zu sein. Franchise-Systeme, die noch Partner suchen findet man z.B. im Franchiseportal (www.franchiseportal.de) Um die Seriösität eines Systems zu überprüfen und sich über Franchising im Allgemeinen zu informieren, empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme zum Deutschen Franchise-Verband (DFV).
Viel Erfolg beim Gründen!