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2010
23
Nov

Gewerbesteuer für Freiberufler

Beitrag von Nina / Kategorie: Freiberufler

Die Frage ist nicht mehr ob sondern wann!

Nach dem Parteitag der Grünen am vergangenen Wochenende, ist die Diskussion zum Thema "Gewerbesteuer für Freiberufler" wieder in der Vordergrund gerückt.

Die Kommunen klagen bereits seit einer ganzen Weile über leere Haushaltskassen. Seit März 2010 fordern sie konkret die Einführung einer Gewerbesteuer für Freiberufler, denn bei einer Erweiterung auf Freiberufler könnten die Kommunen die gesamten Steuereinnahmen komplett für sich beanspruchen, wie Focus online berichtet.

Im Juli diesen Jahres musste sich die Koalition bei den Plänen zur Abschaffung der Gewerbesteuer bereits dem Widerstand der Kommunen beugen.

Anfang letzten Monats berichtet n-tv.de bereits über eine mögliche Einführung einer Gewerbesteuer für Freiberufler und was dieses für sie bedeuten würde.

Laut Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, hat die Einführung angeblich keine Mehrbelastung für Freiberufler zu Folge. Er behauptet sogar „[…], dass betroffene Freiberufler kaum belastet würden, da sie die Gewerbesteuer mit der Einkommensteuer verrechnen könnten.“.

Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit, denn eine vollständige Verrechnung mit der Einkommensteuer findet nur statt, wenn der Gewerbesteuerhebesatz der Region/Kommune nicht höher als 380% ist. In den meisten deutschen Städten liegt der Steuerhebesatz allerdings deutlich darüber.

Außerdem gilt für Freiberufler, die als Personengesellschaft angemeldet sind, ein Freibetrag von 24.500 €. D.h., wer weniger im Jahr verdient, ist sowieso von der Zahlung der Gewerbesteuer befreit und zahlt auch nichts in die Haushaltskasse ein.

Das die Einführung der Gewerbesteuer auch für Freiberufler kommt bzw. jetzt auch von der Politik gefordert wird, ist also nicht allzu überraschend. Dass sie keine Erleichterung für diejenigen ist, die mehr als den jährlichen Freibetrag verdienen und in einer der Städte lebt,  in der ein Gewerbesteuerhebesatz > 380 % gilt, lässt sich wohl auch nicht von der Hand weisen.
Die Belastungen für Freiberufler werden also eher weiter steigen.

Heute schon zahlen Freiberufler u.a. Steuern und Versicherungsbeiträge zur Krankenversichrung, Haftpflichtversicherung, Betriebsrechtschutzversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und für die private Rente.

Die Frage ist also nicht mehr ob sondern wann und wie die Gewerbesteuer für Freiberufler kommt. Was denken Sie? Und was halten Sie von diesen Plänen?

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2 Antworten zu "Gewerbesteuer für Freiberufler"

Grundsätzlich ist mir Steuergerechtigkeit wichtiger als niedrige Steuersätze für einzelne Gruppen. Zu Steuergerechtigkeit gehört auch, dass es möglichst wenige Lücken gibt, durch die einzelne sich wieder vor der Steuer drücken können. Tendenziell würde das auch zu niedrigeren Steuersätzen für die Ehrlichen führen.

Die Berechnung der GewSt müsste aber auch mal vereinfacht werden.

[...] um ihren Haushalt aufrecht zu erhalten (und im besten Fall auszubauen). Auch der Wirtschaft und den Freiberuflern geht es steuerpolitisch weniger um Entlastungen. Für sie wäre allerdings die [...]

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