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2011
08
Aug

"Es gibt doch das Internet, da kann ich überall arbeiten" - das war lange Zeit ein geflügelter Satz und eine mehr oder weniger schöne Illusion. Denn manchmal oder in manchen Projekten funktioniert es nicht so einfach, da ist zumindest zuweilen persönliche Abstimmung notwendig. Der heutige Beitrag gibt Euch einen kleinen Überblick, wann wie viel Nähe zu den Projektkollegen oder Auftraggebern notwendig ist.

Anbahnung: Die groben Anforderungen und Aufgaben sowie die "Papierform inkl. Referenzen" eines Freelancers werden noch über projektwerk (manchmal auch andere Projektbörsen ;-) ), E-Mail, Skype oder Telefon geklärt. Wenn Anforderungen und Kenntnisse zu passen scheinen, trifft man sich aber doch mal - in der Regel um zu schauen, ob die Chemie stimmt und wie generell der persönliche Eindruck ist.

Verhandeln: Geht auch am besten persönlich, besonders wenn es nicht um Standard-Stundensätze geht, z.B. weil ein Projekt mit langfristiger Perspektive ansteht oder Skills und Anforderungen doch nicht so perfekt zusammenpassen. Die formale Vereinbarung ist dann in der Regel gut remote zu machen, schließlich unterschreibt man keinen Staatsvertrag mit Pressevertretern.

Projektbeginn: Egal ob ein Freelancer in ein bestehendes Projektteam kommt oder ein Team neu zusammengestellt wird: Ein Kickoff-Meeting geht eigentlich nur persönlich. Nun gibt es Projekte, die aufgrund großer räumlicher Entfernungen remote laufen müssen; wenn nearshore oder offshore gearbeitet wird, erst recht. Hier ist die Erfahrung: Wenn Aufgaben nicht sonnenklar (ohne die Möglichkeit von Missverständnissen aus kulturellen oder sonstigen Gründen) definiert sind, wird´s schwierig. Die meisten Unternehmen, die so arbeiten, schicken daher Projektmanager vor Ort.

Arbeitsphasen: Wenn alle wissen, was zu tun ist, wann Zwischenergebnisse geliefert werden sollen, kann man auch von überall arbeiten - ausser in Projekten mit extrem viel Abstimmungsbedarf und kreativen Anteilen. Am besten funktioniert unserer Erfahrung nach eine gute Mischung aus persönlicher Zusammenarbeit und remote mit Meetings zwischendurch.

Abschluss: Erfolge soll man feiern! Auch wenn das häufig zu kurz kommt (auch in unseren Projekten): Das macht allein vor dem Rechner keinen Spaß ;-) .

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