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Freiberufler

2010
29
Dez

Arbeiten zwischen den Tagen

Beitrag von Simone / Kategorie: Freiberufler, Tipps

Arbeiten Sie auch zwischen den Feiertagen? Dann gehören sie zu den meisten Deutschen, denn laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris wird selbst im Weihnachtsurlaub nicht komplett abgeschaltet. Mindestens 51% sind demnach auch dann noch beruflich erreichbar. Bloß 29% würden berufliche Anfragen ignorieren. An der vom Branchenverband BITKOM in Auftrag gegebenen Studie nahmen insgesamt 496 Berufstätige teil.

Natürlich ist die Erreichbarkeit besonders für Selbstständige und Freiberufler auch während der Weihnachtszeit besonders wichtig. “Die Erreichbarkeit zwischen den Jahren zeigt, wie sehr sich viele Beschäftigte mit ihrem Beruf identifizieren”, erklärte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Studie. Dennoch sollte man nicht vergessen, auch mal abzuschalten und die Energie höchstens auf die sehr dringlichen Angelegenheiten zu beschränken.

Quelle: joppo.de

2010
22
Dez

von Stefan Süß/Johannes Becker/Shiva Sayah/Benjamin Haarhaus (Düsseldorf)

Freelancer im Spannungsfeld zwischen Flexibilisierung und Stabilisierung

Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs kann seit Jahren eine Flexibilisierung von Unternehmen beobachtet werden. Flexible, so genannte „Neue Beschäftigungsformen“ wie etwa hochqualifizierte Freelancer, die eigenverantwortlich und meist auf Projektbasis für ihre Auftraggeber tätig werden, gewinnen gerade in der IT- und Medienbranche zunehmend an Relevanz.

Im Vergleich zu klassischen Beschäftigungsformen weist das Freelancing einige Besonderheiten auf. Aufgrund der Kurzfristigkeit ihrer Beschäftigung und den damit verbundenen (finanziellen) Unsicherheiten erleben Freelancer einen Verlust an beruflicher Stabilität. Auch die private Stabilität sinkt, da die Notwendigkeit der kontinuierlichen Akquise von Folgebeschäftigungen langfristige Planungen erschwert und oftmals einen Einsatz in vom Wohnort entfernten Regionen bedingt. Zudem sind Arbeitsbelastung sowie Zeit- und Leistungsdruck im Freelancing meist höher als in festen Angestelltenverhältnissen, was zu Stress und Überforderung führen kann. Die kurze Halbwertszeit des Fachwissens erfordert besonders in der IT-Branche regelmäßige und aufgrund der Selbständigkeit eigenfinanzierte Weiterbildung seitens der Freelancer.

Trotz der steigenden Zahl freier Mitarbeiter wurde ihnen bisher in der Forschung wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei stellen sich gerade in Hinblick auf ihre Arbeitsbedingungen viele ungeklärte Fragen: Empfinden Freelancer Arbeitszufriedenheit? Wie können Freelancer Berufs- und Privatleben vereinbaren? Unter welchen Umständen können sich Freelancer ihren Auftraggebern zugehörig fühlen? Wie können Freelancer ihre Beschäftigungsfähigkeit sicherstellen?

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Freelancer im Spannungsfeld von Flexibilisierung und Stabilisierung (FlinK)“ greift diese Thematik auf. Die Zusammenarbeit von Betriebswirten und Psychologen ermöglicht es, die Beschäftigungsform Freelance aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und somit zu einem umfassenden Verständnis der Arbeits- und Lebensbedingungen freier Mitarbeiter zu gelangen.

Aktuelle Studie zur Arbeitszufriedenheit

Aktuell führt der Lehrstuhl für BWL, insb. Organisation und Personal der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Rahmen des FlinK-Projekts eine Studie zum Thema „Arbeitszufriedenheit von IT-Freelancern“ durch.

In der Online-Befragung soll herausgefunden werden, welche Ausprägungen von Arbeitszufriedenheit bei IT-Freelancern bestehen und ob sich diese von denen Festangestellter IT-ler unterscheiden. Sowohl Freelancer als auch Festangestellte sind herzlich einladen, dieses Forschungsvorhaben mit Ihrer Teilnahme an der Befragung zu unterstützen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 15-20 Minuten und ist anonym. Da die Studie außerdem dazu dient, das Messinstrument zu validieren, können auch Freelancer und Festangestellte anderer Branchen an der Befragung teilnehmen. Erste Ergebnisse werden im Frühling 2011 an dieser Stelle veröffentlicht.

Sie finden den Fragebogen bis zum 15.01.2011 30.01.2011 unter www.arbeitszufriedenheit.net.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.flink-projekt.de.
2010
03
Dez

Von Svenja Hofert und Thorsten Visbal

Wie Sie mit komischen Kollegen klarkommen

Der eine klaut die Ideen des anderen, der nächste schleimt beim Chef und dann gibt es wieder Kollegen, die sich für Punkt 17 Uhr den Wecker stellen – Arbeitsende. Fast in jedem Team gäbe es mindestens einen “komischen” Kollegen oder Chef, sagen die beiden Hamburger Berater und Autoren Svenja Hofert und Thorsten Visbal („Ich hasse Teams. Wie Sie die Woche mit Kollegen überleben“, Eichborn-Verlag), die mehr als 100 Personen zur Teamarbeit befragt haben.

Doch was tun, wenn ein Kollege oder eine Kollegin den Abteilungsfrieden und die persönliche Zufriedenheit am Arbeitsplatz stört? Die beiden Autoren haben einen kleinen Teamknigge zusammengestellt.

Der faule Kollege: Wenn Sie ausbaden müssen, dass der Kollege oder die Kollegin seinen/ihren Job nur als Arbeit und nicht als Aufgabe ansieht, dann sprechen Sie das unter vier Augen an. Kündigen Sie Ihre Kritik an und formulieren Sie diese aus der Ich-Perspektive: „Ich verstehe, dass du pünktlich bei deinem Fußballverein sein willst. Die Folge für mich ist aber, dass ich deine Arbeit auch noch übernehmen muss. Ich fühle mich deshalb überlastet. Wie können wir das ändern?“

Der Ideendieb: Er oder sie ist immer ganz vorn mit dem Mundwerk und gibt Ihre Ideen vor dem Chef als seine/ihre aus. Kommunizieren Sie Ihre Ideen deutlich vor dem Team und dem Chef, das erschwert dem Ideendieb den „Mundraub“. Skizzieren Sie Ideen eventuell auch schriftlich. Sagen Sie, wenn es Ihre Idee war. „Moment Mal, das habe ich doch schon Donnerstag vorgeschlagen?“

Der Selbstdarsteller: Er und seltener sie redet und arbeitet nicht. Oft arbeitet er als Chef oder im Vertrieb. Schlagen Sie vor, in einem „Teamprojekt“ die Rollen zu tauschen. Beispiel: Die Organisation der nächsten Weihnachtsfeier. Während Sie die Kollegen informieren und eine Rede halten, soll der Selbstdarsteller einmal die Organisation übernehmen. Quasi als Selbsterfahrungsübung für beide Seiten.

Der Nörgler:
Er, selten sie, hat an allem etwas auszusetzen. Das nervt Sie und das Team! Sprechen Sie mit dem Kollegen darüber, aber bitte unter vier Augen. Vereinbaren Sie eine Selbsterfahrungsübung, zum Beispiel: Der Kollege verzichtet einen Tag aufs Nörgeln, dafür kritisieren Sie acht Stunden lang, was das Zeug hält. Am Ende trinken Sie gemeinsam Café und tauschen sich darüber aus, was Sie in der jeweils anderen Rolle gespürt und erfahren haben.

Der falsche Chef: Er, öfter auch sie, ist eigentlich nicht zum Chef geboren. Aber die Führungsspitze hat ihn strafversetzt oder sieht die Inkompetenz nicht. Erst einmal: Ändern können Sie an der Situation nichts, nur an sich selbst. Oft empfinden Sie Schwächen des Chefs, wenn Sie sich selbst im „Hochstatus“ dem Chef überlegen fühlen, der hingegen in ihren Augen einen „Niedrigstatus“ einnimmt, weil er unsicher oder entscheidungsschwach wirkt. Die Lösung: Machen Sie sich bewusst kleiner, verhalten Sie sich langsamer, vorsichtiger, fahren Sie das eigene Selbstbewusstsein im Umgang mit diesem Chef zurück – Sie werden sehen, dass Sie damit einen besseren Zugang zum Vorgesetzten bekommen.

Aber natürlich sind auch Sie selbst ein Teil des Teams. Neben den Blick auf die Kollegen schärfen die beiden Autoren auch den Blick auf sich selbst und geben praktische Tipps zur Erhöhung der Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Über Svenja Hofert und Thorsten Visbal

Svenja Hofert hat mehr als 25 erfolgreiche Bücher geschrieben und arbeitet seit vielen Jahren in Hamburg als Karriere- und Unternehmensberaterin (www.svenja-hofert.de). Thorsten Visbal ist Unternehmensberater und Organisationsentwickler mit Schwerpunkt Team (www.thorsten-visbal.de).

Zusammen sind sie Autoren des Buches „Ich hasse Teams. Wie Sie die Woche mit Kollegen überleben“, das gerade im Eichborn-Verlag erschienen ist (ISBN 3821857218). Website: www.ichhasseteams.de.

Video zu komischen Kollegen: http://www.ichhasseteams.de/presse/video/

Fotos der Autoren unter http://www.ichhasseteams.de/presse/

2010
23
Nov

Gewerbesteuer für Freiberufler

Beitrag von Nina / Kategorie: Freiberufler

Die Frage ist nicht mehr ob sondern wann!

Nach dem Parteitag der Grünen am vergangenen Wochenende, ist die Diskussion zum Thema "Gewerbesteuer für Freiberufler" wieder in der Vordergrund gerückt.

Die Kommunen klagen bereits seit einer ganzen Weile über leere Haushaltskassen. Seit März 2010 fordern sie konkret die Einführung einer Gewerbesteuer für Freiberufler, denn bei einer Erweiterung auf Freiberufler könnten die Kommunen die gesamten Steuereinnahmen komplett für sich beanspruchen, wie Focus online berichtet.

Im Juli diesen Jahres musste sich die Koalition bei den Plänen zur Abschaffung der Gewerbesteuer bereits dem Widerstand der Kommunen beugen.

Anfang letzten Monats berichtet n-tv.de bereits über eine mögliche Einführung einer Gewerbesteuer für Freiberufler und was dieses für sie bedeuten würde.

Laut Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, hat die Einführung angeblich keine Mehrbelastung für Freiberufler zu Folge. Er behauptet sogar „[…], dass betroffene Freiberufler kaum belastet würden, da sie die Gewerbesteuer mit der Einkommensteuer verrechnen könnten.“.

Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit, denn eine vollständige Verrechnung mit der Einkommensteuer findet nur statt, wenn der Gewerbesteuerhebesatz der Region/Kommune nicht höher als 380% ist. In den meisten deutschen Städten liegt der Steuerhebesatz allerdings deutlich darüber.

Außerdem gilt für Freiberufler, die als Personengesellschaft angemeldet sind, ein Freibetrag von 24.500 €. D.h., wer weniger im Jahr verdient, ist sowieso von der Zahlung der Gewerbesteuer befreit und zahlt auch nichts in die Haushaltskasse ein.

Das die Einführung der Gewerbesteuer auch für Freiberufler kommt bzw. jetzt auch von der Politik gefordert wird, ist also nicht allzu überraschend. Dass sie keine Erleichterung für diejenigen ist, die mehr als den jährlichen Freibetrag verdienen und in einer der Städte lebt,  in der ein Gewerbesteuerhebesatz > 380 % gilt, lässt sich wohl auch nicht von der Hand weisen.
Die Belastungen für Freiberufler werden also eher weiter steigen.

Heute schon zahlen Freiberufler u.a. Steuern und Versicherungsbeiträge zur Krankenversichrung, Haftpflichtversicherung, Betriebsrechtschutzversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und für die private Rente.

Die Frage ist also nicht mehr ob sondern wann und wie die Gewerbesteuer für Freiberufler kommt. Was denken Sie? Und was halten Sie von diesen Plänen?

2010
09
Nov

Freiberufler wird man ja meist nicht einfach mal eben so. Oftmals steckt eine tolle Idee dahinter, die man verwirklichen möchte. Um es nicht nur bei der Idee zu belassen, muss man ein gewisser Typ Mensch sein, denn es erfordert einiges an Ausdauer und Durchsetzungkraft bis es zur Verwirklichung kommt.

Um die Umsetzung grundsätzlich ins Rollen zu bringen, gibt es ja tollerweise viele Anlaufstellen, bei denen man sich in der Gründungsphase Unterstützung und Tipps holen kann, wie z.B. online oder beim Team von Mittelpunkt.

Neben all der fachlichen Unterstützung die angeboten wird, muss aber der Freiberufler (mindestens) vier persönliche Anforderungen erfüllen:

1. Engagement für die Sache zeigen

D.h. als Freiberufler muss man sowohl die Bereitschaft besitzen, sich mit seiner Arbeitskraft voll und ganz in einem Projekt einzubringen als auch den Willen haben, sich umfangreiches Fachwissen anzueignen und in seinem Bereich immer "up-to-date" zu bleiben.

2. Sozial und flexibel sein

Neben dem Überzeugen auf der fachlichen Seite, muss natürlich auch die "Chemie" zwischen dem Freiberufler und dem Auftraggeber stimmen. Wichtig sind hier beispielsweise ein möglichst ähnliches Verständis zu Arbeitsweisen. Als Freiberufler sollte man in der Lage sein bzw. die Flexibilität besitzen, sich den Strukturen des Kundens anzupassen. Team- und Kommunikationsfähigkeit spielen eine ebenso wichtige Rolle wie Verantwortungsbewusstsein und können unter Umständen ausschlaggebend für die Projektvergabe sein.

3. Unternehmer sein

Auch als Freiberufler müssen Sie Werbung für sich machen und Ihre (neuen) Kunden überzeugen, dass Sie genau der / die Richtige für das Projekt sind! Das eigene Netzwerk ist da sicherlich ein guter Startpunkt. Ist dieses allerdings noch nicht so weit ausgebaut, sind Projektbörsen - wie projektwerk ;-) - eine gute Möglichkeit, um sich und seine Dienstleistung vorzustellen und Projektpartner auf sich aufmerksam zu machen.

4. Stärken identifizieren und Schwachstellen durch kompetente Partner ausgleichen

Der Freiberufler an sich ist in den seltensten Fällen die "eierlegende Wollmilchsau". Zudem werden Tätigkeiten immer komplexer und damit komplizierter. Um den Anforderungen der Kunden (und sein eigenen) gerecht zu werden, ist es nicht selten ratsam, sich Partner mit "ins Boot" zu holen, die einen dort unterstützen wo es hakt.

Aber ist das "schon" alles? Oder was braucht es noch als Freiberufler?
Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen!

2010
08
Nov

© 2010 Sachverständiger Peter Brenner Köln www.svkanzlei.de

Welcher Steuerpflichtige träumt nicht davon, seine an das Finanzamt gezahlte Steuer erstattet zu bekommen. Diese Möglichkeit gibt es neuerdings für Informatiker, die bisher Gewerbesteuer entrichteten und es schaffen, das Finanzamt von ihrer Freiberuflichkeit zu überzeugen. Es winken nicht nur die Rückzahlung, sondern zusätzlich steuerfreie 6 % Zinsen p.A..

Von Peter Brenner

Viele Steuerpflichtige sind der Auffassung, dass Steuerbescheide, gegen die nicht fristgemäß Einspruch eingelegt worden ist, nicht mehr geändert werden können. Diese Ansicht ist falsch! Es gibt unter bestimmten Umständen sehr wohl rechtliche Mittel auch einen an sich bestandskräftigen Bescheid anzugreifen und das Finanzamt zu veranlassen, diesen zu ändern oder aufzuheben. Voraussetzung dafür ist, dass gegenüber dem Finanzamt „neue Tatsachen” vorgetragen werden können. Zur Zeit erhöhen die Gemeinden deutschlandweit die Gewerbesteuer.

Wie ist das Finanzamt zu überzeugen?

Es geht dabei um den Nachweis einer den Anforderungen entsprechenden Ausbildung, einer Tätigkeit im Bereich der Softwareentwicklung und der ingenieurvergleichbaren und ingenieurgemässen Vorgehensweise. Häufig sind Informatiker der Ansicht sie erfüllen diese hohen Anforderungen nicht und zahlen ärgerlich die Gewerbesteuer. Ergibt eine erneute Überprüfung des Status, das es sich doch um eine freiberufliche Tätigkeit handelt, dann sind diese Tatsachen dem Finanzamt strategisch glaubhaft zu machen. read-more

2010
02
Nov

Altersvorsorge ist auch für Unternehmer und Freiberufler ein wichtiges Thema – selbst wenn man darauf setzt, sein Unternehmen später zu verkaufen. Für alle, die in die Rentenversicherung einzahlen sowie Beamte und Künstler gibt es neben diversen Möglichkeiten zur privaten Vorsorge die Option zu „riestern“.

Selbstverständlich können auch Unternehmer und Freiberufler in Fonds, Immobilien etc. investieren,  aber  die Chance auf den Abschluss der Riester-Rente besteht für sie nicht. Dabei hätte Walter Riester gerade auch Unternehmer mit an Bord gehabt. „[…] Von den vier Millionen Unternehmern sind drei Millionen Kleingewerbetreibende, Freiberufler, die im Regelfall kaum Rückstellungen fürs Alter bilden. Sie stecken alles in den Betrieb. […]“, erklärt Riester im Interview auf Focus Online. Daraus ergeben sich für ihn heute Optimierungspotentiale.

Meine Frage an Sie ist nun allerdings: Besteht überhaupt Interesse und Bedarf auf Seiten der Unternehmer und Freiberufler zur Einführung der Riester-Rente? Oder sind Sie mit Ihren Optionen zur Altersvorsorge vollkommen zufrieden? Diskutieren Sie mit uns!

2010
30
Sep

Freiberufler und Burnout

Beitrag von Meike / Kategorie: Freiberufler

Laut einer Studie der Technischen Universität Dortmund sind Freiberufler mehr vom Burnout-Syndrom betroffen, als Festangestellte. Dieses leitet die Universität von einer Online-Befragung ab, die sie in Kooperation mit mehreren Freelancer-Börsen durchgeführt hat.

Vor allem sei die mangelnde Trennung von Privatleben und Arbeit verantwortlich für die dauerhafte Erschöpfung, die Ängste, die negativen Emotionen und die Regenerationsunfähigkeit.
Schaltet man im besten Falle als Festangestellte/r auf dem Nachhauseweg ab, so arbeiten viele Freelancer bereits von zuhause aus und beenden nach außen hin den Arbeitstag vielleicht nur durch einen Zimmerwechsel.
Hauptgrund für einen Burnout sind laut Befragung nicht die langen Arbeitszeiten, sondern schlecht zu bewältigende oder sinnlose Aufgaben, eine geringe Wertschätzung durch Vorgesetzte und Kunden, Ergebnis- und Zeitdruck, geringe Austauschmöglichkeiten mit den Kollegen, keine oder sehr unregelmäßige Pausen und die bereits erwähnte mangelnde Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben.

14% der im Durchschnitt 43jährigen Freelancer sagen aus, dass sie die Belastung wahrscheinlich nicht bis zu ihrem 50sten Lebensjahr aushalten werden.
Auch sei bei einem großen Teil der Befragten die Grenze der Belastbarkeit überschritten, sodass die Freude an der Arbeit und eine intrinsische Motivation auf der Strecke geblieben wären.

Jedoch muss auch betont werden, dass sich ein Viertel der Befragten nicht erschöpft oder regenerationsunfähig fühlt. Zwei Drittel sagen sogar aus, dass sie stolz auf ihre Leistungen sind und eine starke bis sehr starke positive Leistungsorientierung empfinden. Beruflicher Stress wird als positiv empfunden. Man hat Spaß und ist mit großem Einsatz bei der Arbeit.
Die Technische Universität Dortmund hat aus den Ergebnissen ein Konzept für ein Burnout-Präventionsprogramm entwickelt, welches durch erste Pilotnetzwerke (alle Themen und Behandlungen zum Thema „Burnout“ werden unter einem Dach vereint) im Münsterland, im Ruhrgebiet und im Rheinland aufgebaut wird.

(Quelle: www.derStandard.at)

2010
20
Sep

Angaben über eine Berufshaftpflichtversicherung müssen Freiberufler ihren Projektpartnern jetzt vor Abschluss eines Vertrages geben. Halten sie sich nicht an die neuen gesetzlichen Vorgaben, drohen hohe Bußgelder, die bei 1.000€ anfangen.

Computerwoche macht auf die neuen Änderungen für Freiberufler durch die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung (DL-InfoV) aufmerksam. Diese ist am 17. Mai 2010 in Kraft getreten, d.h. es ist höchste Zeit für Freiberufler sich damit auseinanderzusetzen. Aufgrund einer europäischen Richtlinie wurde die DL-InfoV umgesetzt. Ziel ist es, mehr Transparenz bei Dienstleistungen zu schaffen.

Hier eine Auswahl der Hinweise, die Sie, als Freiberufler, künftig nicht mehr vergessen dürfen:
• Name, Adresse, Kontaktmöglichkeiten
• Niederlassung (wenn vorhanden)
• Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (falls er eine solche besitzt)
• AGB (wenn vorhanden)
• falls eine Berufshaftpflichtversicherung besteht: Name und Anschrift des Versicherers, Name des        Versicherungsnehmers, räumlicher Geltungsbereich

Weitere Pflichtangaben finden sie auf computerwoche.de.

Diese Informationen müssen Dienstleister ihren Auftraggebern ungefragt vor einem Vertragsschluss zur Verfügung stellen. Auf Nachfrage des Kunden müssen weitere Informationen mitgeteilt werden.

Veröffentlichung im Impressum auf der Website

Alterntiv haben Sie die Möglichkeit, diese Informationen auch im Impressum Ihres Web-Auftrittes zu veröffentlichen. In kürzerer Form, mussten Sie dieses auch schon vorher tun (mit Name, Adresse, Kontaktmöglichkeiten, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Registereintragungen). Hinzu gekommen ist nur der Hinweis zur Berufshaftpflichtversicherung.

Unser Partner KuV24.de bietet mit seiner IT-Haftpflicht-Card eine unkomplizierte und transparente Möglichkeit, dieser Informationspflicht nachzukommen. Informieren Sie sich einfach über alle Vorteil der IT-Haftpflicht-Card von KuV24.

2010
09
Sep

Das zumindest besagt eine Studie über Freiberufler des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE). An der repräsentativen Studie "Mixed Teams - Treiber des Projekterfolgs?" beteiligten sich 489 Entscheider aus Großunternehmen und dem gehobenen Mittelstand.

Das Ergebnis zeigt, dass über zwei Drittel der Befragten gemischte Teams aus fest Angestellten und Freelancer für effektiver halten, und zwar um 26,6%.

Die Vorteile rein interner, also fest angestellter Teams, seien die Identifikation mit dem Unternehmen, die Verfolgung strategischer Ziele sowie eine besserer Integration. Diesen traditionellen Vorteilen stehen jedoch Transfer von Methodenwissen, schnelle Problemerkennung, Wissensentwicklung im Projektverlauf und die Entwicklung von Lösungsalternativen entgegen.

Und das seien, so die Teilnehmer der Studie, wesentliche Vorteil auf dem immer flexibler werdenden Markt.
So stehen sich zwei Wertvorstellungen gegenüber – langfristige Bindung oder flexible Effektivität? Prof. Dr. Jutta Rump, Geschäftsführende Leiterin des IBE zieht folgende Erkenntnis aus der Studie: „Wir müssen uns verabschieden von der Vorstellung einer Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die über Jahrzehnte hinweg in unveränderter Weise andauert.“

Das sollten sich vor allem Vorstände und Geschäftsführer auf der Zunge zergehen lassen, denn noch stehen sie dem Trend zur Flexibilisierung wesentlich kritischer gegenüber als zum Beispiel Projektleiter, die zu 72% von gemischten Teams überzeugt sind – und näher am realen Projekt- und Arbeitsalltag sind als ihre Vorgesetzten.