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Freiberufler

2011
07
Jun

Gastbeitrag von Jürgen Busch von lektorat.de

Die Frage, ob sich ein Freiberufler eher privat oder gesetzlich versichern soll, kann nicht pauschal beantwortet werden. Vielmehr hängt es von den persönlichen Gegebenheiten ab, welche Variante der Krankenversicherung die bessere Wahl ist. Beides hat Vor- und Nachteile und die Entscheidung will gut überlegt sein, denn in der Regel ist sie bindend auf Lebenszeit.

Die Möglichkeiten, aus der privaten Krankenversicherung wieder auszusteigen, sind gering und nicht von Vornherein als Ausweg zu betrachten. Sie kommen nicht für jeden in Frage und im schlimmsten Fall ist der Freiberufler sein ganzes Leben lang in der privaten Krankenversicherung zahlendes Mitglied, auch wenn ihn die Beiträge immer stärker belasten, je älter er wird.

Die gesetzliche Krankenversicherung bringt durchaus einige Vorteile mit, auch wenn sie immer wieder gern so dargestellt wird, als wäre das nicht der Fall. Wer zum Beispiel Kinder hat oder bei wem die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist, ist mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der dort vorhandenen Möglichkeit zur Familienversicherung besser beraten. Denn hier können Kinder und unter bestimmten Bedingungen auch der Ehepartner kostenfrei mit versichert werden und können dennoch die gesamten Leistungen der Kasse in Anspruch nehmen.

Die Leistungen, die die private Krankenversicherung - bei der sich übrigens jeder selbst versichern muss und daher auch eigene Beiträge abführt - sind in dem Basistarif vergleichbar mit den Leistungen der gesetzlichen Kasse. Je nach Bedarf können weitere Leistungen hinzu gebucht werden, die dann aber die Beiträge erhöhen. Vor der Absicherung in der privaten Kasse steht eine Gesundheitsprüfung an, die ausschlaggebend für den Tarif und die Höhe der Beiträge ist. Lediglich im Basistarif muss jeder versichert werden, hier kann die Versicherung niemanden ablehnen.

Je älter ein Versicherungswilliger ist und je schlechter sein gesundheitlicher Zustand ist, desto höher fallen die Beiträge aus. Dies ist in der gesetzlichen Versicherung nicht der Fall, hier werden die Beiträge abhängig vom Einkommen berechnet. Wer als Freiberufler eher wenig verdient und nicht an den Mindestverdienst heranreicht, kann auf Antrag hin geringere Beiträge zahlen. Dies ist mit der betreffenden Versicherung selbst zu klären.

Zusätzlich zur gesetzlichen Krankenversicherung können Sie als Freiberufler private Zusatztarife in Anspruch genommen werden, so dass am Ende eine adäquate Versicherung entsteht und der gesetzlich Versicherte nicht mehr schlechter dasteht, als der privat Abgesicherte.

2011
13
Mai

Anders als bisher verlautbart, wurde gestern vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bestätigt, dass die Kürzung des Gründungszuschusses nicht zum 01.04.2012 in Kraft tritt, sondern noch in diesem Jahr am 01.11.2011.

Der vorgezogene Termin zieht entscheidende Veränderungen für alle Gründungswilligen nach sich. So muss jemand, der nach dem 01.02.2011 arbeitslos geworden ist, jetzt vor dem 01.11.2011 gründen, um die Förderung in der bisherigen Form in Anspruch zu nehmen - das ALG 1 kann dann allerdings nicht mehr neun Monate in Anspruch genommen werden.

Den Gesetzesentwurf (Regelungsteil) finden Sie unter
www.gruendungszuschuss.de/fileadmin/media/downloads/gz_reform_2011/GE_InstR_Regelungsteil.pdf

2011
04
Apr

Freiberufler sind oftmals Alleinkämpfer in ihrer Branche. Sie leben von ihrer Originalität und Einzigartigkeit. Vom Namen über die Dienstleistung bis zum Produkt.

Ein ansprechender, einprägsamer Name ist also nicht nur für Unternehmen besonders wichtig. Der erste Eindruck eines Namens bleibt im Gedächtnis. Ist er langweilig, vergessen wir ihn wieder. Ist er aber ausgefallen und innovativ, so merken wir ihn uns. Hat uns dann noch das Produkt überzeugt, sehen wir keinen Grund mehr etwas anderes zu suchen und sofort entsteht eine gewisse Bindung.

… und weil der eigene Vor- und Nachname oftmals wenig originell klingt, ist der Unternehmensname ein Problem: „GrafikVision“ erscheint eben einfach spannender als „Peter Müller“.

Nur wie kommt man bloß auf einen interessanten, ansprechenden Namen?

Hier ein paar Tipps zur kreativen Namensfindung:

- Schreiben Sie ohne Filter und Prüfraster alle Assoziationen auf, die Ihnen einfallen zu

  1. Ihrer Branche
  2. Ihrem Leistungsportfolio
  3. Ihren Zielen
  4. Ihrer Person

-Bedienen Sie sich dabei der Begriffe aus allen Sparten, also aus Technik, Natur, Kultur und bilden Sie Wortkombinationen oder Wortspiele etc.

-Umkreisen Sie die Begriffe, die Ihnen sympathisch sind.

-Bilden Sie Wortverbindungen aus diesen Begriffen.

Wählen Sie Ihre drei Favoriten aus und lassen Sie sie in den nächsten Tagen wirken – akustisch und visuell. Wächst die Begeisterung, dann stimmt der Name.

Doch Vorsicht auf dem Weg zum Perfekten Namen gibt es einige Fallstricke

Was man unbedingt beachten sollte:

  1. Sie dürfen Phantasie- oder Branchennamen verwenden.
  2. Sie müssen Ihrem Phantasie- oder Branchennamen Ihren eigenen Namen hinzufügen, allerdings reicht der Familienname aus.
  3. Ihre Unternehmensbezeichnung sollte ein klares Bild von Ihrer Leistung vermitteln, um das Risiko zu vermeiden, dass das Finanzamt die Freiberuflichkeit nicht anerkennt und Sie somit als Gewerbetreibender mit entsprechender Steuerpflicht geführt werden.

Bevor Sie Ihre kreative Unternehmensbezeichnung verwenden:

Recherchieren Sie Ihren Unternehmensnamen im Internet, damit Sie wissen, ob Ihr Name bereits gebraucht wird. Geben Sie in den Suchmaschinen Ihren Namen ein und testen Sie die Websites, die aufgelistet werden. Wird Ihr Name bereits in der Branche verwendet und ist er geschützt? Dann könnte Ihnen ein Unterlassungsanspruch oder gar eine Schadenersatzklage drohen, wenn Sie dies ignorieren.

Wenn Ihr Unternehmen nicht im Handelsregister eingetragen ist, dann sind Sie im Sinne des Handelsrechts keine Firma. Den ausführlichen Gesetzestext und Interpretationen zur Unternehmensbezeichnung finden Sie unter www.bmwi.de. Unter www.dpma.de/marke/recherche/index.html bietet das Patent- und Markenamt in München eine kostenfreie Marken-Schnellrecherche im Internet an, bei Bedarf erweitert um Österreich und die Schweiz, oder Sie recherchieren vorab – ebenfalls kostenfrei – Ihren Wunsch-Unternehmensnamen unter www.schutz rechte-online.de.

Klicken Sie hier für mehr Infos

2011
11
Feb

Hat der Fachkräftemangel bereits Auswirkungen auf Ihre Auftragslage?
(polls)

2011
28
Jan

Auf computerwoche.de wurde diese Woche heiß zum Thema Freelancer und Projektvermittler diskutiert. Verständlicherweise ist es für Freiberufler frustrierend, wenn sie für ein Projekt eingesetzt werden und ein Viertel oder sogar ein Drittel des Projektbudgets an einen Vermittler abgeben müssen. Auch uns wird häufig die Frage gestellt, wie das denn bei projektwerk mit Vermittlungsprovisionen aussieht. Unsere Antwort darauf: Bei projektwerk wird keine Provision fällig; Sie haben die volle Kostenkontrolle durch Ihre jeweilige Mitgliedschaft.

Dadurch, dass sowohl die Projektanbieter als auch die Freelancer gleich viel für die Premium-Mitgliedschaft auf projektwerk zahlen, agieren beide Seiten auf Augenhöhe und nutzen die Projektbörse gleichermaßen zur Veröffentlichung von Projekten und Profilen sowie zur direkten Kontaktaufnahme. Aufgrund der neu entwickelten Matching-Technologie entfällt auf projektwerk nun auch das umständliche Durchsuchen langer Ergebnislisten, sondern allen Mitgliedern mit einem gespeicherten Profil oder Projekt werden automatisch passende Projektpartner vorgeschlagen.

Das Gute ist also: Es gibt Alternativen, bei denen man eigenverantwortlich seine Aufträge und Kosten steuern kann ;-)

Wenn Sie ähnliche oder auch ganz andere Erfahrungen mit Projektvermittlern gemacht haben, freue ich mich auf eine spannende Diskussion. Gibt es vielleicht von Branche zu Branche Unterschiede?

2011
05
Jan

Zahlreiche junge Unternehmen gehen heutzutage schon in der Anfangsphase wieder pleite. Allein in Berlin waren es im vergangenen Jahr 30.000 Firmen, die sich nicht halten konnten. Darunter waren zahlreiche junge, aber auch lange bestehende Unternehmen. Was hinter einer Existenzgründung steckt, wie Gründer typische Fehler vermeiden können und was die Selbstständigkeit trotzdem attraktiv macht:

Oft liegt der Fehler im Anfang. „Meistens stellt sich schon bei der Gründung heraus, dass die Idee eines Geschäftsmodells nicht funktioniert“, sagt der Unternehmensberater, Hans-Jürgen Buschmann.

  • Gründer prüfen oft nicht sorgfältig genug, ob es für ein Produkt einen tatsächlichen Bedarf gibt
  • wichtig ist deshalb sich die Frage zu stellen, ob genügend Kunden für die angebotenen Produkte Geld ausgeben würden
  • gibt es bereits viele Wettbewerber in der Branche oder trifft das Angebot eine Marktlücke?
  • kaufmännische und fachliche, aber auch die persönlichen Anforderungen werden häufig unterschätzt
  • ausschaggebend ist ebenfalls, dass genug Eigenkapital vorhanden ist und Liquiditätsengpässe überbrückt werden können
  • Mindestens einmal im Jahr sollten Unternehmer ihre Situation begutachten und beurteilen, sich dazu mit ihren Mitarbeitern zusammensetzen
  • dabei sollten Fragen wie "Wo steht die Firma?", "Ist sie nach wie vor attraktiv?", "Hat das Angebot eine starke Position im Wettbewerb?" im Mittelpunkt stehen
  • Es bietet sich immer an Experten von außen einzuladen um den Marktwert und die Rentabilität eines Unternehmens klar zu definieren

Gerade Gründerteams, die einen ganz guten Start hatten, seien häufig überfordert, wenn es daran geht, das Unternehmen zu festigen und zu erweitern, sich untereinander zu organisieren, Aufgaben aufzuteilen und Arbeitsprozesse zu präzisieren, weiß Unternehmensberater Buschmann. „Jede Krise hat einen langen Vorlauf“, sagt er.

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2010
29
Dez

Arbeiten zwischen den Tagen

Beitrag von Simone / Kategorie: Freiberufler, Tipps

Arbeiten Sie auch zwischen den Feiertagen? Dann gehören sie zu den meisten Deutschen, denn laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris wird selbst im Weihnachtsurlaub nicht komplett abgeschaltet. Mindestens 51% sind demnach auch dann noch beruflich erreichbar. Bloß 29% würden berufliche Anfragen ignorieren. An der vom Branchenverband BITKOM in Auftrag gegebenen Studie nahmen insgesamt 496 Berufstätige teil.

Natürlich ist die Erreichbarkeit besonders für Selbstständige und Freiberufler auch während der Weihnachtszeit besonders wichtig. “Die Erreichbarkeit zwischen den Jahren zeigt, wie sehr sich viele Beschäftigte mit ihrem Beruf identifizieren”, erklärte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Studie. Dennoch sollte man nicht vergessen, auch mal abzuschalten und die Energie höchstens auf die sehr dringlichen Angelegenheiten zu beschränken.

Quelle: joppo.de

2010
22
Dez

von Stefan Süß/Johannes Becker/Shiva Sayah/Benjamin Haarhaus (Düsseldorf)

Freelancer im Spannungsfeld zwischen Flexibilisierung und Stabilisierung

Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs kann seit Jahren eine Flexibilisierung von Unternehmen beobachtet werden. Flexible, so genannte „Neue Beschäftigungsformen“ wie etwa hochqualifizierte Freelancer, die eigenverantwortlich und meist auf Projektbasis für ihre Auftraggeber tätig werden, gewinnen gerade in der IT- und Medienbranche zunehmend an Relevanz.

Im Vergleich zu klassischen Beschäftigungsformen weist das Freelancing einige Besonderheiten auf. Aufgrund der Kurzfristigkeit ihrer Beschäftigung und den damit verbundenen (finanziellen) Unsicherheiten erleben Freelancer einen Verlust an beruflicher Stabilität. Auch die private Stabilität sinkt, da die Notwendigkeit der kontinuierlichen Akquise von Folgebeschäftigungen langfristige Planungen erschwert und oftmals einen Einsatz in vom Wohnort entfernten Regionen bedingt. Zudem sind Arbeitsbelastung sowie Zeit- und Leistungsdruck im Freelancing meist höher als in festen Angestelltenverhältnissen, was zu Stress und Überforderung führen kann. Die kurze Halbwertszeit des Fachwissens erfordert besonders in der IT-Branche regelmäßige und aufgrund der Selbständigkeit eigenfinanzierte Weiterbildung seitens der Freelancer.

Trotz der steigenden Zahl freier Mitarbeiter wurde ihnen bisher in der Forschung wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei stellen sich gerade in Hinblick auf ihre Arbeitsbedingungen viele ungeklärte Fragen: Empfinden Freelancer Arbeitszufriedenheit? Wie können Freelancer Berufs- und Privatleben vereinbaren? Unter welchen Umständen können sich Freelancer ihren Auftraggebern zugehörig fühlen? Wie können Freelancer ihre Beschäftigungsfähigkeit sicherstellen?

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Freelancer im Spannungsfeld von Flexibilisierung und Stabilisierung (FlinK)“ greift diese Thematik auf. Die Zusammenarbeit von Betriebswirten und Psychologen ermöglicht es, die Beschäftigungsform Freelance aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und somit zu einem umfassenden Verständnis der Arbeits- und Lebensbedingungen freier Mitarbeiter zu gelangen.

Aktuelle Studie zur Arbeitszufriedenheit

Aktuell führt der Lehrstuhl für BWL, insb. Organisation und Personal der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Rahmen des FlinK-Projekts eine Studie zum Thema „Arbeitszufriedenheit von IT-Freelancern“ durch.

In der Online-Befragung soll herausgefunden werden, welche Ausprägungen von Arbeitszufriedenheit bei IT-Freelancern bestehen und ob sich diese von denen Festangestellter IT-ler unterscheiden. Sowohl Freelancer als auch Festangestellte sind herzlich einladen, dieses Forschungsvorhaben mit Ihrer Teilnahme an der Befragung zu unterstützen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 15-20 Minuten und ist anonym. Da die Studie außerdem dazu dient, das Messinstrument zu validieren, können auch Freelancer und Festangestellte anderer Branchen an der Befragung teilnehmen. Erste Ergebnisse werden im Frühling 2011 an dieser Stelle veröffentlicht.

Sie finden den Fragebogen bis zum 15.01.2011 30.01.2011 unter www.arbeitszufriedenheit.net.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.flink-projekt.de.
2010
03
Dez

Von Svenja Hofert und Thorsten Visbal

Wie Sie mit komischen Kollegen klarkommen

Der eine klaut die Ideen des anderen, der nächste schleimt beim Chef und dann gibt es wieder Kollegen, die sich für Punkt 17 Uhr den Wecker stellen – Arbeitsende. Fast in jedem Team gäbe es mindestens einen “komischen” Kollegen oder Chef, sagen die beiden Hamburger Berater und Autoren Svenja Hofert und Thorsten Visbal („Ich hasse Teams. Wie Sie die Woche mit Kollegen überleben“, Eichborn-Verlag), die mehr als 100 Personen zur Teamarbeit befragt haben.

Doch was tun, wenn ein Kollege oder eine Kollegin den Abteilungsfrieden und die persönliche Zufriedenheit am Arbeitsplatz stört? Die beiden Autoren haben einen kleinen Teamknigge zusammengestellt.

Der faule Kollege: Wenn Sie ausbaden müssen, dass der Kollege oder die Kollegin seinen/ihren Job nur als Arbeit und nicht als Aufgabe ansieht, dann sprechen Sie das unter vier Augen an. Kündigen Sie Ihre Kritik an und formulieren Sie diese aus der Ich-Perspektive: „Ich verstehe, dass du pünktlich bei deinem Fußballverein sein willst. Die Folge für mich ist aber, dass ich deine Arbeit auch noch übernehmen muss. Ich fühle mich deshalb überlastet. Wie können wir das ändern?“

Der Ideendieb: Er oder sie ist immer ganz vorn mit dem Mundwerk und gibt Ihre Ideen vor dem Chef als seine/ihre aus. Kommunizieren Sie Ihre Ideen deutlich vor dem Team und dem Chef, das erschwert dem Ideendieb den „Mundraub“. Skizzieren Sie Ideen eventuell auch schriftlich. Sagen Sie, wenn es Ihre Idee war. „Moment Mal, das habe ich doch schon Donnerstag vorgeschlagen?“

Der Selbstdarsteller: Er und seltener sie redet und arbeitet nicht. Oft arbeitet er als Chef oder im Vertrieb. Schlagen Sie vor, in einem „Teamprojekt“ die Rollen zu tauschen. Beispiel: Die Organisation der nächsten Weihnachtsfeier. Während Sie die Kollegen informieren und eine Rede halten, soll der Selbstdarsteller einmal die Organisation übernehmen. Quasi als Selbsterfahrungsübung für beide Seiten.

Der Nörgler:
Er, selten sie, hat an allem etwas auszusetzen. Das nervt Sie und das Team! Sprechen Sie mit dem Kollegen darüber, aber bitte unter vier Augen. Vereinbaren Sie eine Selbsterfahrungsübung, zum Beispiel: Der Kollege verzichtet einen Tag aufs Nörgeln, dafür kritisieren Sie acht Stunden lang, was das Zeug hält. Am Ende trinken Sie gemeinsam Café und tauschen sich darüber aus, was Sie in der jeweils anderen Rolle gespürt und erfahren haben.

Der falsche Chef: Er, öfter auch sie, ist eigentlich nicht zum Chef geboren. Aber die Führungsspitze hat ihn strafversetzt oder sieht die Inkompetenz nicht. Erst einmal: Ändern können Sie an der Situation nichts, nur an sich selbst. Oft empfinden Sie Schwächen des Chefs, wenn Sie sich selbst im „Hochstatus“ dem Chef überlegen fühlen, der hingegen in ihren Augen einen „Niedrigstatus“ einnimmt, weil er unsicher oder entscheidungsschwach wirkt. Die Lösung: Machen Sie sich bewusst kleiner, verhalten Sie sich langsamer, vorsichtiger, fahren Sie das eigene Selbstbewusstsein im Umgang mit diesem Chef zurück – Sie werden sehen, dass Sie damit einen besseren Zugang zum Vorgesetzten bekommen.

Aber natürlich sind auch Sie selbst ein Teil des Teams. Neben den Blick auf die Kollegen schärfen die beiden Autoren auch den Blick auf sich selbst und geben praktische Tipps zur Erhöhung der Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Über Svenja Hofert und Thorsten Visbal

Svenja Hofert hat mehr als 25 erfolgreiche Bücher geschrieben und arbeitet seit vielen Jahren in Hamburg als Karriere- und Unternehmensberaterin (www.svenja-hofert.de). Thorsten Visbal ist Unternehmensberater und Organisationsentwickler mit Schwerpunkt Team (www.thorsten-visbal.de).

Zusammen sind sie Autoren des Buches „Ich hasse Teams. Wie Sie die Woche mit Kollegen überleben“, das gerade im Eichborn-Verlag erschienen ist (ISBN 3821857218). Website: www.ichhasseteams.de.

Video zu komischen Kollegen: http://www.ichhasseteams.de/presse/video/

Fotos der Autoren unter http://www.ichhasseteams.de/presse/

2010
23
Nov

Gewerbesteuer für Freiberufler

Beitrag von Nina / Kategorie: Freiberufler

Die Frage ist nicht mehr ob sondern wann!

Nach dem Parteitag der Grünen am vergangenen Wochenende, ist die Diskussion zum Thema "Gewerbesteuer für Freiberufler" wieder in der Vordergrund gerückt.

Die Kommunen klagen bereits seit einer ganzen Weile über leere Haushaltskassen. Seit März 2010 fordern sie konkret die Einführung einer Gewerbesteuer für Freiberufler, denn bei einer Erweiterung auf Freiberufler könnten die Kommunen die gesamten Steuereinnahmen komplett für sich beanspruchen, wie Focus online berichtet.

Im Juli diesen Jahres musste sich die Koalition bei den Plänen zur Abschaffung der Gewerbesteuer bereits dem Widerstand der Kommunen beugen.

Anfang letzten Monats berichtet n-tv.de bereits über eine mögliche Einführung einer Gewerbesteuer für Freiberufler und was dieses für sie bedeuten würde.

Laut Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, hat die Einführung angeblich keine Mehrbelastung für Freiberufler zu Folge. Er behauptet sogar „[…], dass betroffene Freiberufler kaum belastet würden, da sie die Gewerbesteuer mit der Einkommensteuer verrechnen könnten.“.

Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit, denn eine vollständige Verrechnung mit der Einkommensteuer findet nur statt, wenn der Gewerbesteuerhebesatz der Region/Kommune nicht höher als 380% ist. In den meisten deutschen Städten liegt der Steuerhebesatz allerdings deutlich darüber.

Außerdem gilt für Freiberufler, die als Personengesellschaft angemeldet sind, ein Freibetrag von 24.500 €. D.h., wer weniger im Jahr verdient, ist sowieso von der Zahlung der Gewerbesteuer befreit und zahlt auch nichts in die Haushaltskasse ein.

Das die Einführung der Gewerbesteuer auch für Freiberufler kommt bzw. jetzt auch von der Politik gefordert wird, ist also nicht allzu überraschend. Dass sie keine Erleichterung für diejenigen ist, die mehr als den jährlichen Freibetrag verdienen und in einer der Städte lebt,  in der ein Gewerbesteuerhebesatz > 380 % gilt, lässt sich wohl auch nicht von der Hand weisen.
Die Belastungen für Freiberufler werden also eher weiter steigen.

Heute schon zahlen Freiberufler u.a. Steuern und Versicherungsbeiträge zur Krankenversichrung, Haftpflichtversicherung, Betriebsrechtschutzversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und für die private Rente.

Die Frage ist also nicht mehr ob sondern wann und wie die Gewerbesteuer für Freiberufler kommt. Was denken Sie? Und was halten Sie von diesen Plänen?


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