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Experten

2013
01
Mai

business dealErfolgreiche Unternehmen setzen auf Experten von außen - diese Strategie empfehlen Berater von Accenture mit Blick auf den Fachkräftemangel. Darüber hinaus bringen Freelancer und externe Berater neuen Schwung und Fachwissen in das Unternehmen ein und tragen dadurch zur Wettbewerbsfähigkeit bei.

Innovation von außen

Die Studie von Accenture belegt, dass Innovationen und neue Ideen häufig in Kooperation mit externen Mitarbeitern entstehen. Ein Beispiel dafür: Der Konsumgüterkonzern P&G (Procter & Gamble) verdankt über 50 Prozent seiner Produktinitiativen der Zusammenarbeit mit Externen. Zusätzlich bringen freie Mitarbeiter eine neue Perspektive auf eingefahrene Strukturen und Prozesse in den Unternehmen mit und können diese mit neuen Ideen verbessern.

Experten gesucht

In vielen Projekten und Teams sind Experten gefragt. Fehlt eine Spezialqualifikation unter den regulären Mitarbeitern, greifen viele Unternehmen auf externe Fachkräfte zurück. Damit können sie auch flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren. Es ist darum für Personalabteilungen wichtig, einen Pool von Experten aufzubauen, die dann in Projekte eingebunden werden können und dort ihr Expertenwissen einbringen. Von dem Wissen der „erweiterten Workforce“ kann das ganze Unternehmen profitieren.

Externe Mitarbeiter pflegen

Ein gutes Management im Bereich HR ist unerlässlich, um die Experten von außen den Anforderungen entsprechend möglichst zeitnah einsetzen zu können. Dafür müssen Personalabteilungen sinnvolle Organisationsstrukturen und Analysetools entwickeln. Außerdem können Unternehmen Freelancer mit Angeboten zu Weiterbildungsmaßnahmen oder mit besonders flexiblen Arbeitsmodellen an sich binden.

Quelle: cio.de

2013
26
Apr

Die aktuelle Sonderausgabe des eMagazinEXG informiert und berät zu allen Fragen der Unternehmensgründung und der Selbständigkeit - speziell in der Informations- und Kommunikationstechnologie. In keiner anderen Branche werden derzeit mehr Start-Ups gegründet als in dieser Branche.

Das Online-Magazin wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Forschung herausgegeben und richtet sich ganz allgemein an Interessierte, die den Schritt in die Selbständigkeit planen. Die Sonderausgabe vom April 2013 gibt in mehreren AreMagazinEXGtikeln einen Einblick in die ITK-Branche. Neben Tipps zur Finanzierung stellt die Publikation auch verschiedene Förderprogramme vor. Zum Beispiel fördert die Europäische Union mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds potentielle Unternehmensgründer an Universitäten mit dem Programm EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft. Das Ziel dieser Förderung ist es an Hochschulen „eine Kultur der unternehmerischen Selbständigkeit zu verankern“.

Bei der Finanzierung in der Startphase können sich Startups für den High-Tech-Gründerfonds bewerben. Dieser bietet eine Erstfinanzierung von bis zu 500.000 Euro sowie Anschlussfinanzierungen, aber auch praktische Unterstützung und wichtige Kontakte innerhalb der Branche.

Das Magazin beschäftigt sich auch mit relevanten rechtlichen und steuerlichen Fragen der Selbständigkeit. Persönliche Einblicke und wichtige Tipps zur erfolgreichen Existenzgründung kann man zusätzlich aus zahlreichen Interviews mit Gründerinnen und Gründern aus der ITK-Branche gewinnen.

Das Magazin erscheint alle zwei Monate und ist speziell an Existenzgründer gerichtet. Es ist Teil einer von der Bundesregierung initiierten Start-Up-Offensive, die „mehr Lust auf Selbständigkeit machen und die Start-Up Szene unterstützen soll.“ Im Rahmen dieser Initiative wurde auch eine neue Start-App entwickelt, die junge Unternehmer mit maßgeschneiderten Informationen aus der ITK-Branche versorgt.

 

Quelle: magazin.existenzgruender.de, existenzgruender.de

2013
05
Apr

Businessman Climbing the StairsAuch in den obersten Etagen von Unternehmen sind Zeitarbeiter gefragt: als Interimsmanager vertreten sie Führungskräfte, die zum Beispiel aufgrund einer Schwangerschaft oder eines Sabbaticals kurzfristig ausfallen. Dann springen Interimsmanager meist für einige Monate ein.

Mit deutschlandweit rund 5 500 Managern auf Zeit stellt diese spezielle Form der Zeitarbeit noch einen relativ kleinen Markt dar. Allerdings wächst die Nachfrage der Unternehmen. Setzte die Branche im Jahr 2000 lediglich 80 Millionen Euro um, waren es 2012 bereits 925 Millionen Euro, wie aus den Zahlen der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management hervorgeht.

Diesen Trend kann auch Thorsten Becker bestätigen, der mit der Vermittlung von Managern auf Zeit bei Manatnet betraut ist. Seiner Meinung nach ist das „Interimsmanagement die kleine, schnell wachsende Schwester der Unternehmensberatung“. Die Aufgaben eines Interimsmanagers gehen dabei über die eines Unternehmensberaters weit hinaus: von ihnen werden nicht nur Konzepte erwartet, sondern auch deren Umsetzung. Unternehmen holen sich Interimsmanager auch oft ins Boot, um Probleme und Neuerungen anzugehen, wie beispielsweise die Optimierung von Abläufen.

Von den Managern auf Zeit wird hohe Flexibilität erwartet. Von der Anfrage eines Unternehmens bis zu ihrem Einsatz vergehen oft nur drei bis sechs Wochen. Dafür verdienen sie im Durchschnitt 930 Euro am Tag, wie eine Studie des Arbeitskreises Interim Management Provider (AIMP) ergeben hat. Interimsmanager sind durchschnittlich nur 140 Tage pro Jahr im Einsatz, an diesen Tagen arbeiten sie allerdings mindestens zehn Stunden.

Meist sind es persönliche Kontakte, durch die Interimsmanager Aufträge erhalten. Die Netzwerke sind deswegen besonders wichtig und meist über eine längere Zeit während der beruflichen Laufbahn entstanden.

Quelle: spiegel.de

2013
26
Mrz

Smiling man working at home on laptop computerSie wollen als freelancer arbeiten? Dann sollten Sie die typischen Risiken und Fallstricke der Selbständigkeit unbedingt kennen. Zwei besonders häufige Fallen, in die man leicht geraten kann, stellen wir hier vor.

Neben vielen Vorteilen als freelancer – der eigene Chef sein, flexible Arbeits- und Zeiteinteilung, abwechslungsreiche Tätigkeiten u. a. – sind auch Risiken mit der Selbständigkeit verbunden. Die Risiken zu kennen und sich vor ihnen rechtzeitig abzusichern ist deshalb wichtig.

1. Risiko Krankenkasse

Die Einzahlung von Beiträgen in die Krankenversicherung ist in Deutschland seit 2007 Pflicht. Wer diese Beiträge nicht aufbringen kann, weil Aufträge ausbleiben oder Kunden mit Zahlungen in Verzug sind (s. u.), gerät schnell in die Schuldenfalle. Denn: wer die Krankenkassenbeiträge nicht rechtzeitig bezahlt, muss laut Verdi mit einem „Säumniszuschlag“ i. H. v. 5 Prozent pro Monat rechnen. Das Risiko der Verschuldung wegen nicht gezahlter Beiträge ist hoch. Das ist auch Thema eines WDR-Beitrags „Schuldenfalle Krankenversicherung“ (05.03.2013).

So sichern Sie sich ab

Als freelancer sollten Sie finanzielle Rücklagen einplanen. So können Sie auch in schwierigen Situationen die Beiträge rechtzeitig einzahlen und vermeiden hohe Zinsen. Es lohnt sich außerdem die Konditionen privater Krankenversicherer zu vergleichen und günstige Angebote zu nutzen.

2. Risiko Zahlungsrückstand

Selbst bei bester Auftragslage müssen Selbständige mit einer schlechten Zahlungsmoral ihrer Kunden rechnen. Gerade Handwerksbetriebe sind von säumigen Kunden oder gar Zahlungsausfällen und damit eigenen Liquiditätsproblemen betroffen.

Zahlungsfähigkeit sichern

Sie sichern ihre Liquidität, indem Sie einige Regeln beachten. Zunächst gilt es den Überblick über alle Zahlungsströme zu behalten. Die Liquiditätsplanung spielt für die Zahlungsfähigkeit eine wichtige Rolle. Eine weitere Maßnahme: setzten Sie in Rechnungen klare Fristen. Und mahnen Sie Kunden, die in Verzug geraten. Bereits einen Tag nach der angegebenen Frist können Mahngebühren erhoben werden. Falls die Zahlungen weiterhin ausbleiben, ist die Expertise eines Rechtsanwalts hilfreich. Viele Berufsverbände bieten ihren Mitgliedern eine kostenlose Rechtsberatung.

Quelle: business-netz.com, mediafon.net

2013
14
Mrz

Die Stecknadel im Heuhaufen oder der geeignete Mitarbeiter im Online-Portal – für beides gilt: die Suche ist alles andere als einfach.

Das Versprechen sozialer Netzwerke wie Xing klang verlockend: Unternehmen würden in Zukunft unkompliziert passendes Personal über Online-Portale finden. Das Schalten teurer Stellenanzeigen oder die Inanspruchnahme eines professionellen Vermittlungsunternehmens könnten sie sich dann sparen.

In der Praxis ist es jedoch schwieriger, als es Online-Portale versprechen. Unternehmen, die beispielsweise Freelancer über das Internet suchen und finden gehen rechtliche und wirtschaftliche Risiken ein. Außerdem ist die Suche nach einem Kandidaten im Netz oft mit mehr zeitlichen Aufwand verbunden als gedacht. Es empfiehlt sich daher für viele Unternehmen auf einen Berater für die Freiberuflerakquise zurückzugreifen.business deal

Die Vorteile: ein erfahrener Berater nimmt eine Auswahl vor und filtert wenige geeignete Fachkräfte aus der Masse des Online-Angebots heraus. Idealerweise kennt sich der Berater in der jeweiligen Branche des Unternehmens aus und findet schnell den gesuchten Mitarbeiter. Anbieter dieser Beratungs-Dienstleistung wie die emagine GmbH garantieren dank festgelegter Service-Level-Agreements die Vermittlung eines passenden Kandidaten sogar innerhalb weniger Stunden. Darüber hinaus haben Berater Erfahrung mit juristisch korrekten Verträgen, sodass die Gefahr der Scheinselbständigkeit ausgeschlossen und arbeitsrechtliche Klagen vermieden werden können. Andernfalls übernimmt der Berater die Haftung.

Das Fazit: Die Vermittlung durch einen Berater nimmt den Unternehmen viel Aufwand und Risiko bei der Suche nach geeigneten Freelancern ab. Bei einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und dem Berater ist eine schnelle und den Bedürfnissen des Unternehmens angepasste Akquise von freien Mitarbeitern möglich.

Quelle: themenportal.de

2012
12
Sep

Philipp Baumgärtel von STARTeurope stand uns für ein Interview Rede und Antwort.
STARTeurope unterstützt Startups in der frühen Phase, d.h. bis sie Investments von bis zu 500.000 € erhalten. Eine Gelegenheit für Gründer und Investoren ins Gespräch zu kommen, sind die von STARTeurope organisierten Events „Startup Live“.

Ein paar Stichpunkte zur Person:

Philipp, 27, vor acht Monaten nach Hamburg gezogen, treibt für STARTeurope als Business Development Manager das Europageschäft mit einem vierköpfigen Kernteam voran.

Seit wann gibt es STARTeurope bzw. Startup Live?

2009. Gestartet wurde mit dem ersten Startup Live-Event in Wien.

In ein paar Worten: Was ist Startup Live?

Startup Live ist eine Eventreihe, bei der Startups in der frühen Phase unterstützt werden. Dazu kommen übers Wochenende Teilnehmer – angehende Gründer oder solche, die an einem Startup mitarbeiten wollen (das sind immerhin ca. 2/3 der Teilnehmer) - zusammen. Ideen werden am Ende des Wochenendes präsentiert und von einer Jury bewertet. Beim letzten Event in Hamburg saßen z.B. Lars Hinrichs (Gründer von XING) und Ian Karan (ehemaliger Hamburger Wirtschaftssenator) in der Jury und haben das beste Team bzw. die erfolgversprechendste Idee gekürt. Zu gewinnen gab es u.a. zwei Tickets für das Pioneers Festival.

Beim Pioneers Festival trifft man  - im Unterschied zu den Startup Live-Events - auf Startups, die bereits am Markt sind. Zum Auftaktevent im letzten Jahr kamen 2500 Teilnehmer aus aller Welt nach Wien in die Hofburg.

Wo gibt es überall Startup Live-Events?

Europaweit. In diesem Jahr gab’s 25 Events. Die Ausdehnung über die Europagrenzen steht an. D.h. bei einem Ziel von 50 Events im nächsten Jahr wird auch Station in Tel Aviv gemacht. read-more

2012
21
Feb

Beste Chancen für 50+

Beitrag von Maike / Kategorie: Allgemein, Experten

Bewerbung und Jobsuche mit viel Berufserfahrung 

Der demografische Wandel schreitet fort. Gleichzeitig arbeiten immer weniger Menschen bis zur Rente bei einem Arbeitgeber – häufigere Wechsel sind die Folge. In Stelleninseraten liegt die maximale Berufserfahrung, die gefordert wird, bei etwa acht Jahren. Was aber, wenn ein Bewerber 20, 30 Jahre Berufspraxis mitbringt – und noch dazu die 50 überschritten hat? Das Karriereexperten.com-Netzwerk hat seine Mitglieder nach den besten Tipps gefragt.

Monika Garmisch ist 53 Jahre alt. Die Informatikerin hat eine zehnjährige Pause für die Kindererziehung eingelegt. Nun möchte sie wieder voll in den Beruf einsteigen. Sie hat also gleich zwei Schwierigkeiten zu überwinden: Über 50 zu sein und dann auch noch Wiedereinsteigerin. Ihr Coach rät ihr, zunächst bei den beiden früheren Arbeitgebern anzurufen. Die Strategie geht sofort auf. Schon der zuerst angerufene Arbeitgeber erinnert sich sofort und macht Monika ein Angebot. Er finanziert auch eine Weiterbildung, die ihre veralteten Kenntnisse auf den neuesten Stand bringt.

Kontakte als Wettbewerbsvorteil

Das Beispiel zeigt den richtigen Weg für Bewerber mit 50 plus. „Wer auf eine positive, gemeinsame Zusammenarbeit in der Vergangenheit blicken kann, wird bei einer möglichen Stellenbesetzung gerne auf Bewährtes zurückgreifen“, sagt Karriereexpertin Doris Brenner. Die Strategie mit den höchsten Erfolgsaussichten für Bewerber mit 50+ ist und bleibt der Weg über Kontakte und Netzwerke, so die Bestsellerautorin.  Dies gelte selbst dann, wenn der Lebenslauf – wie im Beispiel von Monika Garmisch – Lücken aufweise. Brenner: „Die Mehrzahl der älteren Bewerber ist sich dieses Wettbewerbsvorteils jedoch nicht bewusst.“ Hier gilt es für Bewerber nachzudenken, am besten gemeinsam mit einem erfahrenen Berater, der die Relevanz von Erfahrungen einordnen kann. Brenner: „Wer bereits 20 oder 30 Jahre Berufserfahrung besitzt, hat im Laufe dieser Zeit eine Vielzahl von beruflichen Kontakten knüpfen können. Diese Kontakte gilt es sich nun ins Gedächtnis zurück zu rufen und aktiv aufzugreifen.“ Soziale Netzwerke wie Xing oder LinkedIn  bieten unzählige Möglichkeiten, wieder auf Menschen zu stoßen, mit denen man schon zusammengearbeitet hat. Brenner empfiehlt im ersten Schritt darüber nachzudenken, wo eigentlich der frühere Chef, die damalige Ansprechpartnerin beim Kunden oder die Studienkollegen aus der Weiterbildung heute tätig ist – und eine nette Kontaktanfrage zu schicken.

Gutes Selbstmarketing als Erfolgshelfer read-more

2012
02
Feb

Ein Gastartikel von RA Andrés Heyn, spezialisiert auf Urheberrecht und Datenschutzrecht.

Viele Online-Händler loben Rabatte gegen positive Kommentare in einem Bewertungsportal oder einen Klick auf den "Gefällt mir"-Button auf Facebook aus. Geldwerte Vorteile versprechen auch manche iPhone- und Android-Entwickler in den App Stores.

Das kann rechtliche Folgen haben, wie ein aktuelles Urteil des OLG Hamm zeigt. Das Anbieten von Rabatten, Gutscheinen oder sonstigen Vergünstigungen gegen eine positive Bewertung kann einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht darstellen. Dieses Verhalten kann durch Konkurrenten oder Verbände abgemahnt werden, wenn in dem Portal nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass es sich um gekaufte Nutzermeinungen handelt. Ein solcher Hinweis ist natürlich kontraproduktiv und wird regelmäßig fehlen.

In dem Fall warb ein Internet-Händler für Druckerzubehör und in seinem Newsletter mit einem Sonderrabatt von bis zu 25 Prozent, wenn der Kunde eine Bewertung auf einem Meinungsportal abgeben würde. Diese Werbung ließ eine Mitbewerberin wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht abmahnen.

Das OLG Hamm (23.11.2010, Az. I-4 U 136/10)  hat entschieden, dass die Werbung mit Rabatten für Kundenbewertungen eine Irreführung (§ 5 Abs. 1 S. 1, S. 2 Nr. 1 UWG) darstellt, so dass die Mitbewerberin Unterlassung verlangen kann. Die Kunden, die auf dem Bewertungsportal ihre Meinung zu der Qualität der Waren der Online-Shops äußerten, waren bei ihrem Urteil nicht frei und unbeeinflusst. Es handele sich um wettbewerbswidrig bezahlte Empfehlungen.

Hinweis: Das Urteil lässt sich auf Facebook- und andere Social Media Kampagnen übertragen. Auch bei Facebook werben viele Unternehmen mit Belohnungen für ihre Fans. Auch ein 'Like' stellt jedoch eine Kundenempfehlung dar, die nicht erkauft werden darf. Auf diese Weise möglichst viele Fans gewinnen zu wollen, kann also rechtlich durchaus riskant sein. Ähnlich sieht es bei iPhone-Apps aus. Wettbewerbswidrig sind auch (positive) Postings in Blogs, die von Unternehmen oder deren Agenturen stammen, solange dies nicht offen gelegt wird.  Man sollte also immer deutlich machen, dass für das Unternehmen geschrieben oder "geliked" wird, wenn von Mitarbeitern oder Agenturen im Netz, etwa bei Facebook oder einer App ein Kommentar hinterlassen wird. Ansonsten kann eine Abmahnung wegen des Wettbewerbsverstoßes durch einen Konkurrenten oder den Blog-Betreiber erfolgen.

Der Autor
Andrés Heyn ist seit 1989 als Rechtsanwalt in Hamburg zugelassen. Er berät Firmen und Privatpersonen aus den Bereichen Medien, IT, Werbung und Entertainment. Seine Spezialgebiete sind das Urheberrecht und das Datenschutzrecht. Im Jahr 2009 hat er mit Erfolg am Fachanwaltskurs der Deutschen Anwaltakademie für Urheber- und Medienrecht teilgenommen. Sie erreichen ihn unter http://www.andresheyn.de/ oder http://www.data-law.de/

2012
26
Jan

Drei neue Entscheidungen zur Haftung von Hostprovidern bzw. Forenbetreibern definieren deren relativ weit gehende Pflichten

Ein Gastartikel von RA Andrés Heyn, spezialisiert auf Urheberrecht und Datenschutzrecht.

1) Der BGH hat die Anforderungen für die Verantwortlichkeit eines Hostproviders für einen das Persönlichkeitsrecht verletzenden Blog-Eintrag konkretisiert

Der Kläger nahm die Beklagte wegen der Verbreitung einer ehrenrührigen Tatsachenbehauptung im Internet auf Unterlassung in Anspruch.
Die Beklagte fungierte als Hostprovider. Ein von einem Dritten eingerichteter Blog enthielt unter anderem eine Tatsachenbehauptung, die der Kläger als unwahr und ehrenrührig beanstandet hat. Der Bundesgerichtshof hat in diesem Verfahren jetzt die Voraussetzungen konkretisiert, unter denen ein Hostprovider als Störer für von ihm nicht verfasste oder gebilligte Äußerungen eines Dritten in einem Blog auf Unterlassung in Anspruch genommen werden kann.
Dies setzt voraus, dass der Hostprovider folgende Pflichten verletzt hat:
Ein Tätigwerden des Hostproviders ist nur veranlasst, wenn der Hinweis so konkret gefasst ist, dass der Rechtsverstoß auf der Grundlage der Behauptungen des Betroffenen unschwer - das heißt ohne eingehende rechtliche und tatsächliche Überprüfung - bejaht werden kann.
Regelmäßig ist zunächst die Beanstandung des Betroffenen an den für den Blog Verantwortlichen zur Stellungnahme weiterzuleiten. Bleibt eine Stellungnahme innerhalb einer nach den Umständen angemessenen Frist aus, ist von der Berechtigung der Beanstandung auszugehen und der beanstandete Eintrag zu löschen. Stellt der für den Blog Verantwortliche die Berechtigung der Beanstandung substantiiert in Abrede und ergeben sich deshalb berechtigte Zweifel, ist der Provider grundsätzlich gehalten, dem Betroffenen dies mitzuteilen und gegebenenfalls Nachweise zu verlangen, aus denen sich die behauptete Rechtsverletzung ergibt. Bleibt eine Stellungnahme des Betroffenen aus oder legt er gegebenenfalls erforderliche Nachweise nicht vor, ist eine weitere Prüfung nicht veranlasst. Ergibt sich aus der Stellungnahme des Betroffenen oder den vorgelegten Belegen auch unter Berücksichtigung einer etwaigen Äußerung des für den Blog Verantwortlichen eine rechtswidrige Verletzung des Persönlichkeitsrechts, ist der beanstandete Eintrag zu löschen. Das OLG Hamburg muss nun klären, ob die Beklagte diese Pflichten verletzt hat. Der BGH sieht also den Host-Provider in einer Art Schlichterrolle und mutet ihm recht weitgehende Prüfungspflichten zu. Der Volltext der Entscheidung liegt allerdings noch nicht vor.

Quelle: Pressemeldung des BGH

2) Löschungsanspruch für alte Posts bei Ausscheiden aus einem Forum gegen den Forenbetreiber ?

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2012
11
Jan

„Fit wird neu definiert“

Was werden die Karriere-Themen 2012? Karriereexperte Raoul Wintjes gibt einen Ausblick auf das, was nach dem Burnout kommt.

2011 war das Jahr des Burnouts. Was kann es danach noch geben?
Das Massen-Phänomen "Burn-Out" wird langsam entmystifiziert. Ein bewussterer Umgang mit den eigenen Ressourcen wird gesellschaftsfähig. Chefs achten mehr darauf, wie ihre Mitarbeiter arbeiten. Die Bedeutung der Präsenzkultur nimmt ab. Gleichzeitig handeln gerade junge Jobsuchende immer mehr Vorteile für sich aus: Extraleistungen wie 60 Tage Urlaub oder 30 Tage Urlaub am Stück  sind für gefragte Mitarbeiter durchaus denkbar.

Was heißt das für die Manager?
Der Ruf nach sozial kompetenten, teamfähigen und Mitarbeiter orientierten Managern wird in 2012 noch lauter. Viele Führungskräfte sind darauf unzureichend vorbereitet. Sie rechnen auch nicht damit, dass Mitarbeiter zunehmend Forderungen stellen. Was die Firmenspitze fordert, ist bei den Managern teils noch nicht angekommen. Hier besteht erheblicher Schulungsbedarf.

Sie sprechen vom demografischen Wandel. Welche Folgen hat dieser noch?
Die Unternehmen müssen sich öffnen, das bezieht sich nicht nur auf den Abbau der Präsenzkultur. Sie müssen sich auch neu aufstellen, um überhaupt gute Fachkräfte zu gewinnen. Jeder muss sich klar sein: Familienfreundlichere Rahmenbedingungen erschließen inländische Arbeitsmarktreserven, da die gezielte Zuwanderung auf niedrigem Niveau stagniert und Fachkräfte weiterhin fehlen. So hat sich etwa schnell herausgestellt, dass die Öffnung des deutschen Marktes für osteuropäische Kräfte im Mai 2011 kaum zu dem teils erwünschten, teils befürchteten Zustrom geführt hat. Die deutsche Wirtschaft ist auf die inländischen Arbeitnehmer angewiesen.

Auf welche Branchen wird sich das besonders beziehen?
Natürlich vor allem auf die, die den Mangel am deutlichsten spüren. High Tech mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Effizienz (z.B. Antriebstechnik) sowie Medizintechnik sind Wachstumstreiber.

Gibt es weitere 2012 gefragte Branchen?
Anforderungen an eine stabile psychosoziale Gesundheit, siehe Burn-Out, treiben Branchen wie Gesundheit und hier speziell Natural Food oder auch Yoga voran. In diesen Branchen lässt sich vielleicht noch nicht so viel Geld verdienen, aber sie werden weiter boomen und auf dem Arbeitsmarkt eine starke Rolle spielen.

Welche Themen kommen?
Der Renner dürfte weiterhin Corporate Social Responsibility sein sowie auch ökosoziale Bilanzierung und gerechte globale Arbeitsteilung. Das sind die Herausforderungen, denen sich Unternehmen stellen müssen, die 2012 und darüber hinaus erfolgreich sein wollen. Survival of the fittest - ja - aber fit wird neu definiert.

Wirkt sich der Trend zum umworbenen Bewerber auch auf Bewerbungen selbst aus?
Bewerbungen werden 2012 informeller, frischer und frecher und vielleicht gerade deshalb qualitativ nicht deutlich besser. Die Webcam wird zu einem wichtigeren Tool im Bewerbungsprozess, in dem vermehrt Skype und andere Videoformate wie z.B. viasto.de eine Rolle spielen. Der erste Schritt im Auswahlprozess ist somit immer seltener das Vorstellungsgespräch vor Ort, sondern immer häufiger ein Skype- oder Telefoninterview. Erst danach wird entschieden, ob es persönlich weitergeht.

Was machen Mitarbeiter, die intern, zum Beispiel mit ihrer Work-Life-Balance nicht zufrieden sind, weil sich ihre Unternehmen nicht schnell genug wandeln?
Am Arbeitsmarkt nehmen selbständige Tätigkeiten weiterhin zu. Trotz Kürzungen beim Gründungszuschuss wird es mehr Freiberufler geben, zum Beispiel in der IT. Die Flexibilität, in wechselnden Projekten zu arbeiten, schätzen einige sehr.

Weitere Fragen beantwortet gern Raoul Wintjes unter
http://www.karriereexperten.com/mitglieder/coach-datenbank/raoul-wintjes/proact-consulting-0

Über Karriereexperten.com:
Karriereexperten.com ist ein einmaliges Netzwerk aus professionellen Job-Coachs unterschiedlicher Disziplinen. Mitglieder sind renommierte Berater, die auf eine langjährige Berufspraxis und teilweise Buchveröffentlichungen zurückblicken.