Bis jetzt sah es in Deutschland so aus, dass es den etwa vier Millionen Selbständigen freigestellt war, ob sie für die Zeit nach der Erwerbstätigkeit vorsorgen oder nicht. Da die Zahl der Freiberufler die so wenig verdienen, dass sie armutsgefährdet sind, immer weiter steigt, rückt Ursula von der Leyen nun die Freiberufler rund um die anstehende Rentenreform in den Fokus und schlägt in der Debatte der zunehmenden Altersarmut eine verpflichtende Altersvorsorge vor. Egal ob gesetzlich oder privat – Hauptsache es wird irgendwo eingezahlt und angespart.
Doch wie sähe so etwas aus?
Zum einem gibt es die Möglichkeit der gesetzlichen Rentenversorgung. Diese sieht eine monatliche Einzahlung vor und
bietet dem Nutzer z.B. die Auszahlung einer Altersrente, das Übernehmen von eventuell anfallenden Reha-Maßnahmen etc. Die einzuzahlenden Summen variieren je nach Verdienst des Selbständigen. Die Übersicht rechts zeigt auf, wie so eine Staffelung aussehen würde.
Doch stellen sich Fragen wie z.B. auf welcher Berechnungsgrundlage so ein Tableu entstehen kann, wenn die Einnahmen freiberuflicher teilweise stark variieren können und von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängen. Und was passiert wenn man aufgrund einer Auftragsflaute die Summe nicht aufbringen kann? Kann ich „hamstern“ und für mehrere Monate auf einmal einzahlen?
Die zweite Variante wäre die Wahl eines privaten Vorsorgesystems. Die Bundesregierung plant hier für jeden eine Nachweispflicht. Ob es bei solch einer alternativen individuellen Vorsorge jedoch ebenfalls einen bestimmten Satz bzw. eine Mindestsumme gibt, ist nicht bekannt.
Viele Fragen sind noch offen und wurden seitens der Arbeitsministerin auf Mitte des kommenden Jahres verschoben.
 Was denken Sie über die Pläne? Wären solche Maßnahmen förderlich oder passen sie nicht zu dem Konstrukt der Freiberuflichkeit?













1 Antwort zu "Verpflichtende Altersvorsorge für Freiberufler"
Micha
25. April 2013 - 20:35
Ich halte diese Entscheidung für sehr Kritisch. Ich könnte mir vorstellen das vor allem der Einstieg in die Selbständigkeit erschwert wird. Das Kapital könnte für wichtige Investitionen fehlen. Ich denke mir mal das jeder selbst rechtzeitig darauf achten sollte etwas für die Altersvorsorge zu machen. Dazu gehört meiner Meinung nach auch, rechtzeitig die Selbständigkeit aufzugeben falls es dafür nicht reichen sollte.