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Ingenieur

2012
21
Mai

Laut der Umfrage „VDI-educating II“ erhalten Automobil-Ingenieure zu wenig Weiterbildungsangebote. Das gaben rund 33 Prozent der befragten Geschäftsführer und Personalverantwortlichen an. 22,9 Prozent gaben sogar an, dass es im eigenen Unternehmen nicht genug Weiterbildungsangebote gäbe.

Diese Zahlen stehen im Kontrast zu der Aussage von 97,6 Prozent der Befragten, die Qualifikation der Mitarbeiter sei ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Das Weiterbildungsangebot wird außerdem als der wichtigste Faktor bewertet, qualifizierte Mitarbeiter zu halten: Mit knapp 93 Prozent liegt die Weiterbildung noch vor Prämien (81,9 Prozent) und flexiblen Arbeitszeitmodellen (ebenfalls 81,9 Prozent).

Das Wissen um die Wichtigkeit von Weiterbildung scheint demnach präsent zu sein, lediglich an der praktischen Umsetzung hapert es in vielen Fällen noch. Vielleicht auch deswegen, weil knapp 50 Prozent der Befragten angaben, andere Unternehmen würden noch weniger in die Weiterbildung der Mitarbeiter investieren.

Aufgrund des Fachkräftemangels, der sich bereits jetzt besonders stark auf die Ingenieur-Branche auswirkt, ist der Faktor Mitarbeiterbindung sehr wichtig - 85,5 Prozent erwarten zukünftig Probleme beim Recruiting von Nachwuchsingenieuren.

„Erstaunlicherweise erkennen so gut wie alle Geschäftsführer und Personaler den hohen Stellenwert der Weiterbildung an – jedoch handeln nicht alle auch entsprechend konsequent. Nur wer den Worten auch Taten folgen lässt, bleibt am Puls der Zeit und damit wettbewerbsfähig“, so Timo Taubitz, Geschäftsführer des VDI Wissensforums.

2012
30
Mrz

In Deutschland fehlt es nicht an Qualität, sondern an Quantität. Im Vergleich zum Jahr 2008 wird es 2030 nicht nur 5 Millionen weniger Einwohner in Deutschland geben, der demografische Wandel wird auch große Auswirkungen auf den erwerbstätigen Bevölkerungsanteil haben. Bis 2030 wird es an rund 7,5 Millionen Erwerbstätige in der Bundesrepublik fehlen. Der aufkommende Fachkräftemangel geht voraussichtlich mit Milliarden Verlusten der deutschen Volkswirtschaft einher.

Was bereits heute darauf folgt, ist ein wahrer Run auf die „klugen Köpfe Deutschlands“. Obwohl die weltweite Ingenieursquote steigt, sieht es hier zu Lande ganz anders aus. Im Januar 2012 waren rund 80.000 Stellen in Ingenieurberufen unbesetzt! Ein  Beispiel, wie man dem drohenden Mangel an Talenten entgegen kann, ist Continental, einer der größten Automobilzulieferer weltweit. Ihr Leitspruch: Kämpfen bis zum Schluss – und dies von Anfang an!

Das Traditionsunternehmen geht in die Offensive und wartet nicht bis die klugen Köpfe ihren Weg in die hannoveranischen Werke finden. Continental geht an die Stätten der Arbeitskräfte von morgen - an die Schulen und Universitäten. Sie versuchen den Schülern und Studenten die MINT-Fächer attraktiver und „schmackhafter“ zu machen. Zwar erzielt Deutschland in den MINT-Fächern stets gute Ergebnisse, doch viele finden den Weg bis zu Ausbildung nicht und biegen vorher wo anders ab. Continental will diese Abbieger abholen. Jugendliche werden eingeladen in die Werke, zu Schnuppertagen. Sie sollen das Berufsleben und den Ingenieuralltag live miterleben, um im besten Falle Gefallen dran zu bekommen. An den Universitäten geht es dann weiter: Praktika, Abschlussarbeiten und Doktorandenstellen werden gerne und häufig an interessierte Studenten vergeben. Auch Gastvorlesungen oder Forschungsprojekte stehen bei vielen Unternehmen auf dem Plan, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu zeigen, denn Ingenieure können sich mittlerweile ihre Stellen und Arbeitgeber frei wählen und kommen meist nicht von allein.

Andere Lösungen für den Fachkräftemangel in den Ingenieurwissenschaften sind z.B. Konzepte wie PINA, eine Kooperation zwischen Herstellern und Zulieferern. Bis 2014 soll das Gesamtmodell stehen, welches die alternde Belegschaft im Fokus hat.  Der Leitsatz des in 2011 gestarteten Projektes lautet: „Gesund und qualifiziert älter werden in der Automobilindustrie.“

Konzepte wie PINA greifen zwar nicht an der Wurzel, versuchen aber die Gesamtsituation so gut wie möglich zu meistern. Unternehmen versuchen hierdurch das Personal immer wieder regelmäßig zu schulen, um nicht zu sehr unter dem ausbleibenden Nachwuchs und deren Know-how zu leiden.

Was denken Sie zum Fachkräftemangel? Sehen Sie es wie DIW-Ökonom Karl Brenke, der ihn so schön als eine Fata Morgana beschrieb, oder ist es doch ein weitaus größeres Problem?

2011
19
Aug

Die positive Entwicklung des Automobilmarktes in den letzten Monaten hält an – der Fachkräftemangel könnte sich nun zu einem limitierenden Faktor entwickeln.

Besonders betroffen sind Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die mittlerweile oft mit der Hilfe von als Freelancer tätigen Ingenieuren umgesetzt werden. Diese Spezialisten zu finden, entpuppt sich jedoch immer öfter als Problem. Laut dem Institut für Freie Berufe gibt es in Deutschland derzeit etwa 69.000 freiberufliche Ingenieure, die diese Lücke jedoch nicht füllen können.

Die Gründe dafür liegen, so Branchen-Kenner, in den geringeren Verdienstmöglichkeiten, die ein freiberuflicher Ingenieur beispielsweise im Verhältnis zu seinen Kollegen aus dem IT-Umfeld hat. Freiberuflichkeit besitzt also für Ingenieure eine geringere finanzielle Attraktivität. Auch die längere Projektdauer spielt hier eine Rolle. Ein Entwicklungs-Projekt kann rund 2 Jahre dauern, was eine niedrigere Fluktuation bedeutet als bei wesentlich kürzeren IT-Projekten.

Aber nicht nur freiberufliche Ingenieure fehlen den Unternehmen. Wie die FAZ berichtete, waren 8 der 22 Unternehmen, die eigenen Angaben zufolge mehr als 1000 Mitarbeiter einstellen wollten, in der Automobilindustrie oder ihrem Umfeld angesiedelt.

Doch ohne spezialisierte Fachkräfte gerät der Aufschwung in Gefahr. Es sind die freiberuflichen Ingenieure, die von diesem Dilemma profitieren.

Sie möchten mehr zu diesem Thema erfahren? Lesen Sie hier unseren projektwerk engineering Marktmonitor.

Jetzt sind Sie gefragt: Spüren Sie den Fachkräftemangel bereits? Können Sie sich Ihre Projekte aussuchen, oder zeigt sich der Mangel vielleicht schon in der Höhe Ihrer Honorare?

Quelle: business-on.de

2011
01
Aug

Hamburg, 01. August 2011. Der Fachkräftemangel hat im Juni 2011 laut dem VDI-/IW-Ingenieursmotors einen historischen Höchststand erreicht. Der entscheidende Faktor sei das Anziehen der Konjunktur, das sich inzwischen auch auf dem Arbeitsmarkt zeige.

Da der VDI auch für das zweite Halbjahr 2011 mit einer weiterhin stabilen Konjunktur rechnet, sei ein Ende des Fachkräftemangels nicht abzusehen. „Wir rechnen in den kommenden Monaten nicht mit einem Rückgang der Fachkräftelücke“, so VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs.

Besonders auf dem Markt für Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure sowie der Elektro-Ingenieure sei der Mangel bereits jetzt kritisch.

„Können Vakanzen nicht besetzt werden, führt dies negative wirtschaftliche Konsequenzen wie Produktionsverzögerungen, Lieferengpässe und mangelnde Innovationen mit sich.
Diese Konsequenzen, die letztlich sogar zum Verlust von Aufträgen oder zur Abwanderung ins Ausland führen können, lassen sich teilweise durch den gezielten Einsatz von freiberuflichen Spezialisten abfangen“, so Dr. Christiane Strasse, Geschäftsführerin der projektwerk GmbH.

Besonders gefragt sind, das zeigt der Marktmonitor der Projektbörse projektwerk engineering, trotz deutlicher Schwankungen technische Skills wie Catia, das vor allem in der Automobilindustrie und dem Energie- und Transportbereich zum Einsatz kommt. Auch der Automotive-Bereich befindet sich im Ranking der Keywords unter den Top 3.

Hinweis:
Die Zahlen basieren auf einer Auswertung aller auf projektwerk engineering angegebenen Keywords. Dabei wurden die häufigsten Keywords analysiert und kategorisiert. „Catia“ als Überbegriff umfasst beispielsweise Catia V5 und V6 sowie die Skills Programmierung, Training oder DMU.

Über projektwerk

projektwerk ist die einfachste Projektbörse im Web. Mit zwölfjähriger Expertise vernetzt projektwerk Freelancer und Unternehmen und bietet allen Teilnehmern des flexiblen Arbeitsmarktes eine Plattform für die schnelle und effiziente Rekrutierung von Spezialisten für Projekte sowie zur Vermarktung der eigenen Dienstleistung. Dafür wurde eine innovative Matching-Technologie entwickelt, die auf den neuen Plattformen projektwerk IT, projektwerk consulting, projektwerk creative, projektwerk engineering, projektwerk medical und projektwerk fashion zum Einsatz kommt.

2011
21
Apr

Ingenieure im Aufwind

Beitrag von Maike / Kategorie: Marktmonitor, Presse

Hamburg, 21. April 2011. Während im vergangenen Jahr die Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch deutlich spürbar waren und sich durch eine verbreitete Stagnation der Investitionen äußerten, ziehen Auftragslage und Nachfrage in der Ingenieurs-Branche nun wieder deutlich an. Dies legen die Ergebnisse der Studie „Staufenbiel JobTrends Deutschland 2011“ nahe. 45 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, der Bedarf sei im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, 13 Prozent sahen sogar einen stark steigenden Bedarf.

Besonders positiv ist die Lage im Maschinen- und Anlagenbau. Hier geht jedes fünfte befragte Unternehmen von einem stark steigenden Bedarf in den nächsten fünf Jahren aus.

Diese Tendenz zeigt sich auch deutlich in den Zahlen von projektwerk engineering. Seit Anfang des Jahres ist die Zahl der Projekte und Profile mit den entsprechenden Kenntnissen um annähernd ein Drittel gestiegen.

Ein weiteres Thema, dem laut einer Umfrage des ifo Instituts unter 175 Geschäftsführern eine große Relevanz bescheinigt wurde, spielt hier ebenfalls eine wichtige Rolle: Die Flexibilisierung der Arbeit.

Damit ist nicht unbedingt Zeitarbeit gemeint, sondern vielmehr der flexible Einsatz externer Experten, die in Zeiten von Auftragsspitzen eben diese bewältigen können oder kurzfristig spezielles Know-how bieten: „Die Hintergründe sind zum einen eine gewisse Vorsicht, so kann man mit Freelancern Auftragsspitzen abfangen, ohne das Risiko einer längerfristigen Bindung einzugehen. Zum anderen stellen Freiberufler besonders in Zeiten des Fachkräftemangels sicher, dass dieser Steigung der Auftragslage tatsächlich Rechnung getragen werden kann. Flexibilität und Know-how Transfer sind Themen, die auch im Umfeld der Ingenieurs-Branche nicht unterschätzt werden sollten“, so Dr. Christiane Strasse, Geschäftsführerin der projektwerk GmbH.

Über projektwerk

projektwerk ist die einfachste Projektbörse im Web. Mit zwölfjähriger Expertise vernetzt projektwerk Freelancer und Unternehmen und bietet allen Teilnehmern des flexiblen Arbeitsmarktes eine Plattform für die schnelle und effiziente Rekrutierung von Spezialisten für Projekte sowie zur Vermarktung der eigenen Dienstleistung. Dafür wurde eine innovative Matching-Technologie entwickelt, die auf den neuen Plattformen it.projektwerk.de, consulting.projektwerk.de, creative.projektwerk.de, engineering.projektwerk.de, medical.projektwerk.de und fashion.projektwerk.de zum Einsatz kommt.

2010
21
Dez

Am Freitag konnten Sie den ersten Teil unserer Serier über das Berufsbild "Ingenieur" lesen. Heute geht es um Berufschancen und wie der Arbeitsmarkt für Ingenieure grundsätzlich aussieht - sowohl für Freelancer im Engineering als auch für Festangestellte.

Teil II: Berufschancen & Arbeitsmarkt

Kein anderer Berufszweig verspricht momentan so gute Aussichten wie der Ingenieurberuf. Es stürzen sich immer mehr Menschen in eine Ingenieurausbildung:  momentan schreit die Wirtschaft nach Fachkräften der Branche. In fünf Jahren könnte das allerdings schon ganz anders aussehen. Die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure sind nicht eindeutig vorhersehbar; etwas, dass sich jeder Einsteiger bewusst machen sollte. Die Berufswahl nach aktuellen Markttrends auszurichten ist oft ein schwieriger Weg. 
In vielen Teilbereichen, wie dem Prototyping oder der Entwicklung, spielen Leidenschaft, Neugier und Spaß an der Arbeit eine übergeordnete Rolle, da sonst der Kreativitätsfluss bei der Arbeit der Ingenieure gehemmt wird, was wiederum die Arbeit selbst enorm erschwert.

Nicht zu verleugnen ist, dass Deutschland sich schon lange weltweit als hoch entwickeltes Industrieland und als bedeutungsvoller Technologiestandort behaupten kann, denn die Freelancer und Fachkräfte der deutschen Ingenieursbranchen weisen eine hohe Innovations- und Forschungsintensität auf. Doch ohne hochqualifizierte Ingenieure kann die deutsche Industrie diese Stellung im internationalen Wettbewerb nicht beibehalten. Zwar betreffen Wirtschaftskrise und die Umstellung auf eine globalisierte Wirtschaft auch das Ingenieurwesen, trotzdem herrscht nach wie vor ein Ingenieurmangel.

Die aktuellen VDI-/IW-Zahlen bestätigen, dass es um den Ingenieurmarkt weiterhin gut bestellt ist und sogar ein Plus von 7 Prozent der Ingenieurstellen im Mai 2010 zu verbuchen war. Mit aktuell fast 60.000 offenen Stellen im Engineering können sich vor allem Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure über sehr gute Einstiegschancen freuen. Auch Studienanfängern werden von Experten sehr gute Berufschancen nach der abgeschlossenen Ausbildung vorhergesagt. Diese Anzahl an offenen Stellen, der die Unternehmen häufig über den Fachkräftemangel klagen lässt, ist einerseits auf die fehlende Frauenbeteiligung, andererseits aber auch auf eine hohe Abbrecherquote in der Ausbildung und stagnierenden Studienanfängerzahlen zurückzuführen.

Es gibt sicherlich noch weitere Gründe für den Mangel an Ingenieuren, der bestimmt auch nicht jeden Berufszweig im Ingenieurwesen betrifft. Wie sehen Ihre Erfahrungen in diesem Zusammenhang aus? Macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar und welche weiteren Ursachen könnte er haben?

Based on:

www.deutschlands100.de

www.ulmato.de

2010
17
Dez

Wir möchten Sie über das Berufsbild "Ingenieur" informieren. Dazu erscheint -verteilt über die kommenden Tage- eine dreiteilige Serie zum Thema Ingenieurberufe mit Informationen über Arbeitsfelder, die Entwicklung der Branche und Frauenquoten im Ingenieurwesen.

Teil I: das Berufsbild des Ingenieurs im Allgemeinen

Das Ingenieurwesen ist ein weitgestreutes Feld mit vielen verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten. Ingenieure sind in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft tätig. Die Berufsmöglichkeiten in Unternehmen sind überwiegend die Bereiche Entwicklung, Beratung, Fertigung, Konstruktion und Programmierung aber auch Gutachtenerstellung, Vertrieb und Marketing, Management oder Controlling gehören dazu. Chemische und physikalische Untersuchungen diesen Bereichen ist immer fundiertes Fachwissen und eine gute technische Allgemeinbildung. Aufgrund der Hauptaufgaben wie das Entwerfen von Systemen und das Verstehen von komplexen Prozessen spielen gute analytische Fähigkeiten und Kreativität im Ingenieurwesen eine entscheidende Rolle. read-more