Laut der Umfrage „VDI-educating II“ erhalten Automobil-Ingenieure zu wenig Weiterbildungsangebote. Das gaben rund 33 Prozent der befragten Geschäftsführer und Personalverantwortlichen an. 22,9 Prozent gaben sogar an, dass es im eigenen Unternehmen nicht genug Weiterbildungsangebote gäbe.
Diese Zahlen stehen im Kontrast zu der Aussage von 97,6 Prozent der Befragten, die Qualifikation der Mitarbeiter sei ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.
Das Weiterbildungsangebot wird außerdem als der wichtigste Faktor bewertet, qualifizierte Mitarbeiter zu halten: Mit knapp 93 Prozent liegt die Weiterbildung noch vor Prämien (81,9 Prozent) und flexiblen Arbeitszeitmodellen (ebenfalls 81,9 Prozent).
Das Wissen um die Wichtigkeit von Weiterbildung scheint demnach präsent zu sein, lediglich an der praktischen Umsetzung hapert es in vielen Fällen noch. Vielleicht auch deswegen, weil knapp 50 Prozent der Befragten angaben, andere Unternehmen würden noch weniger in die Weiterbildung der Mitarbeiter investieren.
Aufgrund des Fachkräftemangels, der sich bereits jetzt besonders stark auf die Ingenieur-Branche auswirkt, ist der Faktor Mitarbeiterbindung sehr wichtig - 85,5 Prozent erwarten zukünftig Probleme beim Recruiting von Nachwuchsingenieuren.
„Erstaunlicherweise erkennen so gut wie alle Geschäftsführer und Personaler den hohen Stellenwert der Weiterbildung an – jedoch handeln nicht alle auch entsprechend konsequent. Nur wer den Worten auch Taten folgen lässt, bleibt am Puls der Zeit und damit wettbewerbsfähig“, so Timo Taubitz, Geschäftsführer des VDI Wissensforums.




