Die Chance auf eine Karriere lockt immer mehr Experten nach China. Besonders deutsche Ingenieure haben dort gute Aussichten einen Job zu finden oder sich als Freiberufler eine neue Perspektive aufzubauen.
Vor allem der wirtschaftlich boomende Standort Shanghai zieht Fachkräfte aus Europa und den USA an. Die Motivation nach China zu gehen ist ganz unterschiedlich. Manche sehen für sich keine guten beruflichen Chancen in ihrem Heimatland, andere lockt die Aussicht auf das Abenteuer. „Hier in China passierte so viel, es wurde so viel entworfen – und ich saß in Deutschland.“, berichtet ein Industriedesigner aus München. Deswegen gab er seine Stelle auf und arbeitet nun als Freelancer in Shanghai.
Die Krise in Europa begünstigt den Trend. Seit Jahren steigt die Zahl der deutschen Einwanderer in China. Zurzeit leben und arbeiten mehr als 200 000 Deutsche dort und allein in und um Shanghai wohnen mehr als 11 000 Deutsche. Es kommen vor allem gut ausgebildete, motivierte Arbeitskräfte, darunter Ingenieure, Designer, Juristen und Geschäftsleute. Oliver Koppel vom Institut der deutschen Wirtschaft kann diesen Trend bestätigen: „Deutsche und amerikanische Absolventen finden in China zunehmend attraktive Arbeitsbedingungen vor. Shanghai bietet heute für Ingenieure, Biotechnologen und Wirtschaftswissenschaftler gute Beschäftigungsmöglichkeiten.“
Aufgrund zahlreicher Verbindungen zwischen der chinesischen und der deutschen Wirtschaft haben Jobsuchende aus der Bundesrepublik besonders gute Chancen. Allerdings nehmen die Auswanderer auch Nachteile in Kauf. Die Arbeitsbedingungen sind in China im Vergleich schlechter und die Löhne deutlich niedriger. Viele nutzen die Chance in China zu arbeiten deshalb nur für eine gewisse Dauer und kehren dann mit vielen Erfahrungen und zusätzlichen Qualifikationen in ihr Heimatland zurück.
Quelle: welt.de






