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Ingenieur

2013
11
Apr

Die Chance auf eine Karriere lockt immer mehr Experten nach China. Besonders deutsche Ingenieure haben dort gute Aussichten einen Job zu finden oder sich als Freiberufler eine neue Perspektive aufzubauen.

Vor allem der wirtschaftlich boomende Standort Shanghai zieht Fachkräfte aus Europa und den USA an. Die Motivation nach China zu gehen ist ganz unterschiedlich. Manche sehen für sich keine guten beruflichen Chancen in ihrem Heimatland, andere lockt die Aussicht auf das Abenteuer. „Hier in China passierte so viel, es wurde so viel entworfen – und ich saß in Deutschland.“, berichtet ein Industriedesigner aus München. Deswegen gab er seine Stelle auf und arbeitet nun als Freelancer in Shanghai.

Die Krise in Europa begünstigt den Trend. Seit Jahren steigt die Zahl der deutschen Einwanderer in China. Zurzeit leben und arbeiten mehr als 200 000 Deutsche dort und allein in und um Shanghai wohnen mehr als 11 000 Deutsche. Es kommen vor allem gut ausgebildete, motivierte Arbeitskräfte, darunter Ingenieure, Designer, Juristen und Geschäftsleute. Oliver Koppel vom Institut der deutschen Wirtschaft kann diesen Trend bestätigen: „Deutsche und amerikanische Absolventen finden in China zunehmend attraktive Arbeitsbedingungen vor. Shanghai bietet heute für Ingenieure, Biotechnologen und Wirtschaftswissenschaftler gute Beschäftigungsmöglichkeiten.“

Aufgrund zahlreicher Verbindungen zwischen der chinesischen und der deutschen Wirtschaft haben Jobsuchende aus der Bundesrepublik besonders gute Chancen. Allerdings nehmen die Auswanderer auch Nachteile in Kauf. Die Arbeitsbedingungen sind in China im Vergleich schlechter und die Löhne deutlich niedriger. Viele nutzen die Chance in China zu arbeiten deshalb nur für eine gewisse Dauer und kehren dann mit vielen Erfahrungen und zusätzlichen Qualifikationen in ihr Heimatland zurück.

Quelle: welt.de

2013
27
Mrz

grafik18Im Vergleich zum Vorjahr konnten Freelancer ihre Umsätze um durchschnittlich 3 420 Euro steigern, wie eine Studie der Projektbörse GULP ergeben hat. Insgesamt schätzen die 2 100 IT- und Engineering-Freelancer, die an der Umfrage zwischen November 2012 und Januar 2013 teilgenommen haben, ihre Lage überaus optimistisch ein.

„Selbständig aus Überzeugung“ – dieser Aussage stimmten 93,8 Prozent der Teilnehmer der Studie zu. Selbst bei einem attraktiven Angebot zur Festanstellung ziehen viele Freelancer ihre Selbständigkeit vor. Über 80 Prozent der Befragten sind momentan mit ihrer beruflichen Situation zufrieden. Diese überaus positiven Signale sind das Ergebnis der GULP-Umfrage, an der sich insbesondere Diplom-Informatiker (26,3 Prozent) und Diplom-Ingenieure (18 Prozent) beteiligt haben.

Auch finanziell ist die Mehrheit der Selbständigen aus der IT- und Engineering-Branche zufrieden: der durchschnittliche Stundensatz liegt bei 79 Euro, knapp 80 Prozent sind der Meinung, dass ihnen im Vergleich zu Festangestellten unterm Strich mehr zum Leben bleibt. Die meisten Freelancer kommen aus Bayern (23,6 Prozent) und arbeiten als Software-Entwickler, Programmierer oder Consultant in den Bereichen Banken/Finanzinstitute, IT und Automotive. Für die Arbeit im Projekt wenden Freelancer im Mittel 18 Tage pro Monat auf. Für Fort- und Weiterbildung, Administration und Akquise setzen Selbständige etwa drei Tage monatlich an.

Weiter Informationen und Grafiken zur Studie unter: Ergebnisse der GULP-Umfrage

Quellen: computerwoche.de, gulp.de

2013
28
Feb

Die Bedingungen für hochqualifizierte Arbeitnehmer im technischen Bereich sind je nach Beschäftigungsverhältnis sehr unterschiedlich. Das hat eine Online-Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) ergeben. Das Ergebnis: die Gehälter von Leiharbeitern und externen Mitarbeitern sind deutlich geringer, ihre Arbeitszufriedenheit ist jedoch ähnlich hoch wie bei Stammmitarbeitern.

Einkommensgefälle

Im Vergleich zu ihren fest angestellten Kollegen verdienen Leiharbeiter und externe Mitarbeiter deutlich weniger: die Differenz beträgt bei Ingenieuren rund 18,4 Prozent. Ähnliche Zahlen gelten für Techniker, bei Mitarbeitern aus dem Bereich EDV/IT liegen die Einkommensunterschiede sogar bei 22,1 Prozent. "Unsere Untersuchung zeigt deutliche Benachteiligungen dieser Beschäftigten“, so Reinhard Bispinck, Tarifexperte der HBS. Das Nachsehen haben externe Mitarbeiter auch häufig beim Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.

Zufriedenheit mit der Arbeit

Trotzdem: die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten ist hoch, sowohl bei regulären Arbeitnehmern als auch bei Leiharbeitern. Beide Beschäftigungsgruppen bewerten ihre Arbeit als anspruchsvoll und interessant. Mit Blick auf das Gehalt gibt es allerdings Unterschiede: 44 Prozent der Leiharbeiter sind mit ihrer Bezahlung weniger oder überhaupt nicht zufrieden, weitaus mehr als bei ihren regulär beschäftigten Kollegen.

Längere Arbeitszeiten

Für viele Ingenieure, Techniker und IT-Mitarbeiter gilt: es wird oft länger gearbeitet, als vertraglich festgelegt. Extern Beschäftigte sind davon noch stärker betroffen. Fast zwei Drittel von ihnen arbeitet mehr als 40 Stunden in der Woche.

 

Mehr Informationen zur Studie: http://www.boeckler.de/pdf/pm_ta_2013_02_21.pdf

Quelle: boeckler.de

2013
14
Feb

Deutschland setzt auf erneuerbare Energien. Durch den Umbau der Energieversorgung in der Bundesrepublik werden vermehrt Fachkräfte nachgefragt.

Die EnergiebranIngenieur gesuchtche rechnet mit 500.000 Beschäftigten im Jahr 2020 im Bereich erneuerbare Energien, heute sind es lediglich rund 380.000. Dezentrale Anlagen über ganz Deutschland verteilt werden in Zukunft die Großkraftwerke ablösen. Für deren Planung und Bau, aber auch für den Betrieb und die Wartung werden Fachkräfte gebraucht.

Ausbau der Stromnetze

Daneben spielt der Ausbau der Stromnetze eine wichtige Rolle: Experten sprechen von Smart Grids, intelligenten Netzen, die sich an Verbrauchergewohnheiten anpassen und die Einspeisung von Strom ermöglichen. „Für den Ausbau erneuerbarer Energien und den damit verbundenen Aufbau eines Smart Grid werden eindeutig mehr Mitarbeiter, insbesondere Ingenieure, gebraucht“, so Michael Schanz, Verantwortlicher für die Ingenieursausbildung beim Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE).

Auch Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, prognostiziert einen besonders günstigen Arbeitsmarkt für Maschinen-, Wirtschafts,- und Elektroingenieure, Informatiker und Fachleute mit technischer Ausbildung.

Energiewende erfordert Interdisziplinarität

Die Unternehmen der Energiebranche suchen vermehrt nach Fachkräften, die durch interdisziplinäres Denken innovative Ideen für die zukünftige Energieversorgung mitbringen. Die Energiewende erfordert eine Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche: so wird etwa nach neuen Lösungen für den Netzausbau und die Energiespeicherung gesucht. Auch verschiedene Ebenen, wie beispielsweise Strom und Wärme, werden künftig enger miteinander verknüpft.

Quelle: vdi-nachrichten.com

2012
16
Aug

Obwohl die Metropolregion Hamburg sich in der Branche der Erneuerbaren Energien sehr dynamisch entwickelt, sich die Beschäftigtenzahl in den letzten zehn Jahren vervierfacht hat und mittlerweile rund 372.000 Menschen in dieser Branche tätig sind, mangelt es an qualifiziertem Personal.


Es wird händeringend nach erfahrenen Ingenieuren, Facharbeitern in der Montage, für den Service und die Wartung, sowie im Projektmanagement oder in der Forschung und Entwicklung gesucht. Auch in diesem Segment lässt sich sagen, dass der demografische Wandel in Deutschland eine Verknappung des Arbeitskräfteangebots mit sich zieht. Und dies zum Leid aller.

Zwar wollen alle „grüner“ und nachhaltiger leben, doch wie – ohne geschultes und qualifiziertes Personal, die die Wünsche der Kunden und Verbraucher umsetzen können?

Das Problem des qualitativen Arbeitskräftemangels lässt sich in zwei Spaten aufteilen: zum einem gibt es da die Gruppe der fehlenden Berufserfahrenen. Anscheinend tut sich die Branche der Erneuerbaren Energie sehr schwer, diese zu akquirieren. Doch woran mag das liegen? Wenn doch alle davon sprechen, dass Unternehmen in diesem Bereich für attraktive Arbeitgeber seien, und ein Mix aus Technik und Wirtschaft versprechen, sowie den Anreiz auf aktiven Klimaschutz bieten. Was will man mehr? Liegt es vielleicht daran, dass erfahrene Ingenieure eher beim etablierten Luftfahrtunternehmen xy, welches ein gutes Gehalt verspricht, anheuern, als bei einem kleinen neuen Unternehmen das Windparks baut und nicht so ein großes Backup besitzt? Gerade für die kleinen mittelständischen Unternehmen, ist es wichtig als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Sprich: Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Unternehmen auszuschöpfen und sich beispielsweise mit Hilfe von Firmenporträts im Internet zu präsentieren.

Zum anderen gibt es die Gruppe der Neueinsteiger und Studenten. Fakt ist, dass es einfach zu wenig, vor allem aber gute und spezialisierte Fachkräfte, für diese, so rasant wachsende Spate gibt. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen müssen noch stärker ausdifferenziert werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass gerade weil sich der Bereich der Erneuerbaren Energien als eine dynamische Wachstumsbranche präsentiert, ist es von enormer Wichtigkeit präventive Maßnahmen zu ergreifen, um den drohenden Fachkräfteengpass entgegenzutreten. Man kann und muss an mehreren Punkten ansetzen.

Um z.B. die zahlreichen Quereinsteiger auffangen zu können, sind Modelle, die kontinuierliches Weiterlernen über lange Erwerbsbiografien in den Mittelpunkt stellen, erforderlich. Zusätzlich wird der Wunsch nach neuen, spezialisierten Studiengänge der Unternehmer immer größer. Diese sollten für inhaltliche und vor allem standardisierte Qualität stehen, für den so ausschlaggebenden Praxisbezug sorgen und auf das knappe Zeitbudget, der sich stets selber überholenden Branche, zugeschnitten sein; also Arbeitszeit als Lernzeit nutzen und andersherum. Zu guter Letzt müsste außerdem die Arbeitgeberattraktivität gesteigert werden, um das positive Image der Branche weiter hervorzuheben.

-Es ist also viel zu tun.

Jan Rispens, der Geschäftsführer von Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH), fasst zusammen, „[…] dass Unternehmen der Erneuerbare Energien Branche […] händeringend nach erfahrenen Ingenieuren suchen […].“ Das enorme wirtschaftliche Potential der Branche verspricht dies auch noch auf lange Sicht.

 

2012
16
Jul

Fachkräftemangel in Deutschland besonders im Industriebereich und Ingenieurwesen

Der Fachkräftemangel in Deutschland droht zu einer echten Gefahr für das wirtschaftliche Wachstum und für den Wohlstand in Europa zu werden. Der deutsche Industriesektor als wichtiger Wachstumstreiber diagnostiziert insbesondere in dem sogenannten MINT-Berufsfeld einen enormen Fachkräftemangel. Die MINT-Berufe umfassen die Fachgebiete der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Für die Unternehmen besteht ein besonderer Bedarf an Handwerkern und Ingenieuren. Auch dem kaufmännischen Bereich droht eine Unterbesetzung, so dass beispielsweise Industriekaufleute vermehrt von den Betrieben nachgefragt werden.

Ursachen für den Fachkräftemangel

Der demographische Wandel gilt als Hauptursache für das Defizit an qualifizierten Kräften und wird sich die nächsten Jahre massiv verstärken. Eine sinkende Geburtenrate und eine steigende Lebenserwartung führen zu einer alternden und schrumpfenden deutschen Bevölkerung. Das Problem erwächst jedoch nicht nur daraus, dass die geeigneten Mitarbeiter immer älter werden, sondern vor allem aus der meist fehlenden Qualifikation junger Menschen. Die junge Generation steht vor der Herausforderung ihre Ausbildung auf zukunftsfähige Wirtschaftssektoren und Berufsfelder auszurichten. Neben der Bevölkerungsentwicklung sind auch die Unternehmen selbst Verursacher des Fachkräftemangels. Oftmals fehlt es den Verantwortlichen an der nötigen Flexibilität bei der Mitarbeitersuche oder es werden unzureichende Maßnahmen bei der Rekrutierung ergriffen.

Fachkräftemangel im Industriebereich

Der Fachkräftemangel verteilt sich dennoch nicht gleichmäßig auf alle Wirtschaftsbereiche und Berufsfelder. Obwohl für den Begriff Fachkräftemangel keine allgemein gültige Definition existiert, kann von einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften wie beispielsweise Meister, Techniker oder Akademiker bestimmter Fachrichtungen wie dem Ingenieurwesen, der Betriebswirtschaft oder der Informatik gesprochen werden. Insbesondere den innovationsintensiven Industriezweigen wird aufgrund hoher Ansprüche in der Qualifikation der Mitarbeiter ein Nachwuchsproblem diagnostiziert. Viele Studien belegen, dass sich der Fachkräftemangel immer mehr zu einem Mangel an Ingenieuren entwickelt. Auch die schnell wachsende IT-Branche steht vor der Herausforderung, ihren Fachkräftebedarf zu sichern. Weiterhin sind vor allem Arbeitsbereiche betroffen, die in allen Unternehmenseinheiten benötigt werden, wie beispielsweise Industriekaufleute, welche ein breites Feld kaufmännischer Tätigkeiten ausüben.

2012
21
Mai

Laut der Umfrage „VDI-educating II“ erhalten Automobil-Ingenieure zu wenig Weiterbildungsangebote. Das gaben rund 33 Prozent der befragten Geschäftsführer und Personalverantwortlichen an. 22,9 Prozent gaben sogar an, dass es im eigenen Unternehmen nicht genug Weiterbildungsangebote gäbe.

Diese Zahlen stehen im Kontrast zu der Aussage von 97,6 Prozent der Befragten, die Qualifikation der Mitarbeiter sei ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Das Weiterbildungsangebot wird außerdem als der wichtigste Faktor bewertet, qualifizierte Mitarbeiter zu halten: Mit knapp 93 Prozent liegt die Weiterbildung noch vor Prämien (81,9 Prozent) und flexiblen Arbeitszeitmodellen (ebenfalls 81,9 Prozent).

Das Wissen um die Wichtigkeit von Weiterbildung scheint demnach präsent zu sein, lediglich an der praktischen Umsetzung hapert es in vielen Fällen noch. Vielleicht auch deswegen, weil knapp 50 Prozent der Befragten angaben, andere Unternehmen würden noch weniger in die Weiterbildung der Mitarbeiter investieren.

Aufgrund des Fachkräftemangels, der sich bereits jetzt besonders stark auf die Ingenieur-Branche auswirkt, ist der Faktor Mitarbeiterbindung sehr wichtig - 85,5 Prozent erwarten zukünftig Probleme beim Recruiting von Nachwuchsingenieuren.

„Erstaunlicherweise erkennen so gut wie alle Geschäftsführer und Personaler den hohen Stellenwert der Weiterbildung an – jedoch handeln nicht alle auch entsprechend konsequent. Nur wer den Worten auch Taten folgen lässt, bleibt am Puls der Zeit und damit wettbewerbsfähig“, so Timo Taubitz, Geschäftsführer des VDI Wissensforums.

2012
30
Mrz

In Deutschland fehlt es nicht an Qualität, sondern an Quantität. Im Vergleich zum Jahr 2008 wird es 2030 nicht nur 5 Millionen weniger Einwohner in Deutschland geben, der demografische Wandel wird auch große Auswirkungen auf den erwerbstätigen Bevölkerungsanteil haben. Bis 2030 wird es an rund 7,5 Millionen Erwerbstätige in der Bundesrepublik fehlen. Der aufkommende Fachkräftemangel geht voraussichtlich mit Milliarden Verlusten der deutschen Volkswirtschaft einher.

Was bereits heute darauf folgt, ist ein wahrer Run auf die „klugen Köpfe Deutschlands“. Obwohl die weltweite Ingenieursquote steigt, sieht es hier zu Lande ganz anders aus. Im Januar 2012 waren rund 80.000 Stellen in Ingenieurberufen unbesetzt! Ein  Beispiel, wie man dem drohenden Mangel an Talenten entgegen kann, ist Continental, einer der größten Automobilzulieferer weltweit. Ihr Leitspruch: Kämpfen bis zum Schluss – und dies von Anfang an!

Das Traditionsunternehmen geht in die Offensive und wartet nicht bis die klugen Köpfe ihren Weg in die hannoveranischen Werke finden. Continental geht an die Stätten der Arbeitskräfte von morgen - an die Schulen und Universitäten. Sie versuchen den Schülern und Studenten die MINT-Fächer attraktiver und „schmackhafter“ zu machen. Zwar erzielt Deutschland in den MINT-Fächern stets gute Ergebnisse, doch viele finden den Weg bis zu Ausbildung nicht und biegen vorher wo anders ab. Continental will diese Abbieger abholen. Jugendliche werden eingeladen in die Werke, zu Schnuppertagen. Sie sollen das Berufsleben und den Ingenieuralltag live miterleben, um im besten Falle Gefallen dran zu bekommen. An den Universitäten geht es dann weiter: Praktika, Abschlussarbeiten und Doktorandenstellen werden gerne und häufig an interessierte Studenten vergeben. Auch Gastvorlesungen oder Forschungsprojekte stehen bei vielen Unternehmen auf dem Plan, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu zeigen, denn Ingenieure können sich mittlerweile ihre Stellen und Arbeitgeber frei wählen und kommen meist nicht von allein.

Andere Lösungen für den Fachkräftemangel in den Ingenieurwissenschaften sind z.B. Konzepte wie PINA, eine Kooperation zwischen Herstellern und Zulieferern. Bis 2014 soll das Gesamtmodell stehen, welches die alternde Belegschaft im Fokus hat.  Der Leitsatz des in 2011 gestarteten Projektes lautet: „Gesund und qualifiziert älter werden in der Automobilindustrie.“

Konzepte wie PINA greifen zwar nicht an der Wurzel, versuchen aber die Gesamtsituation so gut wie möglich zu meistern. Unternehmen versuchen hierdurch das Personal immer wieder regelmäßig zu schulen, um nicht zu sehr unter dem ausbleibenden Nachwuchs und deren Know-how zu leiden.

Was denken Sie zum Fachkräftemangel? Sehen Sie es wie DIW-Ökonom Karl Brenke, der ihn so schön als eine Fata Morgana beschrieb, oder ist es doch ein weitaus größeres Problem?

2011
19
Aug

Die positive Entwicklung des Automobilmarktes in den letzten Monaten hält an – der Fachkräftemangel könnte sich nun zu einem limitierenden Faktor entwickeln.

Besonders betroffen sind Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die mittlerweile oft mit der Hilfe von als Freelancer tätigen Ingenieuren umgesetzt werden. Diese Spezialisten zu finden, entpuppt sich jedoch immer öfter als Problem. Laut dem Institut für Freie Berufe gibt es in Deutschland derzeit etwa 69.000 freiberufliche Ingenieure, die diese Lücke jedoch nicht füllen können.

Die Gründe dafür liegen, so Branchen-Kenner, in den geringeren Verdienstmöglichkeiten, die ein freiberuflicher Ingenieur beispielsweise im Verhältnis zu seinen Kollegen aus dem IT-Umfeld hat. Freiberuflichkeit besitzt also für Ingenieure eine geringere finanzielle Attraktivität. Auch die längere Projektdauer spielt hier eine Rolle. Ein Entwicklungs-Projekt kann rund 2 Jahre dauern, was eine niedrigere Fluktuation bedeutet als bei wesentlich kürzeren IT-Projekten.

Aber nicht nur freiberufliche Ingenieure fehlen den Unternehmen. Wie die FAZ berichtete, waren 8 der 22 Unternehmen, die eigenen Angaben zufolge mehr als 1000 Mitarbeiter einstellen wollten, in der Automobilindustrie oder ihrem Umfeld angesiedelt.

Doch ohne spezialisierte Fachkräfte gerät der Aufschwung in Gefahr. Es sind die freiberuflichen Ingenieure, die von diesem Dilemma profitieren.

Sie möchten mehr zu diesem Thema erfahren? Lesen Sie hier unseren projektwerk engineering Marktmonitor.

Jetzt sind Sie gefragt: Spüren Sie den Fachkräftemangel bereits? Können Sie sich Ihre Projekte aussuchen, oder zeigt sich der Mangel vielleicht schon in der Höhe Ihrer Honorare?

Quelle: business-on.de

2011
01
Aug

Hamburg, 01. August 2011. Der Fachkräftemangel hat im Juni 2011 laut dem VDI-/IW-Ingenieursmotors einen historischen Höchststand erreicht. Der entscheidende Faktor sei das Anziehen der Konjunktur, das sich inzwischen auch auf dem Arbeitsmarkt zeige.

Da der VDI auch für das zweite Halbjahr 2011 mit einer weiterhin stabilen Konjunktur rechnet, sei ein Ende des Fachkräftemangels nicht abzusehen. „Wir rechnen in den kommenden Monaten nicht mit einem Rückgang der Fachkräftelücke“, so VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs.

Besonders auf dem Markt für Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure sowie der Elektro-Ingenieure sei der Mangel bereits jetzt kritisch.

„Können Vakanzen nicht besetzt werden, führt dies negative wirtschaftliche Konsequenzen wie Produktionsverzögerungen, Lieferengpässe und mangelnde Innovationen mit sich.
Diese Konsequenzen, die letztlich sogar zum Verlust von Aufträgen oder zur Abwanderung ins Ausland führen können, lassen sich teilweise durch den gezielten Einsatz von freiberuflichen Spezialisten abfangen“, so Dr. Christiane Strasse, Geschäftsführerin der projektwerk GmbH.

Besonders gefragt sind, das zeigt der Marktmonitor der Projektbörse projektwerk engineering, trotz deutlicher Schwankungen technische Skills wie Catia, das vor allem in der Automobilindustrie und dem Energie- und Transportbereich zum Einsatz kommt. Auch der Automotive-Bereich befindet sich im Ranking der Keywords unter den Top 3.

Hinweis:
Die Zahlen basieren auf einer Auswertung aller auf projektwerk engineering angegebenen Keywords. Dabei wurden die häufigsten Keywords analysiert und kategorisiert. „Catia“ als Überbegriff umfasst beispielsweise Catia V5 und V6 sowie die Skills Programmierung, Training oder DMU.

Über projektwerk

projektwerk ist die einfachste Projektbörse im Web. Mit zwölfjähriger Expertise vernetzt projektwerk Freelancer und Unternehmen und bietet allen Teilnehmern des flexiblen Arbeitsmarktes eine Plattform für die schnelle und effiziente Rekrutierung von Spezialisten für Projekte sowie zur Vermarktung der eigenen Dienstleistung. Dafür wurde eine innovative Matching-Technologie entwickelt, die auf den neuen Plattformen projektwerk IT, projektwerk consulting, projektwerk creative, projektwerk engineering, projektwerk medical und projektwerk fashion zum Einsatz kommt.