SUCHE   
  

Fachkräftemangel

2013
07
Mai

Technische Zeichnung  #100116-005Aus dem MINT-Frühjahrsreport des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) lassen sich insbesondere zwei Schlüsse ziehen: 1. Die Jobchancen für Maschinenbauer, Fahrzeugtechniker und Ingenieure sind gut. 2. Statt akademischen Nachwuchs wird jetzt händeringend nach ausgebildeten Fachkräften gesucht.

In den Bereichen Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Energie- und Elektrotechnik sowie in der Metallverarbeitung verzeichnet der Frühjahrsreport mehr offene Stellen als arbeitslose Fachkräfte. Nachdem sich die Wirtschaft jahrelang über zu wenige Studierende in den MINT-Fächern beklagt hat, stieg die Zahl der Studienanfänger in diesen Fächern deutlich an. Jetzt fehlen dagegen ausgebildete Fachkräfte. Im Vergleich zum Jahr 2000, in dem nur knapp 112 000 Abiturienten ein Studium in den MINT-Fächern aufnahm, waren es 2012 schon 190 000 Studienanfänger.

Das Ergebnis: Wenn an der Universitäten und Fachhochschulen weiterhin so viele junge Leuten in den MINT-Fächern studieren, kann die deutsche Wirtschaft die Personallücke bei akademischen Stellen bis 2020 weitestgehend füllen. Schlechter sieht es von Seiten der Arbeitgeber bei Facharbeitern aus: so könnten bis zu 1,4 Millionen Stellen unbesetzt bleiben, wenn sich nichts ändert.

Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt gut: 2010 hatten 87 Prozent der Beschäftigten in den MINT-Branchen mit Studienabschluss einen unbefristeten Vertrag. Auch beim Einkommen sieht es gut aus: das durchschnittliche Monatsgehalt bei Vollzeitbeschäftigung stieg zwischen 2000 und 2011 von 3 600 Euro auf 4 900 Euro brutto. Im Vergleich zu allen Akademikern ist dieser Zuwachs überdurchschnittlich.

Doch nicht alle Absolventen der MINT-Fächer können sich über gute Aussichten am Arbeitsmarkt freuen: vor allem bei den Biologen und Chemikern spricht der Report von einem Arbeitskräfteüberschuss. Auch Mathematiker und Physiker sind davon teilweise betroffen.

Quellen: sueddeutsche.de, spiegel.de

Weitere Informationen zum Report: iwkoeln.de

2013
19
Apr

Viele Unternehmen in Deutschland suchen auch im Ausland nach geeigneten Fachkräften. Gerade in den MINT-Berufen ((Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) fehlt es an Nachwuchs. Für die erfolgreiche Rekrutierung von Experten aus dem Ausland braucht es eine Willkommenskultur, die nach Ansicht von Experten den Deutschen fehlt.eu-blue-card-100~_v-image512_-6a0b0d9618fb94fd9ee05a84a1099a13ec9d3321

Ein beruflicher Neuanfang im Ausland hat seine Tücken. Um den Start zu erleichtern unterstützen große, international aufgestellte Unternehmen ihre Mitarbeiter mit einem Relocation-Paket vom Umzug über die Wohnungssuche bis zu Behördengängen. Mittelständische Unternehmen müssen hier noch viel aufholen.

Der Mittelstand unterschätze bisher den Bedarf an ausländischen Mitarbeitern, so Thomas Schonscheck vom Personalvermittler Manpower. Viele Unternehmen in Deutschland haben Probleme mit dem Recruiting aus dem Ausland. Schonscheck fordert eine bessere Infrastruktur: "Ich werde nicht müde zu wiederholen, dass wir eine Willkommenskultur brauchen.“

Zahlen belegen, dass Deutschland bei der Suche nach Fachkräften aus dem Ausland nicht konkurrenzfähig ist. So sank beispielsweise die Zahl der IT-Experten aus Indien in den vergangenen fünf Jahren um 25 Prozent, wie der Branchenverband Bitkom berichtet. Unternehmen aus Skandinavien, Großbritannien und den Niederlanden seien bei der Rekrutierung professioneller und damit erfolgreicher.

Bis 2025 könnten aufgrund des demographischen Wandels auf dem deutschen Arbeitsmarkt rund sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen. Die Politik versucht deshalb mit verschiedenen Maßnahmen den Arbeitsmarkt attraktiver zu gestalten. Zum Beispiel soll die Blue Card die Zuwanderung von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern fördern. Zusätzlich erleichtert ein neues Gesetz die Anerkennung von hoch qualifizierten ausländischen Abschlüssen. Trotzdem bleiben viele Hürden bestehen: mittlere Abschlüsse aus dem Ausland werden nach wie vor nur unzureichend anerkannt. Deswegen gehen laut einer Studie der Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Fachkräfte lieber nach Australien, England, Kanada oder Dänemark.

Dabei spielt aber auch die Sprache eine wichtige Rolle. Beim mittelständischen Spieleentwickler Wooga wird deshalb Englisch gesprochen. Das Unternehmen setzt gezielt auf ausländische Mitarbeiter und damit auf ein diverses Team: zwei Drittel der neuen Angestellten kommen aus dem Ausland. Zusätzlich bietet Wooga Unterstützung bei der Eingewöhnung und greift den neuen Kollegen u. a. bei der Wohnungssuche unter die Arme.

Quelle: welt.de, karriere.de

Bildquelle: br.de

2012
21
Nov

Derzeit sind 78 600 Stellen in der Ingenieurbranche unbesetzt – 24 700 davon in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik. Das sind die aktuellen Zahlen vom Oktober 2012 des Vereins Deutscher Ingenieure VDI. Auf einen arbeitslosen Ingenieur kämen 3,3 offene Stellen.

Damit ist der Ingenieurberuf laut VDI und der Bundesagentur für Arbeit ein sogenannter Mangelberuf, besonders in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Energie- und Elektrotechnik sei der Fachkräftemangel signifikant.

Die Lage könnte sich jedoch laut VDI künftig entschärfen: Seit dem Jahr 2002 ist die Zahl der Absolventen der Ingenieurwissenschaften um 71 Prozent auf fast 57 000 gestiegen.

Quelle: vdi.de

2012
16
Aug

Obwohl die Metropolregion Hamburg sich in der Branche der Erneuerbaren Energien sehr dynamisch entwickelt, sich die Beschäftigtenzahl in den letzten zehn Jahren vervierfacht hat und mittlerweile rund 372.000 Menschen in dieser Branche tätig sind, mangelt es an qualifiziertem Personal.


Es wird händeringend nach erfahrenen Ingenieuren, Facharbeitern in der Montage, für den Service und die Wartung, sowie im Projektmanagement oder in der Forschung und Entwicklung gesucht. Auch in diesem Segment lässt sich sagen, dass der demografische Wandel in Deutschland eine Verknappung des Arbeitskräfteangebots mit sich zieht. Und dies zum Leid aller.

Zwar wollen alle „grüner“ und nachhaltiger leben, doch wie – ohne geschultes und qualifiziertes Personal, die die Wünsche der Kunden und Verbraucher umsetzen können?

Das Problem des qualitativen Arbeitskräftemangels lässt sich in zwei Spaten aufteilen: zum einem gibt es da die Gruppe der fehlenden Berufserfahrenen. Anscheinend tut sich die Branche der Erneuerbaren Energie sehr schwer, diese zu akquirieren. Doch woran mag das liegen? Wenn doch alle davon sprechen, dass Unternehmen in diesem Bereich für attraktive Arbeitgeber seien, und ein Mix aus Technik und Wirtschaft versprechen, sowie den Anreiz auf aktiven Klimaschutz bieten. Was will man mehr? Liegt es vielleicht daran, dass erfahrene Ingenieure eher beim etablierten Luftfahrtunternehmen xy, welches ein gutes Gehalt verspricht, anheuern, als bei einem kleinen neuen Unternehmen das Windparks baut und nicht so ein großes Backup besitzt? Gerade für die kleinen mittelständischen Unternehmen, ist es wichtig als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Sprich: Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Unternehmen auszuschöpfen und sich beispielsweise mit Hilfe von Firmenporträts im Internet zu präsentieren.

Zum anderen gibt es die Gruppe der Neueinsteiger und Studenten. Fakt ist, dass es einfach zu wenig, vor allem aber gute und spezialisierte Fachkräfte, für diese, so rasant wachsende Spate gibt. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen müssen noch stärker ausdifferenziert werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass gerade weil sich der Bereich der Erneuerbaren Energien als eine dynamische Wachstumsbranche präsentiert, ist es von enormer Wichtigkeit präventive Maßnahmen zu ergreifen, um den drohenden Fachkräfteengpass entgegenzutreten. Man kann und muss an mehreren Punkten ansetzen.

Um z.B. die zahlreichen Quereinsteiger auffangen zu können, sind Modelle, die kontinuierliches Weiterlernen über lange Erwerbsbiografien in den Mittelpunkt stellen, erforderlich. Zusätzlich wird der Wunsch nach neuen, spezialisierten Studiengänge der Unternehmer immer größer. Diese sollten für inhaltliche und vor allem standardisierte Qualität stehen, für den so ausschlaggebenden Praxisbezug sorgen und auf das knappe Zeitbudget, der sich stets selber überholenden Branche, zugeschnitten sein; also Arbeitszeit als Lernzeit nutzen und andersherum. Zu guter Letzt müsste außerdem die Arbeitgeberattraktivität gesteigert werden, um das positive Image der Branche weiter hervorzuheben.

-Es ist also viel zu tun.

Jan Rispens, der Geschäftsführer von Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH), fasst zusammen, „[…] dass Unternehmen der Erneuerbare Energien Branche […] händeringend nach erfahrenen Ingenieuren suchen […].“ Das enorme wirtschaftliche Potential der Branche verspricht dies auch noch auf lange Sicht.

 

2012
29
Jul

Hamburg, 29. Juli 2012. Das Ende des ersten Halbjahres lädt dazu ein, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Das bestimmende Thema des ersten Halbjahres 2012 war der Fachkräftemangel und die daraus resultierenden Gefahren für das Wachstum der Branche.

Bereits Ende des letzten Jahres wurde deutlich, dass der Fachkräftemangel die Ingenieurbranche in besonderem Maße trifft. Der Branchenverband VDI sprach von einer Ingenieurlücke und rund 80.000 offenen Stellen. Im April erreichte die Zahl der offenen Stellen den höchsten Wert seit 2000. Bleibt die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands stabil, dürfte diese Lücke eine ernstzunehmende Gefahr für die Branche darstellen. Besonders in der Automobilbranche, in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik ist die Lage mittlerweile angespannt.

Profiteure der aktuellen Entwicklung sind die Freelancer, deren Einsatz in der Branche immer relevanter und somit auch alltäglicher wird. Sie ermöglichen es den Unternehmen, die Ingenieurlücke flexibel zu füllen und so das Wachstum voranzutreiben. Ein zusätzliches Plus für die Unternehmen ist das Know-how und die vielfältigen Erfahrungen, die Freelancer mitbringen.

Während ein Großteil der deutschen Unternehmen den Fachkräftemangel mittlerweile spürt, ist es der Mittelstand, der die größten Schwierigkeiten hat, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren. „Große Unternehmen verfügen oft über einen gewissen Bekanntheitsgrad, der sie attraktiv macht – ein nachhaltiges, zielgerichtetes Employer Branding, das Bekanntheit und Attraktivität steigert, ist daher auch für den Mittelstand unabdingbar“, so Dr. Christiane Strasse, Geschäftsführerin der projektwerk GmbH.

Über projektwerk
projektwerk ist die einfachste Projektbörse im Web. Mit dreizehn Jahren Expertise vernetzt projektwerk Freelancer und Unternehmen und bietet allen Teilnehmern des flexiblen Arbeitsmarktes eine Plattform für die schnelle und effiziente Rekrutierung von Spezialisten für Projekte sowie zur Vermarktung der eigenen Dienstleistung. Dafür wurde eine innovative Matching-Technologie entwickelt, die auf den Plattformen it.projektwerk.de, engineering.projektwerk.de, consulting.projektwerk.de, creative.projektwerk.de, medical.projektwerk.de und fashion.projektwerk.de zum Einsatz kommt.

2012
16
Jul

Fachkräftemangel in Deutschland besonders im Industriebereich und Ingenieurwesen

Der Fachkräftemangel in Deutschland droht zu einer echten Gefahr für das wirtschaftliche Wachstum und für den Wohlstand in Europa zu werden. Der deutsche Industriesektor als wichtiger Wachstumstreiber diagnostiziert insbesondere in dem sogenannten MINT-Berufsfeld einen enormen Fachkräftemangel. Die MINT-Berufe umfassen die Fachgebiete der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Für die Unternehmen besteht ein besonderer Bedarf an Handwerkern und Ingenieuren. Auch dem kaufmännischen Bereich droht eine Unterbesetzung, so dass beispielsweise Industriekaufleute vermehrt von den Betrieben nachgefragt werden.

Ursachen für den Fachkräftemangel

Der demographische Wandel gilt als Hauptursache für das Defizit an qualifizierten Kräften und wird sich die nächsten Jahre massiv verstärken. Eine sinkende Geburtenrate und eine steigende Lebenserwartung führen zu einer alternden und schrumpfenden deutschen Bevölkerung. Das Problem erwächst jedoch nicht nur daraus, dass die geeigneten Mitarbeiter immer älter werden, sondern vor allem aus der meist fehlenden Qualifikation junger Menschen. Die junge Generation steht vor der Herausforderung ihre Ausbildung auf zukunftsfähige Wirtschaftssektoren und Berufsfelder auszurichten. Neben der Bevölkerungsentwicklung sind auch die Unternehmen selbst Verursacher des Fachkräftemangels. Oftmals fehlt es den Verantwortlichen an der nötigen Flexibilität bei der Mitarbeitersuche oder es werden unzureichende Maßnahmen bei der Rekrutierung ergriffen.

Fachkräftemangel im Industriebereich

Der Fachkräftemangel verteilt sich dennoch nicht gleichmäßig auf alle Wirtschaftsbereiche und Berufsfelder. Obwohl für den Begriff Fachkräftemangel keine allgemein gültige Definition existiert, kann von einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften wie beispielsweise Meister, Techniker oder Akademiker bestimmter Fachrichtungen wie dem Ingenieurwesen, der Betriebswirtschaft oder der Informatik gesprochen werden. Insbesondere den innovationsintensiven Industriezweigen wird aufgrund hoher Ansprüche in der Qualifikation der Mitarbeiter ein Nachwuchsproblem diagnostiziert. Viele Studien belegen, dass sich der Fachkräftemangel immer mehr zu einem Mangel an Ingenieuren entwickelt. Auch die schnell wachsende IT-Branche steht vor der Herausforderung, ihren Fachkräftebedarf zu sichern. Weiterhin sind vor allem Arbeitsbereiche betroffen, die in allen Unternehmenseinheiten benötigt werden, wie beispielsweise Industriekaufleute, welche ein breites Feld kaufmännischer Tätigkeiten ausüben.

2012
25
Mai

Hamburg, 25. Mai 2012. Der Bedarf an Ingenieuren wächst auch 2012 weiter. Laut VDI hat die Zahl der offenen Stellen im April 2012 den höchsten Wert seit dem Jahr 2000 erreicht. Dies führt auch zu einer Steigerung der Nachfrage nach freiberuflichen Experten auf projektwerk engineering im ersten Quartal, besonders in der Konstruktion und dem Projektmanagement.

Der Einsatz von Freelancern ist ein effektives Mittel, den Bedarf an Fachkräften besonders in auftragsstarken Zeiten zu decken. Obwohl auch große Unternehmen den Fachkräftemangel spüren, ist es der Mittelstand, der besonders unter den Schwierigkeiten, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu finden, leidet. Wird hier nicht gegengesteuert, kann sich der Fachkräftemangel zu einem ernsthaften Problem entwickeln und das Wachstum der Unternehmen deutlich und nachhaltig bremsen.

„Employer Branding muss großgeschrieben werden: Große Unternehmen haben oftmals einen Bekanntheitsgrad, der sie für Bewerber attraktiv macht, während mittelständische Unternehmen häufig nicht mithalten können. Da aber auch Unternehmen des Mittelstandes attraktive Arbeitsbedingungen wie flexible Arbeitszeitmodelle anbieten, ist es von großer Bedeutung, die eigene Arbeitgebermarke zu stärken und durch ein durchdachtes Employer Branding an Attraktivität und Bekanntheit zu gewinnen“, rät Dr. Christiane Strasse, Geschäftsführerin der projektwerk GmbH.

Über projektwerk
projektwerk ist die einfachste Projektbörse im Web. Mit dreizehn Jahren Expertise vernetzt projektwerk Freelancer und Unternehmen und bietet allen Teilnehmern des flexiblen Arbeitsmarktes eine Plattform für die schnelle und effiziente Rekrutierung von Spezialisten für Projekte sowie zur Vermarktung der eigenen Dienstleistung. Dafür wurde eine innovative Matching-Technologie entwickelt, die auf den Plattformen it.projektwerk.de, engineering.projektwerk.de, consulting.projektwerk.de, creative.projektwerk.de, medical.projektwerk.de und fashion.projektwerk.de zum Einsatz kommt.

2012
21
Mai

Laut der Umfrage „VDI-educating II“ erhalten Automobil-Ingenieure zu wenig Weiterbildungsangebote. Das gaben rund 33 Prozent der befragten Geschäftsführer und Personalverantwortlichen an. 22,9 Prozent gaben sogar an, dass es im eigenen Unternehmen nicht genug Weiterbildungsangebote gäbe.

Diese Zahlen stehen im Kontrast zu der Aussage von 97,6 Prozent der Befragten, die Qualifikation der Mitarbeiter sei ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Das Weiterbildungsangebot wird außerdem als der wichtigste Faktor bewertet, qualifizierte Mitarbeiter zu halten: Mit knapp 93 Prozent liegt die Weiterbildung noch vor Prämien (81,9 Prozent) und flexiblen Arbeitszeitmodellen (ebenfalls 81,9 Prozent).

Das Wissen um die Wichtigkeit von Weiterbildung scheint demnach präsent zu sein, lediglich an der praktischen Umsetzung hapert es in vielen Fällen noch. Vielleicht auch deswegen, weil knapp 50 Prozent der Befragten angaben, andere Unternehmen würden noch weniger in die Weiterbildung der Mitarbeiter investieren.

Aufgrund des Fachkräftemangels, der sich bereits jetzt besonders stark auf die Ingenieur-Branche auswirkt, ist der Faktor Mitarbeiterbindung sehr wichtig - 85,5 Prozent erwarten zukünftig Probleme beim Recruiting von Nachwuchsingenieuren.

„Erstaunlicherweise erkennen so gut wie alle Geschäftsführer und Personaler den hohen Stellenwert der Weiterbildung an – jedoch handeln nicht alle auch entsprechend konsequent. Nur wer den Worten auch Taten folgen lässt, bleibt am Puls der Zeit und damit wettbewerbsfähig“, so Timo Taubitz, Geschäftsführer des VDI Wissensforums.

2012
30
Mrz

In Deutschland fehlt es nicht an Qualität, sondern an Quantität. Im Vergleich zum Jahr 2008 wird es 2030 nicht nur 5 Millionen weniger Einwohner in Deutschland geben, der demografische Wandel wird auch große Auswirkungen auf den erwerbstätigen Bevölkerungsanteil haben. Bis 2030 wird es an rund 7,5 Millionen Erwerbstätige in der Bundesrepublik fehlen. Der aufkommende Fachkräftemangel geht voraussichtlich mit Milliarden Verlusten der deutschen Volkswirtschaft einher.

Was bereits heute darauf folgt, ist ein wahrer Run auf die „klugen Köpfe Deutschlands“. Obwohl die weltweite Ingenieursquote steigt, sieht es hier zu Lande ganz anders aus. Im Januar 2012 waren rund 80.000 Stellen in Ingenieurberufen unbesetzt! Ein  Beispiel, wie man dem drohenden Mangel an Talenten entgegen kann, ist Continental, einer der größten Automobilzulieferer weltweit. Ihr Leitspruch: Kämpfen bis zum Schluss – und dies von Anfang an!

Das Traditionsunternehmen geht in die Offensive und wartet nicht bis die klugen Köpfe ihren Weg in die hannoveranischen Werke finden. Continental geht an die Stätten der Arbeitskräfte von morgen - an die Schulen und Universitäten. Sie versuchen den Schülern und Studenten die MINT-Fächer attraktiver und „schmackhafter“ zu machen. Zwar erzielt Deutschland in den MINT-Fächern stets gute Ergebnisse, doch viele finden den Weg bis zu Ausbildung nicht und biegen vorher wo anders ab. Continental will diese Abbieger abholen. Jugendliche werden eingeladen in die Werke, zu Schnuppertagen. Sie sollen das Berufsleben und den Ingenieuralltag live miterleben, um im besten Falle Gefallen dran zu bekommen. An den Universitäten geht es dann weiter: Praktika, Abschlussarbeiten und Doktorandenstellen werden gerne und häufig an interessierte Studenten vergeben. Auch Gastvorlesungen oder Forschungsprojekte stehen bei vielen Unternehmen auf dem Plan, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu zeigen, denn Ingenieure können sich mittlerweile ihre Stellen und Arbeitgeber frei wählen und kommen meist nicht von allein.

Andere Lösungen für den Fachkräftemangel in den Ingenieurwissenschaften sind z.B. Konzepte wie PINA, eine Kooperation zwischen Herstellern und Zulieferern. Bis 2014 soll das Gesamtmodell stehen, welches die alternde Belegschaft im Fokus hat.  Der Leitsatz des in 2011 gestarteten Projektes lautet: „Gesund und qualifiziert älter werden in der Automobilindustrie.“

Konzepte wie PINA greifen zwar nicht an der Wurzel, versuchen aber die Gesamtsituation so gut wie möglich zu meistern. Unternehmen versuchen hierdurch das Personal immer wieder regelmäßig zu schulen, um nicht zu sehr unter dem ausbleibenden Nachwuchs und deren Know-how zu leiden.

Was denken Sie zum Fachkräftemangel? Sehen Sie es wie DIW-Ökonom Karl Brenke, der ihn so schön als eine Fata Morgana beschrieb, oder ist es doch ein weitaus größeres Problem?

2012
11
Feb

Hamburg, 11. Februar 2012. Der VDI spricht von der Ingenieurlücke – diese sei nicht neu, erreichte aber im Dezember letzten Jahres trotz saisonaler Abkühlung mit rund 80.000 offenen Stellen einen neuen Höchststand. Bleibt die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands stabil, kann sich der Fachkräftemangel zu einer ernstzunehmenden wirtschaftlichen Bedrohung für die Branche entwickeln.

Besonders prekär ist die Lage inzwischen in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik. Bei einer praktischen Vollbeschäftigung, von der der VDE bereits Anfang des vergangenen Jahres ausging, wird der Einsatz von Freiberuflern immer attraktiver. Nicht nur bringen sie hoch-spezialisiertes Know-how mit, sie ermöglichen es den Unternehmen in erster Linie, die eigene Ingenieurlücke zu füllen und wirken so negativen Konsequenzen für die wirtschaftliche Entwicklung entgegen.

„Auf projektwerk engineering beobachten wir die Auswirkungen des Fachkräftemangels auf die Ingenieurbranche in den letzten Monaten. Hochqualifizierte Freiberufler werden immer stärker nachgefragt, besonders in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und der Automobilbranche herrscht eine steigende Nachfrage. Dies zeigen die Zahlen aus dem Januar deutlich“, so Dr. Christiane Strasse, Geschäftsführerin der projektwerk GmbH. „Wir erwarten, dass sich das Modell Projektarbeit und der damit verbundene Einsatz von Freiberuflern durch die Ingenieurlücke im laufenden Jahr immer weiter durchsetzen wird.“

Über projektwerk

projektwerk ist die einfachste Projektbörse im Web. Mit zwölfjähriger Expertise vernetzt projektwerk Freelancer und Unternehmen und bietet allen Teilnehmern des flexiblen Arbeitsmarktes eine Plattform für die schnelle und effiziente Rekrutierung von Spezialisten für Projekte sowie zur Vermarktung der eigenen Dienstleistung. Dafür wurde eine innovative Matching-Technologie entwickelt, die auf den Plattformen projektwerk IT, projektwerk consulting, projektwerk creative, projektwerk engineering, projektwerk medical und projektwerk fashion zum Einsatz kommt.