Die deutsche Industrie und insbesondere die Maschinenbauer berichten von einer eher verhaltenen Stimmung am Markt. Die Auftragslage schwächelte zu Beginn des Jahres. Eine große Gefahr geht von der Konkurrenz aus dem fernen Osten aus: China holt in den Spitzentechnologien rasant auf und fördert die Branche mit immensen Investitionen – all das ist im Fünf-Jahres-Plan der Regierung nachzulesen.
Das ehemalige Billiglohnla
nd setzt dabei u. a. auf die Bereiche Maschinen- und Anlagenbau, Solarenergie sowie IT-und Umwelttechnik. China treibt auch Entwicklungen in der Automobilbranche voran und will zukünftig auf den westlichen Märkten konkurrenzfähig werden. Die chinesische Regierung investiert ausdrücklich in den Bau von Elektroautos. Das Ziel: bis 2020 sollen fünf Millionen E-Fahrzeuge auf Chinas Straßen unterwegs sein.
Die Pläne der Regierung Chinas werden durchaus ernst genommen, denn bereits in der Vergangenheit ist es der Volksrepublik gelungen innerhalb kurzer Zeit in Branchen wie der Solarenergie schnell aufzuholen. Beispiele, wie das chinesische Unternehmen Suntech, das mittlerweile Weltmarktführer ist und die Konkurrenz aus dem Westen verdrängt, belegen diesen Trend. Klagen aus Deutschland und anderen Ländern über Industriespionage, Patentrechtsverletzungen und Dumpingpreise kommen gegen diese Aufholjagd nicht an. Und die chinesischen Zukäufe von westlichen Unternehmen machen zusätzlich Druck, neben großen Firmen wie Volvo sind davon auch deutsche Mittelständler wie der Pumpenhersteller Putzmeister betroffen.
Als weltweit größter Maschinenhersteller setzt China schon heute 563 Milliarden Euro jährlich um und will weiter wachsen. Dagegen ist die Lage der Maschinenbaubranche in Japan weniger optimistisch. Die Aufträge gingen zuletzt überraschend um 13,1 Prozent zurück, wie die japanische Regierung mitteilt.
Quellen: focus.de, stern.de
Bildquelle: beijingreview.com

