Überall ist von Fachkräftemangel die Rede - und nirgends davon, dass der Einsatz von Freelancern davon so einiges beheben könnte. Â Die Rezepte sind die immergleichen, Zuwanderung, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, um qualifizierte Frauen in die Unternehmen zurück zu bringen - aber nirgends die Idee, zumindest teilweise auch mit Freelancern zu arbeiten.
Das Thema wird in der Politik nicht gerade geliebt, stellt es doch, konsequent angewandt, durchaus unser Sozialsystem in der jetzigen Form infrage. Dabei könnte man dieses durchaus einmal einer Renovierung unterziehen, die der ganzen Gesellschaft zugute kämen. Aber das wäre mühsam und langwierig.
Viel interessanter und für jeden Unternehmer möglich ist es, die Aufgaben, für die so viele Fachkräfte fehlen, genauer anzuschauen und einige davon eher projektbezogen zu betrachten. Auch wenn Aufgaben naturgemäß dauerhafter Natur sind, ist es vielleicht besser, sie zumindest temporär durch Freelancer bearbeiten zu lassen als gar nicht. Und es soll auch schon vorgekommen sein, dass ein Freelancer sich bei seinem Auftraggeber so wohl gefühlt hat, dass er ein attraktives Angebot mit etwas Freiheiten für eine Festanstellung angenommen hat.
Natürlich ist dies kein Mittel, um den Fachkräftemangel insgesamt zu beseitigen, auch die freiberuflichen Ingenieure sind gut ausgelastet zurzeit. Dies bestätigt auch unser aktueller Marktmonitor. Trotzdem ist es eine Maßnahme, die meiner Beobachtung nach viel zu wenig genutzt und diskutiert wird.




