Ende der letzten Woche veröffentlichte die KfW Bankengruppe das erste Mal eine Untersuchung zum Thema deutsche Neugründungen in der Kreativbranche. Ergebnisse dieser Studie sind überraschend positiv und erfreulich.
Fakt Nummer 1: 13% aller Existenzgründungen in Deutschland kommen aus der Kreativbranche, das sind für das Jahr 2010 ungefähr 120.000. Der Großteil der kreativen Neugründungen stammt hierbei aus der Software- und Gamesindustrie, sowie aus der Werbebranche.
Fakt Nr. 2 besagt, dass Gründer in der Kreativbranche - im Gegensatz zu anderen Wirtschaftbereichen - jünger, besser ausgebildeter und beständiger sind. Nach drei Jahren Geschäftstätigkeit sind noch 79% der kreativen Start-Ups am Markt tätig. Das sind ca. 25% mehr als in anderen Branchen.
Kreative Gründer sind auf Konkurrenzkampf sowie Informationsaustausch angewiesen. Weshalb man die kreativen Köpfe meist in Großstädten wie Hamburg und Berlin oder aber auch in Ballungsräumen wie Bayern und Baden-Württemberg antrifft. Immer mit dabei sein, sich austauschen, Kontakte knüpfen, sich persönlich und wirtschaftlich weiterentwickeln. Niemals stehen bleiben und auf der Stelle treten! Â ist häufig die Devise der Gründer.
Netzwerke und online Communities sind hierbei nicht außer Acht zu lassen. Auch sie helfen dabei, sich auf dem Markt zu festigen und das Geschäftsmodell voran zu bringen.
Kreative Neugründungen straucheln im Gegenteil zu anderen Neugründungen weniger mit Finanzproblemen, dies liegt wohl daran, dass Gründungsvorhaben kleiner dimensioniert sind. Der Gründer stellt das Fundament der selbständigen Kreativität dar, viele Mitarbeiter werden dabei zunächst nicht benötigt.
Rund 18% der Neugründungen basieren auf einer Marktneuheit. Doch nicht nur dieser Aspekt überzeugt von der Innovation der Kreativbranche. Die Marktneuheiten, wie neue Produkte oder Dienstleistungen, sorgen in anderen Wirtschaftsbranchen für Input in den Innovationsprozessen und sind somit positiver Nebeneffekt. Zu Recht rückt so die Kreativbranche in den Fokus Innovation!

