Sebastian Bartels, freier Texter und Konzeptioner, studierte einige Semester Soziologie, bevor er 1996 ein Praktikum als Texter und Konzeptioner in einer kleinen Hamburger Werbeagentur absolvierte. Nach einem Jahr als Junior arbeitete er weitere fünf Jahre als Texter bei den Großagenturen Ammirati Puris Lintas (jetzt Lowe) und Springer & Jacoby. Hier konnte er auf großen, internationalen Etats, wie z.B. Mercedes Benz, Deutsche Telekom oder Coca-Cola, Erfahrungen sammeln. Seit 2002 arbeitet er als freier Texter und Konzeptioner für diverse Agenturen in Hamburg und anderen Städten.
Welches war das interessanteste Projekt, das Sie umgesetzt haben?
Vor einiger Zeit hatte ich zusammen mit meinen Freunden von Giraffentoast die Aufgabe, einen Golfschläger namens Sir Cocker zu bewerben. Der hieß so, weil er mit einem phallusartigen Putter versehen war. Wir konzipierten also die Website sircocker.de und drehten einige Virals, die geradezu absurd albern waren. Wir durften uns austoben und haben herrlichen Schwachsinn produziert, der das Produkt obendrein sehr gut verkaufte.
Was war die schwierigste Erfahrung, die Sie mit einem Kunden gemacht haben?
„Haste nicht Lust uns beim Pitchen zu helfen? Wir haben kein Budget für Dich. Aber wenn wir den Etat gewinnen, bist Du unser Texter!“
Welches war bisher die größte Herausforderung, mit der Sie konfrontiert wurden?
Menschen, die glauben, dass sie schreiben können, weil sie lesen können.
Gibt es Kunden, für die Sie nicht arbeiten würden?
Smoking kills!
Wie sieht Ihr Traumkunde aus?
Wie Scarlett Johansson.
Welche Eigenschaften zeichnen Ihr Traumteam aus?
Nett und gründlich.
Was war Ihre beste Leistung zum Nulltarif?
Ein gepflegter Herrenwitz.
Wie lange sind Sie im Business?
15 Jahre.
Wie oft haben Sie das Fachgebiet gewechselt?
Nicht gewechselt, aber ständig erweitert.
Können Sie sich vorstellen, einen anderen Beruf zu ergreifen?
Profi-Radsportler – möglicherweise ist es dafür zu spät.
Was machen Sie in 10 Jahren?
Profi-Radsportler.

