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interview

2011
28
Mrz

 

Sebastian Bartels, freier Texter und Konzeptioner, studierte einige Semester Soziologie, bevor er 1996 ein Praktikum als Texter und Konzeptioner in einer kleinen Hamburger Werbeagentur absolvierte. Nach einem Jahr als Junior arbeitete er weitere fünf Jahre als Texter bei den Großagenturen Ammirati Puris Lintas (jetzt Lowe) und Springer & Jacoby. Hier konnte er auf großen, internationalen Etats, wie z.B. Mercedes Benz, Deutsche Telekom oder Coca-Cola, Erfahrungen sammeln. Seit 2002 arbeitet er als freier Texter und Konzeptioner für diverse Agenturen in Hamburg und anderen Städten.

Welches war das interessanteste Projekt, das Sie umgesetzt haben?

Vor einiger Zeit hatte ich zusammen mit meinen Freunden von Giraffentoast die Aufgabe, einen Golfschläger namens Sir Cocker zu bewerben. Der hieß so, weil er mit einem phallusartigen Putter versehen war. Wir konzipierten also die Website sircocker.de und drehten einige Virals, die geradezu absurd albern waren. Wir durften uns austoben und haben herrlichen Schwachsinn produziert, der das Produkt obendrein sehr gut verkaufte.

Was war die schwierigste Erfahrung, die Sie mit einem Kunden gemacht haben?

„Haste nicht Lust uns beim Pitchen zu helfen? Wir haben kein Budget für Dich. Aber wenn wir den Etat gewinnen, bist Du unser Texter!“

Welches war bisher die größte Herausforderung, mit der Sie konfrontiert wurden?

Menschen, die glauben, dass sie schreiben können, weil sie lesen können.

Gibt es Kunden, für die Sie nicht arbeiten würden?

Smoking kills!

Wie sieht Ihr Traumkunde aus?

Wie Scarlett Johansson.

Welche Eigenschaften zeichnen Ihr Traumteam aus?

Nett und gründlich.

Was war Ihre beste Leistung zum Nulltarif?

Ein gepflegter Herrenwitz.

Wie lange sind Sie im Business?

15 Jahre.

Wie oft haben Sie das Fachgebiet gewechselt?

Nicht gewechselt, aber ständig erweitert.

Können Sie sich vorstellen, einen anderen Beruf zu ergreifen?

Profi-Radsportler – möglicherweise ist es dafür zu spät.

Was machen Sie in 10 Jahren?

Profi-Radsportler.

2010
22
Dez

Oliver Hein-Behrens arbeitet seit 1991 in der Kommunikationsbranche als PR-Berater, Online-Konzeptioner und Journalist. Sein neuestes Projekt www.medienmilch.de ist ein redaktionell unabhängiges Online-Angebot für die unterhaltsame Mediengesundheit. Im Regal sind kontinuierlich Frischmilch, Sahne, Quark, laktosefreie Artikel und gereifter Käse verfügbar.

Welches war das interessanteste Projekt, das Sie umgesetzt haben?

Im Bereich Online-Redaktion ganz eindeutig www.medienmilch.de, da hier erstmals alles in Eigenregie passiert. Im Bereich Online-Konzept denke ich gerade daran, wie wir 1996 Beck´s Bier online gebracht haben. Da haben wir sehr früh, sehr nette Sachen realisiert wie z.B. den ersten Web-Cam-Kühlschrank, bei dem man wöchentlich schätzen musste, wie viele Flaschen Bier die Agenturmitarbeiter ausgetrunken haben. Der Kühlschrank wurde vom Kunden natürlich immer wieder aufgefüllt.

Woher kommt der Name medienmilch.de?

Aus der kreativen Zone! Wir wollten einen Namen, der schnell einprägsam ist und unverwechselbar. medienmilch.de erfüllt leider diese Krierien. Kommunikationsprofis finden bei uns die täglich wertvolle und gesunde Portion medienmilch.de. Ausserdem kann man doch so herrliche Rubriken wie Frischmilch, gereifter Käse, Sahne oder Quark daraus ableiten. Medienherz, was willst du mehr?

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Werber, PR-Fuzzis, Agenturmenschen, Film- und Fernseh-Freaks, Radiohörer, RTL2-Gucker, Tagesthemen-Nutzer, iPad-Hasser, der Axel Springer Vorstand, meine Mutter und andere medienthemenaffine Menschen.

Was ist anders bei medienmilch.de?

Wir wollen unartig kreativ und informativ sein. Anders formuliert: Wir sind die mediale Pippi Langstrumpf in der Villa Medienthemen. Wir machen, was wir wollen: unabhängig, sympathisch, frech - eben hoffentlich etwas anders!
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2010
10
Sep

Carl von Siemens studierte Philosophie, Politologie, Volks- und Betriebswirtschaftslehre am Trinity College in Oxford, der London School of Economics und der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er war Unternehmensberater, Journalist sowie Gründer und Geschäftsführer der Web-Agentur Generation Digitale in Hamburg. Reportagen, Essays und Kurzgeschichten erschienen u.a. in »Rolling Stone«, »Lettre International« und »Der Freund«. Hier ein kurzes Interview mit ihm:

Welches war das interessanteste Projekt, das Sie umgesetzt haben?
Ich war einmal sieben Tage lang Supernanny für einen elfköpfigen Clan von australischen Aborigines.

Was war die schwierigste Erfahrung, die Sie mit einem Kunden gemacht haben?
Als Unternehmensberater Stadtwerke im Auftrag einer grossen Koalition sanieren zu müssen, deren Parteien sich nicht einig waren und mit uns ihren Schabernack getrieben haben.

Welches war bisher die größte Herausforderung, mit der Sie konfrontiert wurden?
In Berlin das Buch "Kleine Herren: EIn Deutscher in Oxford" zu schreiben und gleichzeitig Geschäftsführer der Generation Digitale in Hamburg zu sein.

Gibt es Kunden, für die Sie nicht arbeiten würden?
Vor einigen Jahren habe ich das mal geglaubt; ihr Kreis ist kleiner geworden.

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