Die Bezahlung von Einsteigern bei Designagenturen ist im Vergleich zu den Vorjahren gleichbleibend schlecht – das hat eine Studie des Corporate Identity Instituts (Kooperationspartner der FH Mainz) ergeben. Zwar ist die Bezahlung von Praktikanten im Schnitt bei Agenturen leicht gestiegen, gleichzeitig stagnierten jedoch die Einstiegsgehälter für junge Designer im Durchschnitt auf einem relativ geringen Niveau von jährlich 27.000 Euro Bruttogehalt.
Für die Umfrage „Chancen und Möglichkeiten von Absolventen von Gestaltungshochschulen“ wurden 51 Designagenturen in Deutschland befragt. Das Ziel der Studie sei es darzustellen, „was aus unserer Sicht gute, seriöse und faire Arbeitgeber Absolventen zahlen und von ihnen verlangen“, so Robert Paulmann, Leiter des Instituts in Mainz.
Gehälter im Deutschlandvergleich
Innerhalb der Branche gibt es bei den Einstiegsgehältern im Deutschlandvergleich große Unterschiede, wie die Studie festgestellt hat. So werden im Norden Praktikanten mit durchschnittlich 534 Euro deutlich besser bezahlt, als im Süden mit nur 462 Euro monatlich. Genau umgekehrt ist die Situation für Festangestellte. Mit einem Durchschnittslohn von 2 500 Euro im Monat steht Stuttgart hier an der Spitze. Allgemein hat die Umfrage für Süddeutschland ein Monatsgehalt von 2 361 Euro brutto ergeben. Die Branche zahlte dagegen im Norden durchschnittlich nur 2 179 Euro monatlich. Hamburg ist hier mit 2 033 Euro Schlusslicht.
Einstellungskriterien der Agenturen
Was ist letztlich für eine Anstellung ausschlaggebend? Auch dieser Frage, die sich gerade für Studierende stellt, ging die Studie nach. Es ist weniger die viel gepriesene Auslandserfahrung, die Bewerber mitbringen sollten, um bei den Designagenturen zu punkten. Vielmehr ist es der Masterabschluss an einer einschlägigen Hochschule, auf den Agenturen beim Einstellungsverfahren achten. Viele Agenturen bewerten hingegen Bachelor-Absolventen als noch zu unreif und unzureichend ausgebildet. Außerdem fehle es ihnen aufgrund der kurzen Studiendauer an der Gelegenheit Praxiserfahrung zu sammeln. Ein Bewerber sollte aber mindestens ein bis zwei Praktika vorweisen können. Nach der Praxiserfahrung achten Agenturen auch auf die soziale Kompetenz und Begeisterungsfähigkeit der Bewerber. Off- und Online-Kompetenz steht erst an vierter Stelle der Anforderungen, gefolgt von der Fähigkeit des konzeptionellen Denkens.
Einen positiven Trend konnte die Studie in Bezug auf die Bereitschaft von Festanstellungen nachweisen. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der befragten Agenturen gaben an, noch in diesem Jahr feste Anstellungen zu planen.
Quelle: horizontjobs.de
Die Studie zum Download unter http://www.ci-in.de/umfrage-zur-situation-von-absolventen-von-gestaltungshochschulen-2013/
Bildquelle: ci-in.de






