Ich habe Grafik-Design an der Hamburger Technischen Kunstschule studiert und bin seit 1997 in dem Beruf tätig. Seit 2005 arbeite ich freiberuflich u.a. für deepblue networks, kaliber5, SHAKEN not STIRRED, mindmatters, SPIEGEL ONLINE und polargold.
Meine Schwerpunkte liegen beim Screendesign, wobei ich auch Werbemittel für den Printbereich gestalte. Meine Zielsetzung ist, neben einem hochwertigen und zeitgemäßen Design, die Internetseiten als Gebrauchsgegenstand für den Nutzer einfacher und bedienbarer zu machen. Da ich mich seit vielen Jahren außerdem mit Illustration beschäftige, können diese meine Arbeit zusätzlich bereichern.
Welches war das interessanteste Projekt, das Sie umgesetzt haben?
Ich denke das war meine Studienabschlussarbeit. Ich habe eine neue Wodka-Marke entwickelt, die nicht nur auf dem Papier entstand, sondern auch als Objekt zu sehen war. Das Produkt basierte auf einer alten Legende aus meiner Kindheit und hat mir viele Gestaltungsmöglichkeiten geboten.
Was war die schwierigste Erfahrung, die Sie mit einem Kunden gemacht haben?
Das war die Konfrontation mit einem Kunden, der mich wegen 2% Magenta beschimpft hat. Es passierte bei einem meiner ersten Jobs und ich dachte, dass sich die meisten Kunden so verhalten. Ich habe mich zum Glück geirrt.
Welches war bisher die größte Herausforderung, mit der Sie konfrontiert wurden?
Die größte Herausforderung war, mich nach dem Studium an das Agenturleben zu gewöhnen und trotzdem kreativ zu bleiben. Das Studium ließ sehr viele Freiheiten zu, die man im Berufsleben nicht mehr hat.
Wie sieht Ihr Traumkunde aus?
Mein Traumkunde weiss, was er will und bereitet dementsprechend sein Briefing vor. Er lässt sich von meinen Ideen inspirieren, hat keine Angst seine ursprüngliche Vorstellung zu verwerfen. Er übt konstruktive Kritik und gibt ein schnelles Feedback.
Welche Eigenschaften zeichnen Ihr Traumteam aus?
Liebe zum Detail, Spaß an dem Job, Zuverlässigkeit und keine übertriebene Ernsthaftigkeit.
Was war Ihre beste Leistung zum Nulltarif?
Das war die grafische Unterstützung des Vereins "Nathan's Friends". Hier wird jungen Menschen mit Handicap geholfen und Rehabilitationen von behinderten Kindern und Jugendlichen durch die Unterstützung von entsprechenden Therapiemaßnahmen ermöglicht.
Wie lange sind Sie im Business?
Seit 1997.
Wie oft haben Sie das Fachgebiet gewechselt?
Nach dem ich vorerst ausschließlich Printprodukte gestaltet habe, bin ich noch in den 90ern mit Screendesign vertraut geworden. Danach kam die Illustration dazu.
Können Sie sich vorstellen, einen anderen Beruf zu ergreifen?
Ja, ich würde gerne zusätzlich als Restauratorin arbeiten.
Was machen Sie in 10 Jahren?
In 10 Jahren arbeite ich 50% nach wie vor grafisch aber verstärkt im illustrativen Bereich, die anderen 50% sind mit meinem zweiten Berufswunsch ausgefüllt. Vielleicht aber unterrichte ich irgendwann Studenten. Ich glaube, das könnte mich für die restlichen 50% inspirieren.












