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2012
09
Okt

Die Nachrichtenagentur dapd hat, trotz niedriger Honorare für Freiberufler, Insolvenz angemeldet.

Während die Angestellten Insolvenzgeld erhalten, haben die Freelancer erstmal das Nachsehen: Sie werden im Insolvenzrecht als Gläubiger behandelt. Immerhin, so schreibt die taz, sei der Insolvenzverwalter darum bemüht, im Oktober wieder Honorare zu bezahlen. Offenbar sei auch ihm klar, dass Freiberufler die Redaktionen landesweit am Laufen halten.

Die Medienkrise

Die Insolvenz der dapd ist nur ein Symptom der derzeitigen Medienkrise – und stellvertretend für die Situation vieler Freiberufler. Einerseits nehmen ihre Bedeutung und ihr Anteil in den Redaktionen immer weiter zu, andererseits stagnieren die Honorare nach taz-Angaben auf dem Niveau der 80er Jahre – und die Zahlungsmoral nimmt derzeit deutlich ab.

Absicherung

Auch wenn freie Journalisten einer Umfrage der Fernuniversität Hagen zufolge zufrieden mit ihrer Situation sind, ist es also durchaus empfehlenswert, sich jetzt auf die veränderte Lage einzustellen und sich abzusichern.

Das kann einerseits das unter Journalisten wenig beliebte Konzept der Selbstvermarktung sein, um nicht nur von einem Kunden abhängig zu sein. Je größer das Netzwerk und die Spannweite an Auftraggebern, desto größer die Sicherheit, genug Aufträge zu akquirieren.

Dazu sollten freie Journalisten auch den Blick in andere Bereiche wagen, in denen ihr Können gefragt ist: Lehrtätigkeiten zum Beispiel, oder digitale Medien: Online-Portale, Blogs lokaler Publikationen oder überregionale Blogs steigern ihre Gewinne trotz Medienkrise. Und last but not least: PR-Arbeit. Selbstverständlich strikt getrennt von der journalistischen Tätigkeit können Aufträge als PR-Redakteur oder –Berater durchaus profitabel und interessant sein.

Quelle: taz.de

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