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2010
20
Dez

Das Internet prägt die berufliche Karriere von Ulrich Hegge (geb. 1966). Bereits während des Jura-Studiums in Münster initiierte er 1991 das Internet-Pilotprojekt "DaWIN" (Förderung durch Bund und Land NRW) und gründete mit weiteren Partnern die Computerfachhandelszeitung "UpToDate". Nach dem erfolgreichen Studium war er 1994 zuerst bei der Schweriner Zeitung (Burda-Verlag) und ab Herbst 1995 bei Gruner+Jahr mitverantwortlich für den Aufbau der Online-Aktivitäten. 1997 wurde er zum Mitglied der Geschäftsleitung der G+J Electronic Media Services GmbH ernannt und koordinierte dort das Content Management aller G+J Websites.

Er begleitete das Thema „Digitale Medien“ in verschiedenen nationalen und internationalen Verbänden. Ab 1998 baute er als Geschäftsführender Gesellschafter das Technologieunternehmen e-dict GmbH & Co. KG, Hamburg auf, das eCommerce-Applikationen im Entertainment-Bereich entwickelt. Nach Gründung und erfolgreichen Jahren als CEO von wunderloop bis 2008 entwickelte er als Managing Director der Media Innovation Lab GmbH (Hubert Burda Media) bis August 2010 neue Formate und digitale Geschäftsmodelle. Aktuell gründet er, basierend auf seinen Erfahrungen aus der Beteiligung an bisher 8 Unternehmen und seinen Management-Positionen im Medienbereich, sein nächstes Unternehmen.

Welches war das interessanteste Projekt, das Sie umgesetzt haben?

Das ist schon eine ganze Weile her: Für den Launch von stern.de haben wir praktisch alles erfinden müssen. Es gab keine CMS, also haben wir eines mit Perl geschrieben. Es gab wenig Produktionserfahrung, aber wir haben eine Datenbank-basierte "Include"-Struktur für dynamische Inhalteproduktion entwickelt. Und was die Inhalte selbst anging - da haben wir einfach ausprobiert, was uns in den Sinn kam. Die spannendsten und anstrengendsten 9 Wochen meines Lebens. Ergebnis: Going live "under budget" & "in time".

Was war die schwierigste Erfahrung, die Sie mit einem Kunden gemacht haben?

Bei laufenden Leistungen die erste Rechnung nach fast einem Jahr bezahlt zu bekommen. Ein sehr großes italienisches Unternehmen...

Welches war bisher die größte Herausforderung, mit der Sie konfrontiert wurden?

Das Unternehmen erst runter von 40 auf 6 Leute herunterfahren, und dann nur aus dem Cashflow finanziert wieder profitabel zu wachsen - in einem Marktumfeld, das nach anderen Regeln tickt (VC Finanzierungen).
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